Zuallererst: Lernen Sie sich selbst kennen!
Ob Sie sich im Anfangsstadium Ihrer Karriere oder bereits mittendrin befinden: Wichtig ist, dass Sie sich selbst genau kennen und Ihre Fähigkeiten und Eigenschaften richtig einschätzen. Erst dann können Sie Ihre Karriere effektiv beeinflussen und fördern. Fragen Sie sich dabei:
Was sind meine Interessen?
Was sind meine Stärken?
Über welche Fähigkeiten verfüge ich?
Die Antworten auf diese Fragen bilden ein starkes Fundament, das Ihre Karriere erfolgreich fördert und in Ihrem Beruf Zufriedenheit sichert. Dabei entdecken Sie, welche Arbeit Ihnen besonders Spaß macht und welche Tätigkeiten Sie glücklich machen.
Doch wie finden Sie das heraus? Freunde und Familie können Ihnen viel Wissenswertes über Sie und Ihre Persönlichkeit mitteilen – wenn Sie genau hinhören. Auch Ihre Kollegen können Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Informieren Sie sich, für welche Tätigkeiten man Sie schätzt und wie gut Ihr Ruf im Unternehmen ist.
Ihre beruflichen Kerninteressen
Berufliche Kerninteressen leiten sich von Ihrer Persönlichkeit ab und beeinflussen, welche Tätigkeiten Sie glücklich machen. Sie sind viel beständiger als Ihre Stärken und Fähigkeiten. Studien haben gezeigt, dass sich berufliche Kerninteressen im Laufe der Zeit nur wenig ändern – wenn überhaupt. Stärken und Kompetenzen können sich dagegen wandeln, je nach Ihren Prioritäten oder Erfahrungen. Sie setzen auch keine Zufriedenheit voraus. Egal wie gut Sie sind – Sie können sich mit Tätigkeiten, die nur auf Ihre Stärken setzen, schnell langweilen. Aber aus Ihren beruflichen Kerninteressen ziehen Sie den Sinn und den Spaß an der Arbeit.
Die beiden Psychologen Timothy Butler und James Waldroop haben mithilfe zahlreicher Interviews ein System entwickelt, das acht verschiedene Arten von Kerninteressen unterscheidet. Professor Peter Gomez von der Universität St. Gallen hat diese Typen mit diesen Bildern ins Deutsche übertragen:
Der Uhrmacher: Dieser Typ ist an der Frage interessiert, wie Dinge funktionieren und will diese auseinander nehmen. Er ist technisch begabt und denkt analytisch. Dabei hat er Freude an Hardware und der Mechanik der Dinge.
Die Numismatikerin: Sie liebt Zahlen, Berechnungen, Statistiken und Computermodelle und ist im Controlling, oft auch im Personalwesen tätig. Ihr geht es um das Sammeln von Daten und das Aufbereiten von Informationen für andere.
Der Modellbauer: Er ist ein typischer Akademiker und interessiert sich für Fragen nach dem „Warum“ und nicht dem „Wie“. Sein Interesse fokussiert sich auf die Entwicklung von Theorien.
Die Ideenproduzentin: Kreativität, Innovation und Engagement stehen bei diesem Typ ganz vorne. Sie beteiligt sich am liebsten am Anfang eines Projekts, wenn es darum geht, mittels Brainstorming alle Möglichkeiten auszuloten.
Der Prozessbegleiter: Er schlüpft gerne in die Rolle eines Mentors, coacht und berät andere Menschen. Eine seiner Lieblingsbeschäftigungen ist das Lehren.
Die Teamleaderin: Menschen zu Zielen zu führen und Beziehungen aufzubauen, stehen bei ihr im Vordergrund. Im alltäglichen Kontakt mit anderen eine unternehmerische Leistung zu erbringen, gibt ihr Sinnerfüllung.
Der Organisator: Sein Selbstverständnis ist das eines Managers, Prozesseigners oder Machers. Am liebsten führt er eine eigenständige Einheit oder ist Unternehmer.
Die Kommunikatorin: Sie ist eine hervorragende Verhandlerin und versteht es, Menschen durch Sprache und Ideen zu beeinflussen.
Die Autoren weisen darauf hin, dass sich diese Lebensinteressen überschneiden können und sich alle Menschen einem bis drei der obigen Typen zuordnen lassen. So zeichnet zum Beispiel einen General Manager die Kombination aus „Organisator“ und „Kommunikator“ aus.
Ihr Arbeitswert
Arbeitswerte beinhalten Kriterien, anhand derer Sie die einzelnen Aspekte der beruflichen Arbeit nach deren Wichtigkeit beziehungsweise Unwichtigkeit beurteilen. Dabei zeigen sich die Ansprüche, die jeder von uns an diese stellt. Dieser Wert motiviert Sie und regt Ihre Arbeit an. Wenn Sie diese Werte für sich erkennen und verstehen, erhöht es die Wahrscheinlichkeit, dass Sie auch einen Beruf wählen, der Sie zufrieden stellt. Dabei können Sie Ihre Arbeitswerte einer Unternehmenskultur anpassen, die Ihnen am besten zusagt.
Was sind Ihre Arbeitswerte? Ihren Arbeitswert können Sie herausfinden, wenn Sie sich zum Beispiel die Fragen stellen:
Was motiviert mich?
Was bin ich bereit aufzugeben, um mehr Zufriedenheit zu erlangen?
- Assistenz
- Beförderung
- Berufsausbildung
- Bewerbung
- Bewerbungsgespräch
- Empowerment
- Führungskompetenz
- Gesprächsführung
- Jobwechsel
- Kommunikationskompetenz
- Konzeptentwicklung
- Moderation
- Personalbeschaffung
- Personalentwicklung
- Projektmanagement
- Selbstmanagement
- Selbstmarketing
- Soziale Kompetenz
- Weiterbildung
- Zusammenarbeit
