Schaller, BeatChefsprache Strategien und Tools für ein Handwerk mit Zukunft

Ein Bilderbuch zum Blättern und Stöbern, das dem Leser (Unternehmer und Selbstständige) einige Triebkräfte für erfolgreiche Strategien vermittelt. Es geht um strategisches Denken und um die Kommunikation über die richtigen Strategien. Ansprechend sind die vielen Bilder und Fotos und das etwas andere Layout.

Wien: Signum Verlag, 2010, 311 Seiten
ISBN-10: 3854364180
ISBN-13: 9783854364184
Rezensiert von: Redaktion business-wissen.de

 mit 4 von 5 Punkten bewertet

Der Image-Berater und Kommunikations-Experte Beat Schaller hat ein ungewöhnliches Buch geschrieben – besser gesagt: zusammengebaut. Denn es ist vor allem ein Bilderbuch und Werkzeugkasten. Der Autor will damit zeigen, welche Werkzeuge für diejenigen wichtig sind, die ein Unternehmen leiten. Die zentralen Themen, denen sich jeder Chef stellen muss, sind:

  • strategisches Denken und Strategien entwickeln
  • richtig kommunizieren mit den Mitarbeitern, um Strategien auch umzusetzen

Schallers Anspruch ist es, das beste Wissen aller Zeiten zum Thema strategisches Management und rhetorische Kommunikation in diesem Buch vorzustellen und zu erklären. Das sind 16 Strategiekonzepte und 10 Kommunikationstools, die Schaller für essenziell hält. Zu den Strategiekonzepten zählt das Denken in diesen Kategorien:

  • Exzellenz
  • Wertschöpfung
  • Business Mission
  • Wettbewerb
  • Wachstum
  • Portfolio
  • Weltmarktführer
  • Differenzierung
  • Marke
  • Balanced Scorecard
  • Resultate
  • Controlling
  • Ökonomie
  • Rationalität
  • Emotionalität
  • Management

Und die rhetorischen Werkzeuge sind:

  • Kernbotschaften wiederholen
  • Vergleiche anstellen
  • Bilder wecken
  • Geschichten erzählen
  • Gegensätze aufreißen
  • Zahlen einsetzen
  • Fragen stellen
  • Steigerungen nutzen
  • neue Sprachwelten erschließen
  • klare Begriffe verwenden

Was mit diesen Schlagworten gemeint ist, erklärt Schaller dann in jeweils einem Kapitel. Meist nutzt er ein etabliertes Modell, das in Form eines Schaubilds visualisiert wird. Dann erklärt er dieses Modell (Text) und führt Beispiele auf, welche Unternehmen und Personen es sich zu Eigen gemacht haben. Schließlich verweist er auf andere Strategien und Werkzeuge der Kommunikation. So kann oder muss der Leser im Buch oft hin und her blättern. Doch die Gestaltung mit viel Weißraum, viel Übersicht, großen Reitern, vielen, vielen Bildern und Fotos lädt sowieso eher zum Stöbern als zum Lesen ein. Der lesende Unternehmer pickt sich so nach und nach die Puzzleteile oder Bausteine heraus, die ihn ansprechen – in der Hoffnung, am Ende ein stimmiges Bild zu bekommen. Die Stärke des Buches sind die vielen Bilder und Fotos, die einige zentrale Aussagen (insbesondere im Kommunikationsteil) sehr anschaulich machen. Gewöhnungsbedürftig ist die oft martialische Sprache des Autors, die ein wenig übertrieben wirkt.

Richtig schlau wird man aus dem Buch also nicht, dafür bleibt es zu sehr an der Oberfläche; aber der informierte Leser wird das Meiste sowieso schon in den einschlägigen Ratgebern oder Lehrbüchern erfahren haben. Doch das Buch kann Impulse und Ideen vermitteln, manchen vielleicht sogar die Augen öffnen – und sicherlich wird es jedem Leser in Erinnerung bleiben.


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