Gute Vorsätze Wie es gelingt Vorsätze für 2011 tatsächlich zu verwirklichen

22.12.2010 – Viele Menschen reden ihr ganzes Leben lang von dem, was sie erreichen wollen. Um den Jahreswechsel ist die „Gefahr“ be­sonders groß, sich in der Euphorie neue Ziele zu setzen. Solche Listen guter Vorsätze gibt es viele. Doch was hält uns immer wieder davon ab, endlich das umzusetzen, was wir uns vornehmen?
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Wir selbst sind das größte Hindernis für unsere persönliche Wei­terentwicklung. Was haben Sie sich denn das letzte Mal für das neue Jahr alles vorge­nom­men? Und was haben Sie davon rea­lisiert? Haben Sie das Rau­chen oder Trinken aufgehört, Ihr tägli­ches Sport­programm durchgeführt, jeden Mitarbeiter einmal am Tag gelobt, den Hochzeitstag nicht vergessen? Wie lange haben Sie durchgehalten mit Ihren guten Vorsätzen? Drei Wo­chen oder drei Monate?

Woran liegt das eigentlich? Sind wir zu phlegmatisch, um unser Potenzial zu entfal­ten? Sind wir zu be­quem, um noch etwas in unserem Leben zu verändern? Ha­ben wir aufgegeben, ohne überhaupt begonnen zu haben? Oder beschränken wir uns auf eine einseitige Sichtweise? Sie kennen die Ausflüchte nur zu gut: zu viel Arbeit oder Stress, Un­ruhe, schwache Nerven ... Eine gute Ausrede ist viel wert und beruhigt ungemein. Nur bringt sie uns nicht weiter. Und ein Jahr später stellen wir fest, dass wir uns keinen Zentimeter von der Stelle bewegt haben.

Fähigkeiten und Talente entfalten

Stellen Sie sich ein kleines Päckchen vor, das Sie in Ihrem Schrank finden. Es ist fein säuberlich zusammengeschnürt. Neu­gierig öffnen Sie die äu­ßere Hülle und finden klein zusammen­gefaltet ein Tuch vor. Der Stoff fühlt sich weich und fast seidig an, aber das Muster, das Sie sehen, sagt Ihnen nicht zu. Trotz­dem beginnen Sie, dieses Tuch zu entfalten. Es wird immer grö­ßer und größer. Als Sie es vollständig entfaltet haben, sind Sie überrascht: Die unschein­baren Einzelmuster waren wenig att­raktiv, aber jetzt hat sich das ganze Tuch als ein kunstvolles Mo­tiv entpuppt. Sie zeigen dieses Tuch einem Experten, der Ihnen einen enormen Geldbe­trag dafür bietet, ist es doch ein wert­volles Unikat. Hätten Sie das unscheinbare kleine Päckchen nicht geöffnet, das klein gefaltete Stück Stoff nicht ausgebrei­tet, hätten Sie niemals des­sen Wert erkennen können.

Oft erkennen auch wir unseren eigenen Wert nicht, weil wir un­sere Fä­higkeiten und Talente nicht entfalten. Warum so be­scheiden? Warum begnügen wir uns mit dem, was wir ober­flächlich sehen und lassen so unsere Chancen zum Lebens­glück dahinschwin­den. So wie das Tuch sollten auch wir uns entfalten. Dazu müssen wir uns selbst ganz kennenlernen, müssen unsere Stärken entdecken, Schwächen akzeptieren und an unseren Fähigkeiten arbeiten. Entfalten wir doch einfach unser Po­tenzial, machen wir Gebrauch von den Möglichkeiten, die in uns angelegt sind. Suchen Sie den Schatz in sich selbst, denn nirgendwo anders werden Sie ihn finden.

Vorsätze erfolgreich verwirklichen - aber wie?

Es ist ein Naturgesetz, dass sich jeder Organismus zunächst ge­gen Veränderungen wehrt, sich gegen alles Neue sträubt. Je­der, der schon einmal versucht hat, sich etwas abzugewöhnen (Rauchen, Naschen) hat erlebt, wie hartnäckig das Unterbe­wusstsein an seinen schlechten Gewohnheiten festhält. Die Macht der Gewohnheiten ist nur deshalb so groß, weil wir unser Verhalten über Jahre und häufig Jahrzehnte regelmäßig wie­derholt und verstärkt haben.

So haben sich Verhaltensmuster gebildet, die unbewusst sehr wirksam sind. Da die Macht der positiven Gewohnheiten den Menschen Freiheit und Sicherheit gibt, sollten wir gemeinsam überlegen, welche Methoden es gibt, um sich neue, bessere Gewohnheiten anzueignen. So werden wir uns nicht darauf konzentrieren, was wir uns abge­wöhnen wollen, sondern auf die positiven Eigenschaften und Verhaltensweisen, die wir uns zu eigen machen möchten, zum Beispiel mit folgenden Mitteln:

1. Die Schreib-Methode

Schreiben materialisiert den Geist und das Verhalten. Wenn wir unsere Ziele und Erfolge nicht festhalten, dann verflüchtigen sie sich! Deswegen mein Rat an Sie: Legen Sie sich fest und schrei­ben Sie spätestens jetzt Ihre Vorsätze auf. Daraus ergibt sich au­tomatisch eine erwünschte, selbstverursachte Lebenssteuerung, die uns viel Zeit und Nervenkräfte spart. Der Mensch, der weiß, was er will, wird an Zuversicht gewinnen. Seine Zielklarheit steigert unbewusst seine Belastbarkeit, sodass er auch Stress-Situa­tionen souverän meistert. Das Aufschreiben hat einen weiteren wichtigen Vorteil: Wir können uns so immer wieder selbst an un­sere Vorsätze erinnern, damit diese in der Routine des Alltags nicht untergehen.

