Die Autoren Eva Best und Martin Weth sind Unternehmensberater, die ihr Handwerk bei der Deutschen Bank und bei der Lufthansa gelernt haben. Dort hatten Sie jahrelang mit der Gestaltung und Optimierung von Geschäftsprozessen zu tun. Ihre Erfahrungen haben sie hier in einen strategischen Praxisleitfaden zur Prozessoptimierung gepackt.
Die Gliederung des Buches orientiert sich an der üblichen Vorgehensweise des Prozessmanagements:
- Identifikation der Auslöser für Veränderungen
- Potenzial- und Schwachstellenanalyse
- Redesign
- Umsetzung in der Organisation des Unternehmens
- Nachbereitung in Form von Erfolgsmessung und Sicherung der Nachhaltigkeit
Im ersten Teil führen Sie mögliche Gründe für die Neugestaltung von Prozessen im Unternehmen auf. Interessant ist die Meinung der Autoren, dass gerade der Erfolg eines Unternehmens Ursache für mangelhafte Prozesse ist. Die wichtigsten Erfolgsfaktoren zu Beginn der Prozessgestaltung sind:
- eine klare und mitreißende Vision
- das richtige Reorganisationsteam
- die systematische Vorgehensweise
Zur Potenzialanalyse gehören der Blick auf den Markt, Kunden und Wettbewerber und auf die eigenen Kernkompetenzen. Wer dann den Blick auf die eigenen Prozesse lenkt, erkennt seine Schwachstellen und in der Problemdiagnose die großen Brocken, an denen es anzusetzen gilt. Daraus leiten sich schließlich die Ziele der Reorganisation und Prozessgestaltung ab.
Das Design von Prozessen bewegt sich nach Best und Weth zwischen Kreativität und der Anwendung von Faustregeln. Zu diesen gehören: Eliminierung von Unnötigem, Parallelisierung, Standardisierung, Automatisierung und Sicherstellen der Prozessqualität. Insbesondere die Schnittstellen zu Kunden und Lieferanten sollten funktionieren. Auch die Themen Outsourcing und Flexibilisierung von Prozessen sprechen die Autoren an. Mit ihrem Instrument des Target Activity Grid messen sie die Güte ihrer Prozesse.
Nach Planung und Design kommt die Umsetzung. Hier beschreiben Best und Weth einige Regeln des Change Management. Sie greifen die Unternehmenskultur, den Change Manager, das Beziehungsmanagement und die Angst vor Veränderungen als Themen auf.
Der Schluss des Buches befasst sich mit der Erfolgskontrolle und dem Wissensmanagement, damit sichergestellt wird, dass die Erfahrungen im Unternehmen aufgehoben werden. Hier bleiben die Ausführungen knapp.
Die Autoren kennen das notwendige Werkzeug und die wichtigen Instrumente des Prozessmanagements. Mit ihrem roten Faden, den sie durch das Buch gelegt haben, führen sie es dem Leser vor. Die Beispiele verdeutlichen die einzelnen Aussagen, auch wenn die eine oder andere Geschichte aus dem Nähkästchen dem Buch mehr Lebendigkeit verliehen hätte. Wer sich einen Überblick über das Thema Projektmanagement und die wichtigsten Aspekte verschaffen will, für den ist es ein hilfreicher Leitfaden.
- Ablauforganisation
- Change Management
- Erfolgsfaktor
- IT-Management
- ITIL
- Informationstechnik
- Kernkompetenz
- Kontinuierliche Verbesserung
- Kooperation
- Lean Management
- Organigramm
- Organisationsentwicklung
- Outsourcing
- Personalbeschaffung
- Produktion
- Produktivität
- Produktplanung
- Projektmanagement
- Shared Service Center
- Wettbewerb
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