Harringer, Christoph; Maier, Hannes (Hrsg.)Change Communications Jahrbuch 2010

Das Buch stellt die Preisträger und andere Vorreiterbeispiele für die wichtige Veränderungskommunikation vor. Die Unternehmen schildern, wie sie ihren Wandel und Veränderungsprojekte durch Kommunikationsprojekte bei ihren Mitarbeitern verankert haben. Hintergrund ist der Wettbewerb: Change Communications Award 2010, der ebenfalls vorgestellt wird.

Berlin: Springer Verlag, 2010, 151 + XIV Seiten
ISBN-10: 3642144993
ISBN-13: 9783642144998
Rezensiert von: Redaktion business-wissen.de

 mit 5 von 5 Punkten bewertet

Veränderungen bewegen alle Mitarbeiter eines Unternehmens. Im positiven wie im negativen Sinn. Die einen wollen sich an Märkte und Wettbewerber anpassen, die anderen fürchten, dass sie ihre Stellung verlieren und sich an neue Abläufe gewöhnen müssen. Konflikte sind meistens vorprogrammiert. Welches Maß an Veränderung verträgt ein Unternehmen? Das ist auch eine Frage des geschickten Veränderungsmanagements (Change Management) und der Veränderungskommunikation. Und gerade diese wird bei vielen Veränderungsprojekten sträflich vernachlässigt.

Die Kommunikationsexperten Christoph Harringer und Hannes Maier wollen das Bewusstsein dafür entwickeln, dass die Veränderungskommunikation von entscheidender Bedeutung ist, wenn Veränderungen gelingen sollen. Dazu haben sie eine Auszeichnung ins Leben gerufen: den Change Communications Award.

In diesem Buch haben die Herausgeber erfolgreiche Praxisbeispiele zusammengestellt, in denen Unternehmen berichten, wie sie ihre Veränderungen gegenüber den Mitarbeitern und anderen Stakeholdern kommuniziert haben. Das sind unter anderem:

  • die interne Kommunikation beim Markenwechsel der Orange Austria Telecommunication
  • die Entwicklung des Gefühls der Zusammengehörigkeit und des Markenbewusstseins der Mitarbeiter bei Maico
  • Verhaltensänderungen der Mitarbeiter durch die Vodafone Academy 2009
  • Schulungen in Sachen Marke, Leitbild und Werte bei Geberit
  • mehr Kunden- und Serviceorientierung bei Deutsche Post DHL
  • die Festigung weit reichender organisatorischer Veränderungen bei den Mitarbeitern der Deutschen Telekom
  • Bewältigung von rasantem Wachstum der AutoVision
  • Wertekommunikation bei Siemens

Die Autoren erläutern jeweils die Ausgangslage in ihrem Unternehmen und die Probleme, die sie mit den Veränderungen erkannt haben. Sie schildern die Ziele ihres Projekts und die Vorgehensweise. Dabei stellen sie auch einige Methoden und Werkzeuge vor, die sie einsetzten. Schließlich beurteilen sie die Ergebnisse und Erfolge. Da es sich um Vorreiterprojekte handelt, fallen die Urteile meist sehr positiv aus. Es bleibt dem Leser überlassen, ob er zwischen den Zeilen erkennen kann, was vielleicht doch nicht so glanzvoll lief und wo ein Ziel noch nicht erreicht wurde.

Um diese Fallbeispiele besser einordnen und bewerten zu können, haben die Herausgeber Harringer und Maier noch ein paar allgemeine Informationen zum Thema Change Communications vorne dran gepackt. Sie machen noch einmal deutlich, worum es eigentlich geht:

  1. Informieren
  2. Akzeptanz schaffen
  3. Aktivieren

Gleichzeitig machen sie auch Werbung für Ihren Wettbewerb: den Change Communications Award. Da dieses Ansinnen nicht versteckt und unterschwellig, sondern offen und ehrlich daher kommt, mag das für diese Buch akzeptabel zu sein. Denn der Leser erfährt in jedem Fall viel Spannendes und Praktisches zu diesem Thema.


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