2. Die Kalender-Methode

Ein einfaches Hilfsmittel ist es, den Vorsatz im persönlichen Pla­nungs-Sys­tem auf das Tagesblatt zu schreiben, und zwar ganz oben auf der Seite und am besten in einer Farbe oder Schreib­weise, die Sie nicht übersehen können. Den Vorsatz formulieren wir in posi­tiven Worten, also z. B. ‚Heute werde ich meine Mitar­beiter min­destens fünf Mal loben und ermutigen’.

3. Die Erinnerungs-Methode

Damit wir ganz sicher unsere guten Vorsätze umsetzen, sollten wir in jede Tasche unserer Kleidung sowie ins Portemon­naie bzw. in die Brieftasche, aber auch ins Auto, kleine Karteikar­ten stecken, auf denen der persönliche Vorsatz steht. Wir empfeh­len zwischen 5 und 10 Kärtchen - je wichtiger Ihnen der Vorsatz ist, umso mehr Kärtchen sollten Sie anfertigen. Zusätzlich sollten Sie auf die Rückseite jedes Kärtchens schreiben: „Mein Unter­bewusstsein wird meine positiven Vorsätze verwirklichen“. Jedes Mal, wenn Sie auf eines der Kärtchen schauen bzw. es berühren oder in Ihren Kalender blicken, werden Sie an Ihren Vorsatz er­innert. Gedanken sind Kräfte und da das Denken ein bioelektrischer Prozess ist, wird jedes Mal, wenn Sie an Ihren Vorsatz den­ken, im Gehirn die Region aktiviert, in der sich das neue Verhal­ten verankert. Unweigerlich wird sich das neue Verhalten etab­lieren, der Vorsatz wird zu einer neuen Gewohnheit.

4. Positive Erfolgskontrolle

Wir hatten bereits betont, dass sich Erfolge verflüchtigen, wenn wir sie nicht schriftlich festhalten. Damit Sie auch erleben, dass Sie kleine und große Fortschritte machen, müssen Sie Ihre Er­folgserlebnisse sammeln. Also keine falsche Bescheidenheit: Sie sollen sich selbst für Ihre Erfolge loben. Halten Sie also unbedingt fest, wie oft Sie im Laufe des Tages Ihren Vorsatz ausgeführt ha­ben. Das schriftli­che Festhalten Ihrer Erfolge ist sehr wichtig, da es Ihnen immer wieder Ihre Fortschritte sichtbar macht und das gewünschte Verhalten verstärkt, sodass Ihre positive Entwick­lung unaufhalt­sam wirkt.

5. Gesetze des Wachstums erkennen und nutzen

Unsere Persönlichkeit und unser Verhalten folgen den Gesetzen des Wachstums. Sobald aus einem guten Vorsatz eine neue po­sitive Gewohnheit gewachsen ist, werden wir fähig, eine noch größere Aufgabe zu meistern. Pflanzen Sie daher immer nur ei­nen Vorsatz ein und tun Sie alles, um dieses Pflänzchen wach­sen zu lassen, damit es viele Früchte tragen kann. Wenn Sie ei­nen Vorsatz verwirklicht haben, dann werden Sie erleben, dass sich wie bei einer Kettenreaktion viele positive Folgeereignisse einstellen. Erst wenn Sie einen Vorsatz verwirklicht haben, soll­ten Sie einen neuen Vorsatz pflanzen. Wer zu viel auf einmal er­rei­chen will, der spaltet seine Energien und erreicht oft gar nichts.

Fazit

Nie gab es mehr Chancen als heute. Aber wir ergreifen sie nicht. Was hindert uns daran? Das kleine Wörtchen „wenn“ in Verbindung mit unserem Glauben an den Misserfolg. Wie wir wissen, versetzt der Glaube Berge - im positiven Sinne. Der Glaube kann aber auch Berge erschaffen - im negativen Sinn. Und auch dies beginnt mit dem Wort „wenn“: „Wenn ich eng­lisch könnte, wäre ich heute im Vertrieb...“, „Wenn ich den rich­tigen Beruf/den idealen Partner hätte..., wäre ich glücklich und erfolgreich.“ Wenn wir also nicht heute damit beginnen, we­nigstens einen guten Vorsatz auch tatsächlich in die Tat umzu­setzen, wann dann?

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Über den Autor

Nikolaus B. Enkelmann
Nikolaus B. Enkelmann

Nikolaus B. Enkelmann leitet gemeinsam mit seiner Tochter Claudia das Institut für Persönlichkeitsbildung, Rhetorik und Zukunftsgestaltung. Über eine Million Menschen; Top-Manager, Spitzensportler, Ärzte und Angehörige anderer Berufsgruppen besuchten seine Seminare. Nikolaus B. Enkelmann hat sich zudem als Autor zahlreicher Erfolgsbücher, Herausgeber einer eigenen Zeitschrift und einer Fülle von Tonkassetten und Videos einen Namen gemacht.

AnschriftNikolaus B. Enkelmann
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