Die Personalabteilung muss sich oft rechtfertigen, zum Beispiel, ob sie einen ausreichenden Wertbeitrag für das Unternehmen schafft oder die zukünftigen Herausforderungen des „War for Talents“ meistern kann. Des Weiteren wird die Frage gestellt: Hat die Funktion Human Resources in der bisherigen Form überhaupt noch eine Daseinsberechtigung? Der Autor zeigt in 15 Kapiteln, wie sich die Personalabteilung so positionieren kann, dass sie dem Unternehmen einen wertvollen Beitrag leistet.
Der Leser erfährt zunächst, wie sich das Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber präsentieren kann. Dies ist wichtiger denn je, weil aufgrund des demografischen Wandels immer weniger Fach- und Führungskräfte auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Die positive Arbeitgebermarke zeigt das wahre Gesicht des Unternehmens und ist deshalb glaubwürdig und attraktiv. Das Wichtigste dabei ist: Die Employer Brand entsteht nicht in den Köpfen der Bewerber, sondern in den Köpfen derer, die im Unternehmen arbeiten.
Der Bereich Talentmanagement ist für Unternehmen sehr wichtig, denn die richtigen Mitarbeiter für die Herausforderungen von morgen zu identifizieren, sie zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden, erfordert eine gute Strategie. Besonders Schlüsselpositionen müssen von Talenten besetzt werden. Um immer wieder Nachwuchs für diese Positionen zu haben, sollten die Unternehmen auch Mitarbeiter fördern, die noch unterhalb dieser Ebene in den Startlöchern verharren.
Deshalb hält der Körner Beförderungen auch für eine intelligente Nachfolgeplanung. Die Aufgabe der HR ist es, zu sondieren, ob neue Anforderungen an Qualifikation und Kompetenzen im Raum stehen, und feststellen, welche der vorhandenen Kräfte entweder bereits darüber verfügen oder welche Mitarbeiter mit Weiterbildungsmaßnahmen dafür fit gemacht werden können.
Atypische Beschäftigungsverhältnisse wie Leiharbeit, befristete Arbeitsverträge oder Dauerpraktika sind zwar ökonomisch vorteilhaft, aber für das Betriebsklima sind sie oft schädlich. Die Personalabteilung wird dazu verpflichtet, sich um diesen Missstand zu kümmern, doch das kann sie nicht leisten. Der Autor fordert: Die Integration atypisch Beschäftigter müsse in den Fachabteilungen angegangen werden, weil sie nur da umgesetzt werden könne. Allerdings könnten die Personaler passende Instrumente bereitstellen.
Auf das Thema Age-Management geht Körner ebenso ein. Als Lösung für den demografischen Wandel schlägt er vor, die unterschiedlichen Lebenssituationen der benötigten Fach- und Führungskräfte genau anzuschauen und sie dort zu unterstützen, wo sie gerade stehen. Die quantitative Personalplanung muss dazu über die Regelung der Nachfolge sehr eng mit der qualitativen Personalplanung verknüpft werden.
Weitere Themen sind unter anderem Diversity Management, effiziente und qualitative Personalplanung sowie Führungskräfte-Coaching. Das Buch lässt kein Thema aus, das für heutige und zukünftige Personalarbeit von Bedeutung ist.
Checklisten nach jedem Kapitel helfen dabei, die Hauptpunkte noch einmal zu erfassen und zu prüfen, inwieweit das Beschriebene bereits umgesetzt wird. Personaler, die aktuelle Informationen und hilfreiche Tipps suchen, liegen mit diesem Buch genau richtig. Es können dadurch neue Ideen entstehen und Basiswissen aufgefrischt werden.
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