Stellensuche Auch in schwierigen Zeiten einen Job finden

Teil 3: Hoffnung: Trotz schwieriger Lage nicht entmutigen lassen

Bewerber in Krisenzeiten in einer schlechteren Position

Wenn die Arbeitslosenzahl steigt und mehr Arbeitskräfte auf dem Markt zur Verfügung stehen, hebt dies Unternehmen in eine noch machtvollere Position. Einige Arbeitgeber nutzen dies aus, indem sie unzulässige Fragen im Vorstellungsgespräch stellen. Fragen beispielsweise über die sexuelle Orientierung oder die finanziellen Verhältnisse sind tabu. Werden sie im Bewerbungsgespräch trotzdem gestellt, hat der Bewerber das Recht die Fragen nicht zu beantworten oder sogar zu lügen.

Ihre Machtposition können Unternehmen auch bei der Gehaltsverhandlung ausnutzen. Sie drücken das Gehalt, weil sie wissen, dass die Bewerber auf die Stelle angewiesen sind und auch für weniger Geld arbeiten. In dieser Situation sollten Sie sich dennoch nicht unter Wert verkaufen. Gehen Sie selbstbewusst in die Verhandlung, so als gäbe es keine Krise. Wer im Vorstellungsgespräch gleich die Bereitschaft zum Verzicht auf eine angemessene Bezahlung zeigt, verringert eventuell seine Einstellungschancen. Denn gut qualifizierte Mitarbeiter sollten wissen, was ihre Qualifikation wert ist und unterbezahlte Arbeitskräfte kündigen schneller, wenn sie woanders eine besser bezahlte Stelle angeboten bekommen.

Auch wenn die Arbeitgeber jammern, sollten Sie sich nicht so leicht erweichen lassen. Wenn Sie sehr gut auf die angebotene Stelle passen und es schon bis zum persönlichen Gespräch geschafft haben, stehen Ihre Verhandlungschancen gut. Argumentieren Sie Ihre höhere Gehaltsvorstellung mit dem Nutzen, den Sie der Firma bringen, wenn Sie eingestellt werden. Bleibt der Arbeitgeber aber hartnäckig, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als dies zu akzeptieren. Sichern Sie sich die Option, das Gehalt erneut zu verhandeln, wenn wieder bessere Zeiten kommen.

Durch Absagen nicht entmutigen lassen

Machen Sie sich bewusst, dass Sie in krisengeplagten Zeiten mehr Absagen bekommen als sonst. Dies ist aber kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. Und wenn Sie doch einmal die Motivation verlieren, weiter Bewerbungen zu schreiben, machen Sie etwas anderes. In Zeiten ohne Job können Sie zum Beispiel eine Weiterbildung oder Umschulung absolvieren. Dies wird oft von der Arbeitsagentur bezahlt.

Oder Sie gehen ins Ausland, lernen eine neue Sprache und sammeln dort Erfahrungen, die Sie für einen neuen Job besser qualifiziert. Qualifikation ist in Krisenzeiten ein Muss. Denn die Verlierer auf dem Arbeitsmarkt sind niedrig bis mittel Qualifizierte, da sie austauschbar sind. Spezialisten und Menschen mit verschiedenen Soft Skills sind hingegen die Gewinner des krisengeschädigten Arbeitsmarktes.

Quellen und weiterführende Links

Hinweis

Mehr Bewerbungstipps finden Sie in dem Buch von Anne Jacoby und Florian Vollmers:

Bewerben in schwierigen Zeiten

  • Sehr zu empfehlen sind auch die Bewerbungstipps von Gerhard Winkler unter www.jova-nova.com
  • Eine Linkliste zu Jobbörsen finden Sie hier: Nationale und internationale Jobbörsen

[po; Bild: iQoncept - Fotolia.com]

Das gesamte Dossier zum Herunterladen und Ausdrucken

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