Maskus, Peter; Mikova, LenkaGlobale Erfolgsgrundlagen Oder warum die Physiker den Strom nicht umtaufen

Es gäbe 27 Gründe, die den unternehmerischen Erfolg ausmachen, meinen die Autoren und beschreiben diese Erfolgsfaktoren anhand von zahlreichen Beispielen.

Frankfurt: FAZ Management Institut, 2007, 219 Seiten
ISBN-10: 3899811496
ISBN-13: 9783899811490
Rezensiert von: Redaktion business-wissen.de

 mit 3 von 5 Punkten bewertet

Die Betriebswirtschaft ist seit ihrem Bestehen bemüht, zu entdecken, was Unternehmen erfolgreich macht. Jede Studie und jeder Autor meint, andere Erfolgsfaktoren bestimmt zu haben. Doch bis heute weiß man nichts Genaues. Die beiden Unternehmensberater Peter Maskus und Lenka Mikova meinen nun, die 27 elementaren Prinzipien des Erfolgs ausgemacht zu haben. Sie beschreiben sie in diesem Buch.

Im ersten Teil ihres Buches machen die Autoren deutlich, auf welchen Modellen, Prinzipien und Erfolgsbeispielen sie ihr eigenes Modell aufbauen. Im Mittelpunkt steht dabei das Toyota Produktionssystem. Es wird als das Ideal vorgestellt, das zeigt, wie wichtige Methoden wie Kaizen, Six Sigma und andere in der Praxis wirksam werden. Daraus leiten sie dann ihre vier Dimensionen des Erfolgs ab. Das sind:

  • Menschen
  • Visionen, Ziele und Methoden
  • Zeit, Geld und Strategien
  • Rückkopplung und Innovation

Sie spannen den Raum auf, in dem im Hauptteil des Buches die 27 Erfolgsfaktoren, die Grundprinzipien des Erfolgs, vorgestellt und erläutert werden. Diese werden in den einzelnen Abschnitten kurz vorgestellt; Sachzusammenhänge werden aufgezeigt. Dann wird dies an einzelnen Praxisbeispielen veranschaulicht. Unter dem Stichwort „Karrikatur“ überzeichnen Maskus und Mikova noch einmal die zentrale Aussage zum jeweiligen Erfolgsfaktor. Schließlich sollen Lösungswege zeigen, wie betriebliche Aufgaben, die im Zusammenhang mit dem jeweiligen Prinzip stehen, gelöst werden können. Hier eine kleine Auswahl der Prinzipien:

  • Risiko
  • Verbesserung
  • Systematik
  • Schnelligkeit
  • Einfachheit
  • Differenzierung
  • Kreativität
  • Qualität
  • Lernfähigkeit

Das Buch lebt weniger von seiner Systematik, als von den vielen Beispielen und Geschichten, die deutlich machen sollen, was Maskus und Mikova jeweils meinen. Vieles gibt neue Einsichten, manches bleibt aber auch oberflächlich und banal. Der Leser dürfte sich fragen: Und was soll uns das jetzt sagen? So ist das Buch weniger Methodensammlung und Erfolgsfaktorenforschung, als die Zusammenfassung von Meinung und Erfahrung. Immerhin an vielen Stellen anregend und interessant. Den Stein der BWL-Weisen haben auch Maskus und Mikova nicht gefunden.


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