Vorstellungsgespräch So gelingt das Job-Interview auf Englisch

Teil 3: Kompetenzvermittlung: Der Kern des Bewerbungsgesprächs

Nach der Kennenlernphase geht es um das eigentliche „Vorstellen“. Der Personaler will in dieser Phase vor allem Ihre fachlichen Kompetenzen testen und sich ein Bild von Ihren Charaktereigenschaften machen. Jetzt haben Sie die Chance, sich selbst positiv darzustellen und sich von den anderen Bewerbern abzuheben. Hier können Sie mit Ihren guten Englischkenntnissen punkten.

Es werden Fragen gestellt zu Ausbildung, Berufserfahrung und beruflichem Erfolg. Bei der Frage nach der „job description“ geht es um eine Schilderung der Aufgaben und Verantwortlichkeiten Ihres letzten Jobs. Eine Frage könnte lauten: „What were exactly the responsibilities in your last job?

Hinweis

  • Und auch die Zeitschrift Business Spotlight beinhaltet in der Ausgabe 03/2009 ein Booklet mit vielen praktischen Tipps und Beispielen zu Job Interviews auf Englisch: Business Spotlight

Sie sollten ruhig und selbstbeherrscht auf alle gestellten Fragen antworten. Werden Sie nicht nervös und lassen Sie sich nichts anmerken, wenn Sie einmal nicht auf eine Frage vorbereitet sind. Da ist Improvisieren angesagt. Um Zeit zu gewinnen, können Sie die Antwort auch ganz ehrlich damit beginnen, dass Sie nicht mit dieser Frage gerechnet haben, aber die Frage durchaus berechtigt und gut gewählt ist.

Wenn Sie sich im Ausland beworben haben, müssen Sie sich darauf einstellen, dass Sie danach gefragt werden, warum Sie aus Ihrem Heimatland weg möchten und was  Sie machen, wenn Sie Heimweh bekommen. Versuchen Sie bei der Antwort Optimismus auszustrahlen und zeigen Sie, dass Sie den Herausforderungen eines Wohnortwechsels gewachsen sind.

Nicht auf jede Frage müssen Sie antworten

Wie in Deutschland gilt in den meisten englischsprachigen Ländern die Maxime der „equal opportunities“, der Chancengleichheit. Deshalb muss die Bewerberauswahl ohne Berücksichtigung der Religionszugehörigkeit, Hautfarbe, Herkunft und Geschlecht erfolgen.
Unzulässige Fragen bei Bewerbungsgesprächen sind beispielsweise:

  • Are you married?“
  • “Do you have children?“
  • “What do your parents do?”

Bei solchen oder so ähnlichen Fragen müssen Sie nicht antworten. Sie können verdeutlichen, dass Sie die Fragen für nicht angebracht halten.

Da es von Nachteil sein kann, auf eine Frage im Bewerbungsgespräch nicht zu antworten, sind in diesen Fällen auch unwahre Antworten erlaubt.

Das Gespräch neigt sich dem Ende zu

Wenn am Ende des Gesprächs die Fragen nach Gehalt, Urlaubstagen, Zusatzleistungen und bezahlten Überstunden besprochen werden, sollten Sie Folgendes über Beschäftigungen im englischsprachigen Ausland wissen:

  • geringere Steuern und niedrigere Sozialabgaben,
  • weniger Urlaubstage (15–20 pro Jahr),
  • zum größten Teil keine bezahlten Überstunden und
  • geringere Grundversorgung bei den sozialen Leistungen und im Gesundheitsbereich.

Nach dem Gespräch ist es, vor allem in den USA, angebracht, dass Sie nach spätestens drei Tagen nach Ihrem Interview eine “Thank-you-note” verfassen, in dem Sie sich schriftlich beim Interviewpartner bedanken. Zum Beispiel für das informative Gespräch. Sie können auch nochmals das Interesse und Ihre Motivation zum Ausdruck bringen. Das hebt Sie vielleicht positiv von anderen Bewerbern ab.

Diese Checkliste bietet Ihnen eine echte Hilfe zur Vorbereitung auf Ihr Vorstellungsgespräch in Englisch. Einfach downloaden, ausfüllen und üben. Dann kann nichts mehr schiefgehen.

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