Hofbauer, Helmut; Winkler, Brigitte

Das Mitarbeitergespräch als Führungsinstrument

Das Mitarbeitergespräch als Führungsinstrument

In diesem Buch finden Führungskräfte mit Personalverantwortung alles, was sie zum Thema Mitarbeitergespräch wissen müssen; differenziert dargestellt und praktikabel aufbereitet.

2004, München, Wien: Carl Hanser Verlag, 3., erweiterte Auflage, 409 + XIV Seiten
ISBN-10: 3446227180
ISBN-13: 9783446227187


Kommunikation ist die wichtigste „Organisationsmethode“ in Unternehmen. Das Gespräch der Mitarbeiter untereinander, aber vor allem auch das Gespräch der Vorgesetzten mit Ihren Mitarbeitern schaffen die Organisation an jedem Tag von neuem und sind Garant für Leistung und Erfolg. Gleichwohl wird dieses Instrumentarium in vielen Unternehmen nur unzulänglich genutzt. Dabei ist gerade das Mitarbeitergespräch ein zentrales Element der internen Kommunikation und dient unmittelbar der Unternehmens- und Organisationsentwicklung.

Die Unternehmensberater Helmut Hofbauer und Brigitte Winkler haben mit diesem Buch bereits in der dritten Auflage ein praktikables und sehr hilfreiches Handbuch geschrieben, das umfassend in das Thema „Mitarbeitergespräche“ einführt und konkret zeigt, wie sie funktionieren. Es richtet sich an alle Führungskräfte und Personalverantwortliche. Die Autoren befassen sich mit folgenden Themen:

  • Zunächst führen sie den Begriff des Mitarbeitergesprächs ein und zeigen, inwiefern es ein Teil der Unternehmensentwicklung ist.
  • Anlässe für Mitarbeitergespräche können die Einstellung neuer Mitarbeiter, Entwicklungsgespräche, Kritikgespräche, Problemlösungsgespräche, Gehaltsfindungsgespräche etc. sein.
  • Wichtig ist, dass Ziele formuliert und vereinbart werden.
  • Dann erläutern Hofbauer und Winkler den Ablauf eines Mitarbeitergesprächs: Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung.
  • Der Kommunikationsprozess während des Gesprächs mit noch einmal gesondert beleuchtet; wie funktioniert die Kommunikation und welche Rolle spielen Gefühle – das spielt für das Mitarbeitergespräch eine große Rolle.
  • Grundlage des Gesprächs sind Informationen, aber vor allem auch persönliche Meinungen und Bewertungen. Sie basieren auf Wahrnehmung. Welche Rolle Wahrnehmung hat, wird ebenfalls ausführlich erläutert.
  • Feedback-Geben kann ebenfalls ein wichtiges Element im Mitarbeitergespräch sein.
  • Gespräche können in eine ungewollte Richtung gehen, während des Gesprächs können Konflikte entstehen, ein Gespräch kann stocken – um solche Probleme im Gesprächsablauf zu lösen, gibt es konkrete Methoden der Gesprächsführung.
  • Mitarbeitergespräche sollten im Unternehmen als ein Element der Organisations- und Personalentwicklung verankert sein.

Indem Hofbauer und Winkler diese Themen ausführlich erläutern, zeichnen sie ein umfassendes Bild von Mitarbeitergesprächen, ihren Zielen, ihrem Ablauf und ihrer organisatorischen Einbindung. Anschließend zeigen sie, wie man diese Ergebnisse und Erkenntnisse in einen eigenen Leitfaden für Mitarbeitergespräche übersetzen kann. Beispiele der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank und von Siemens machen dies anschaulich.

In den letzten beiden Kapiteln ihres Buches betrachten die Autoren noch zwei besondere Fragestellungen:

  • Wie lässt sich das Mitarbeitergespräch mit einer leistungsorientierten Vergütung verbinden?
  • Wie führt man besonders schwierige Mitarbeitergespräche? Zum Beispiel, wenn Mitarbeiter innerlich gekündigt haben, ein unrealistisches Selbstbild haben oder wenn der Vorgesetzte nicht richtig kritisieren kann.

Im Anhang finden sich dann noch konkrete Musterformulare, Literatur ein Glossar und Stichwortverzeichnis. Außerdem werden Interviews mit erfahrenen Personalentwicklern unterschiedlicher Konzerne wiedergegeben, die zeigen sollen, welche Bedeutung Mitarbeitergespräche in diesen Unternehmen haben und welche Erfahrungen diese Personen damit gemacht haben.

Jedes Kapitel hat eine kurze Übersicht mit „Lernzielen“ und am Ende eine knappe Zusammenfassung der Inhalte. Dazwischen sind sie voll gepackt mit Informationen, Schaubildern, Tipps und Beispielen. Das unterstreicht noch einmal den hohen Nutzwert des Buches. Es gehört zur Pflichtlektüre jeder Führungskraft.