Die beiden erfahrenen Coachs Joseph O‘Connor und Andrea Lages geben in diesem Buch einen Überblick über die Einsatzbereiche und das Leistungsvermögen des Coachings. Sie beschreiben ihre Suche nach der Essenz des Coachings und stellen unterschiedliche Richtungen und „Schulen“ vor wie beispielsweise:
- Entwicklungscoaching,
- Verhaltenscoaching,
- integrales Coaching,
- Coaching mit positiver Psychologie und
- Neurolinguistisches Programmieren (NLP).
Hier erläutern die Autoren mögliche Anwendungen und Qualitätskriterien und sie vermitteln Beispiele und Trends. So erhalten Trainer, Personalentwickler, Führungskräfte und andere an Coaching Interessierte eine hilfreiche Orientierung über das Coaching, das in den letzten Jahren große Bedeutung gewonnen hat.
Coaching ist dadurch gekennzeichnet, dass der Klient (Coachee) selbst die Erfahrung mitbringt, die bei der Lösungsfindung für sein Problem hilft. Der Coach unterstützt ihn durch spezifische Fragestellungen beim Lernen, bei Veränderungen und bei der Entfaltung persönlicher Potenziale. Andere Herangehensweisen wie Training, Beratung, Mentoring oder Therapie unterscheiden sich vor allem dadurch, dass der Klient dort die Lösung vom anderen erwartet; beim Coaching ist er selbst aktiv, bei den anderen Formen ist er eher passiv.
Im ersten Teil des Buches beschreiben O‘Connor und Lages die Merkmale des Coachings. Sie zeigen, dass es unterschiedliche Definitionen gibt und arbeiten heraus, was ihnen im Allgemeinen gemeinsam ist. So erarbeiten sie ihr Bild vom Coaching, von der Beziehung zwischen Coach und Klient, von der Bearbeitung eines Anliegens, von Lern- und Veränderungsprozessen. Besonders interessant und anregend ist die Geschichte des Coachings, die O‘Connor und Lages vorstellen. Sie beschreiben diese aus der Perspektive der Personen, die das Coaching maßgeblich entwickelt und geprägt haben. An vorderster Stelle steht hier Thomas Leonard. Dann ergänzen sie die Perspektive des Umfelds, des Kontexts und der Kultur. Hier stellen sie die Disziplinen vor, die für das Coaching wichtig sind:
- Humanistische Psychologie,
- östliche Philosophie,
- Konstruktivismus,
- Sprachwissenschaft.
Im zweiten Teil des Buches erläutern die Autoren dann die unterschiedlichen Richtungen des Coachings. Sie stellen jeweils die grundlegenden Prinzipien und den Prozess des Coachings vor. An einem konkreten Beispiel zeigen sie, wie der Coach, der einer der genannten Richtungen folgt, seinem Klienten helfen würde. Diese Erläuterungen sind zwar nur allgemein gehalten, machen aber schon deutlich, wie man beim Coaching vorgeht und wie sich die einzelnen Coaching-Richtungen voneinander unterscheiden; durch ihre unterschiedlichen Herangehensweisen und Vorgehensweisen.
In den letzten beiden Teilen zeigen O‘Connor und Lages dann, wie man die Ergebnisse des Coachings messen kann. Dafür gebe es vier Arten:
- die subjektive Bewertung durch den Klienten selbst,
- sichtbare Verhaltensänderungen,
- Veränderungen in der Unternehmenskultur,
- effektiveres und effizienteres Funktionieren des Systems.
Abschließend stellen die Autoren noch einige Trends und die Zukunft des Coachings vor. Ihre Erläuterungen sind für denjenigen sehr anregend und hilfreich, der sich einen Einblick und Überblick über das Coaching verschaffen will. Sie beschreiben die Methoden und Werkzeuge nur knapp; das Buch ist also kein Lehrbuch oder Ratgeber – statt dessen eben ein Atlas, der dem Leser Orientierung bietet.
- Fachkompetenz
- Führungskompetenz
- Führungsstil
- Gesundheitsmanagement
- Jobwechsel
- Kundenzufriedenheit
- Lernen
- Mentoring
- Organisationsentwicklung
- Personalentwicklung
- Personalvermittlung
- Persönlichkeitsentwicklung
- Präsentation
- Selbstmanagement
- Servicequalität
- Soziale Kompetenz
- Unternehmensberatung
- Unternehmensgründung
- Verkaufstraining
- Weiterbildung
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