Jeder Mensch hat bekanntlich eine individuelle Talentstruktur, aus der individuelle Stärken hervorgehen. Komischerweise recherchieren die meisten Fachkräfte nicht ihr eigenes Talent. Sie knien sich in ein bestimmtes Know-how hinein und möchten darin Meister werden. Doch das klappt immer weniger. So kennt zum Beispiel ein junger Vertriebsmanager seine Produktwelt in und auswendig. Er setzt auf dieses Wissen und wird auch dafür von seinem Chef geschätzt.
Plötzlich ändern sich die Produktprioritäten in seinem Unternehmen. Es setzt nun mehr auf die Dienstleistungen um die Produkte herum als auf die Produkte selbst. Diese werden zunehmend zur Handelsware (ein typischer Prozess beispielsweise in der Investitionsgüterindustrie). Die alte Fachkompetenz nützt unserem Vertriebsingenieur nun nicht mehr so viel. Aber der Spezialist für die neuen Lösungen ist er auch noch lange nicht. Auf was soll er in seiner Karriere nun setzen?
Er müsste sich darauf besinnen, auf welche Fach-übergeordnete Kunst er setzen kann und sich dann auf bestimmte Funktionen in seinem Job konzentrieren. Eben Funktionen, die ihm liegen, die seinem Talent entsprechen. Zum Beispiel
- Geschäftspartner persönlich gewinnen - Talent zur Beziehungsgestaltung
- Zuverlässiger Ablauf der Projekte - Talent zur Organisation
- Erschließung neuer Kundenkanäle - Talent zur Analyse
- Ideen für zusätzliche Dienstleistungen - kreatives Talent
Mit talentgemäßen Aktivitäten kann er sich profilieren, ohne ein Wissensfreak für das Angebotsprogramm zu sein. Dieses Wissen kommt mit der Zeit, kann aber genauso auch wieder überflüssig werden. Fast jeder Job bietet ausreichend Möglichkeiten, Schwerpunkte nach dem persönlichen Talent zu setzen.
Doch wie tasten Sie sich selbst an Ihr Grundtalent heran? Mit der folgenden Übersicht können Sie sich mit Ihrem Haupttalent einordnen und ermessen, welche Funktionen in Ihrem Job Ihnen am ehesten liegen. Das klappt normalerweise ganz gut, ohne eine tiefer gehende Analyse überflüssig zu machen:


