Mit der Rechnungslegung und Bilanzierung befassen sich im Allgemeinen nur Experten. Für manche Unternehmer nur ein lästiges Muss, eine gesetzliche Auflage, die es zu befolgen gilt – aber mit enormer Bedeutung, wie die Banken- und Finanzkrise zeigen. Seit einigen Jahren ist auch in dieses Aufgabengebiet einige Bewegung gekommen. Ausgelöst vor allem durch die Globalisierung, die zunehmende Verflechtung der Unternehmen und der Differenzierung der Kapitalmärkte.
Insbesondere Kapitalgeber brauchen verlässliche Informationen, die den Erfolg eines Unternehmens sichtbar und messbar machen. Auf internationaler Ebene haben sich dazu die International Financial Reporting Standards (IFRS) etabliert. Die deutschen Regelungen, die vor allem im Handelsgesetzbuch (HGB) festgehalten sind, waren damit nur eingeschränkt kompatibel. Nun soll ein Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) beide Systematiken aneinander annähern. Eine der weitreichendsten Änderungen des HGB, wie die beiden Herausgeber dieses Handbuchs in ihrem Vorwort meinen.
Jochen Treuz und Klaus Hipp sind erfahrene Wirtschaftsprüfer, Unternehmensberater und Trainer für Controlling-Themen und Rechnungslegung. In diesem Loseblattwerk haben sie mithilfe ihrer Autoren die Inhalte des BilMoG zusammengestellt und für die Praxis aufbereitet. Besonders hilfreich sind ihre umfassenden und verständlichen Erläuterungen, die vielen Beispiele und anschauliche Musterbilanzen. Checklisten, Vorlagen und Handlungsemepfehlungen helfen dem Bilanzierer, die neuen Regelungen in seine Praxis zu übertragen.
Zunächst geben die Autoren eine Übersicht über die Ziele des BilMoG. Dabei stehen die Vergleichbarkeit und die Annäherung an IFRS im Vordergrund. Die Autoren zeigen dann die möglichen Bilanzierungsbefreiungen und Erleichterungen auf. Den Kern des Handbuchs machen die Erläuterungen für Einzelabschlüsse und Konzernabschlüsse aus, sowie die Änderuungen bei den Angaben im Anhang. Für Einzelabschlüsse werden erklärt:
- die neuen Aktivierungs- und Bilanzierungspflichten,
- Abschreibungen und Wertaufholungen,
- Möglichkeiten zur Saldierung,
- Rechnungsabgrnezungsposten,
- Währungsumrechnungen,
- Hedge Accounting sowie
- Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel.
Für Konzernabschlüsse wird behandelt:
- Konsolidierungskreis,
- Schwellenwerte,
- Konsolidierungsmethoden,
- Ausgestaltung der Erwerbsmethode,
- latente Steuern,
- Geschäfts- und Firmenwerte sowie
- Währungsumrechnungen.
Schließlich werden die Auswirkungen der Neuregelungen im Handelsgesetzbuch (HGB-E) angeführt und erläutert. Solche gibt es im Bereich der Bilanzkennzahlen, der Steuerbilanz und der Organisation der Buchführung. Im Anhang haben die Autoren eine Tabelle aufgeführt, die die Bestimmungen nach altem HGB, HGB-Entwurf, Steuerrecht und IFRS widergibt. Eine zweite Tabelle zeigt auf, welche Bestimmungen sich nach dem BilMoG ändern werden.
Das Handbuch wendet sich vor allem an diejenigen, die sich mit den Änderungen der Vorschriften zur Rechnungslegung im Unternehmen auseinandersetzen dürfen. Ihnen wird Schritt für Schritt und detailliert erläutert, auf was sie sich einstellen müssen.
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