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Zukunftsplanung So setzen Sie Vorsätze richtig um

Von Melanie Vogel, AoN GmbH
10.01.2012 – Spätestens seit dieser Woche brechen viele Menschen wieder mit alten Gewohnheiten. Der Jahreswechsel als willkommene Gelegenheit, um gute Vorsätze zu schmieden. Doch umgesetzt werden diese häufig nicht. Dabei sollte aus den hehren Zielen doch auch Wirklichkeit werden. Wie das gehen kann, zeigt unsere Expertin für Persönlichkeitstraining und Karriereplanung.

Abnehmen, Sport treiben oder weniger Alkohol – das sind die Klassiker der mehr oder weniger ernst gemeinten Neujahrsvorsätze. Alles auf einmal, wenig durchdacht und nicht selten feuchtfröhlich in der Silvesternacht beschworen. Alles nur, um nach wenigen Tagen oder Wochen festzustellen, dass die alten Marotten wieder auftauchen. So etwas frustriert, vor allem dann, wenn es um existenziellere Ziele geht wie etwa einen Jobwechsel, einen Wiedereinstieg oder die Lösung eines beruflichen oder privaten Konflikts.

Fakt ist: Um beruflich und privat erfolgreich sein zu können, braucht jeder klar formulierte Ziele. Individuelle Ziele, die einem persönlichen, inneren Antrieb folgen. Dieser Antrieb verleiht demjenigen, der sich die Ziele setzt, die notwendige Kraft, um die gesteckten Ziele auch zu erreichen. Folgendes Vorgehen kann dabei helfen:

Bauchgefühl wecken

Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Was ist Ihr Herzenswunsch?
  • Wie möchten Sie bei anderen Menschen in Erinnerung bleiben?
  • Was möchten Sie mit Ihrem Leben anfangen?

Folgen Sie Ihrem Bauchgefühl, hören Sie auf Ihre innere Stimme, besinnen Sie sich auf Ihre Werte, Ihre Wünsche und Ihre Lebensideale – und überdenken Sie dann Ihre aktuelle Situation noch einmal. Wie antworten Sie jetzt auf folgende Fragen?:

  • Warum möchten Sie Ihre momentane Situation ändern?
  • Was setzt Sie unter Stress?
  • Warum sind Sie im Job beziehungsweise im Privatleben unzufrieden?

Individualität akzeptieren

Ihre Lebensplanung und Ihre Lebenswerte sind nicht zwingend die von Anderen. Dies sollte Sie aber nicht aufhalten, denn Sie haben das Recht, Ihr Leben nach Ihren eigenen Wünschen und Vorstellungen zu gestalten. Entfesseln Sie Ihr Potenzial, Ihre Stärken und Talente! Seien Sie ehrlich zu sich selbst: Werden Ihr Potenzial, Ihre Stärken und Talente in Ihrem Leben von Ihnen (und Anderen) gewürdigt? Falls nicht, ist jetzt der Zeitpunkt einer Änderung gekommen.

Richtung festlegen

Menschen sind nur dann wirklich glücklich und zufrieden, wenn sie sich Stück für Stück auf etwas zubewegen, was ihnen Freude bereitet. Glück und Erfolg brauchen folglich eine Richtung – den Kompass dafür halten Sie in der Hand.
Wenn Sie Ihre eigene Lebensrichtung festgelegt haben, finden sich die Ziele oft von selbst und Veränderungen machen weniger Angst.

Durchstarten

Sie haben nun eine Richtung gefunden, in die Sie Ihr Leben und Ihre Ziele lenken wollen. Jetzt gilt es, mutig zu sein und durchzustarten! Mit dem Durchstarten, also der konkreten Umsetzung eines Vorsatzes, beginnt das Abarbeiten von Zielen und Teilzielen.

Doch es ist eine Herausforderung, in diesem Zielformulierungslabyrinth den Überblick behalten zu können. Sechs Schritte zur Zielfindung können dabei helfen:

Werden Sie konkret!

Schreiben Sie Ihre Ziele konkret und detailliert auf. Das führt zu einer besseren Struktur und schafft sofort mehr Klarheit im Kopf. Behandeln und bearbeiten Sie jedes Ziel individuell, niemals mehrere Ziele auf einmal. Das verwirrt und überfordert.

Vertrauen Sie Ihrer Intuition!

Formulieren Sie positiv, das heißt schreiben Sie nur auf, was Sie erreichen wollen und nicht, was Sie nicht erreichen wollen. Vertrauen Sie bei der Umsetzung Ihrer Ziele auf Ihre Intuition, hören Sie auf ein mögliches Bauchgrummeln und gehen Sie ihm auf den Grund.

Messen Sie Ihren Erfolg!

Schreiben Sie Zahlen, Daten, Mengen und Deadlines auf. Notieren Sie alles, was messbar ist, dann können Sie auch den Erfolg besser kontrollieren. Vermeiden Sie Verallgemeinerungen! Setzen Sie sich selbst – und nur sich selbst – in Bezug zu Ihrem persönlichen Ziel und übernehmen Sie Verantwortung.

Ergreifen Sie die Initiative!

Verwenden Sie Tatsachen statt Möglichkeiten. Ersetzen Sie Wörter wie „würde“, „hätte“, „möchte“, „könnte“ und „dürfte“ durch die Tatsachenformen „werde“, „habe“, „will“, „kann“ und „darf“. Bei Tatsachen sind wir sofort handlungsfähiger. Weniger denken – mehr tun!

Seien Sie kreativ!

Schreiben Sie alle Ideen auf, die Ihnen beim Erreichen Ihres Ziels helfen können. Werten Sie Ihre Ideen nicht, oft sind die mutmaßlich verrücktesten die besten. Setzen Sie auf kreative Methoden und schreiben Sie zum Beispiel alles auf, womit Sie Ihr Ziel garantiert nicht erreichen werden – und drehen es dann einfach um.

Nehmen Sie die Herausforderung an!

Streichen Sie das Wort „müssen“ in jeder Variante aus Ihrem Sprach- und Schreibgebrauch. Es hat eine gewaltige Widerstandswirkung auf Ihr Unterbewusstsein. Formulieren Sie „müssen“ in ein aktives Verb um: Anstatt „Ich muss mit meinem Chef über mein Gehalt reden“ sagen Sie besser: „Ich spreche mit meinem Chef über mein Gehalt“.


Und am Ende gilt: Durchhalten! Beharrlichkeit ist praktizierte Selbstdisziplin und ein Beweis dafür, dass Ihnen ihr eigenes Ziel wichtig ist.


Über die Autorin

Melanie Vogel
Melanie Vogel

Melanie Vogel ist Geschäftsführerin der AoN Agentur ohne Namen GmbH. Die Agentur ist Initiatorin des Messe-Kongresses women&work, Deutschlands größtem Messe-Kongress für Frauen. Sie ist zudem zertifizierte DISG®-Trainerin und Lehrbeauftragte an der Universität Köln.

AnschriftMelanie Vogel
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