Der Umweltschutz ist für alle seriös arbeitenden Unternehmen zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Denn die Gesetzgebung hat einen klaren Rahmen gesteckt, was Sicherheit und Abfallwirtschaft angeht. Und die Unternehmen haben erkannt, dass sich mit Umweltschutz oft viel Geld sparen lässt und auch die Kunden ein umweltverträgliches Verhalten erwarten. Dennoch gibt es nach wie vor noch weite Spielräume für Verbesserungen. Christoph Herrmann ist diesen in seiner wissenschaftlichen Arbeit nachgegangen.
Er erweitert die Perspektive weg von der einfachen Produktion von Produkten hin zum gesamten Lebenszyklus eines Produkts. Insbesondere die Rücknahme und Demontage von elektronischen Produkten (durch gesetzliche Vorgaben forciert) und das Recycling spielen eine wichtige Rolle. Das wiederum lenkt den Blick auf die Entwicklung und Konstruktion von Produkten, wo die Bedingungen und Möglichkeiten festgelegt werden, wie gut ein Produkt am Ende seines (ersten) Lebenszyklus wieder verwendet oder verwertet werden kann.
Wie bei wissenschaftlichen Arbeiten üblich teilt sich das Buch in zwei große Bereiche. Mit den ersten fünf Kapiteln stellt Herrmann den theoretischen Rahmen, die Systematik und einige Modelle und Methoden vor, die helfen sollen, den Lebensweg von Produkten zu erfassen und zu beschreiben. Er bedient sich dabei unterschiedlicher Disziplinen und Forschungsstränge, vom systemischen Management über das Informationsmanagement und Wissensmanagement bis hin zum Prozessmanagement.
Der Autor stellt diese „klassischen“ Disziplinen immer in einen Zusammenhang mit seinem Modell vom Produktlebenszyklus. Er erweitert die Perspektive und Modelle und bildet das in (meist recht komplexen) Grafiken, Schaubildern und Modellen ab. Der Leser bekommt damit das sehr umfangreiche Handlungsfeld aufgespannt, das für eine lebenszyklusorientierte Betrachtung von Produkten, Herstellung und Recycling relevant ist. Dabei muss Herrmann aufgrund der Stofffülle meist abstrakt und allgemein bleiben.
Im letzten Kapitel stellt Herrmann dann alle diese Bausteine noch einmal zu einem eigenen Modell zusammen: sein Bezugsrahmen für ein ganzheitliches Life Cycle Management. Dabei unterscheidet er nun vier Phasen, die gemanagt werden müssen:
- Produktmanagement
- Produktionsmanagement
- After-Sales-Management
- End-of-Life Management
Herrmann stellt sehr ausführlich vor, welche wissenschaftlichen Erklärungsmodelle und Methoden es für diese Phasen jeweils gibt und stellt auch einige konkrete Werkzeuge vor. Zum Beispiel für die Kostenplanung, für die Produktplanung (FMEA, QFD) oder für die Prozessplanung. Mit besonderem Fleiß und Akribie und mit der Begabung, in ein dichtes und komplexes Themenfeld Strukturen einzuziehen, schafft es Herrmann, dem interessierten und geduldigen Leser sein Modell des Lebenszyklusmanagements zu beschreiben. Der Praktiker erfährt, welche Handlungsfelder er betrachten sollte, auch wenn er hier keine konkreten Lösungsvorschläge erhält.
- Geschäftsmodell
- Geschäftsplan
- Gesundheit
- Innovationsprozess
- Innovationsstrategie
- Kundenorientierung
- Markenmanagement
- Marketing-Instrument
- Portfolio
- Produkthaftung
- Produktplanung
- Prozessmanagement
- Stakeholder
- Studie
- Unternehmensethik
- Unternehmensimage
- Unternehmenskultur
- Unternehmensziel
- Wachstumsmarkt
- Öko-Image
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