Viele Unternehmen lassen sich beraten. Manche regelmäßig und dauerhaft. Der Unternehmensberater spielt bei seinen Klienten (so nennt er seine Kunden) eine besondere Rolle. Er ist als Helfer engagiert und soll sein Know-how zur Lösung kniffliger Fragestellungen einbringen – ist aber auch oft nur schlecht gelitten. Selbst die Geschäftsleitung als Auftraggeber kann eine negative Einstellung zum Berater haben.
Warum ist das Verhältnis zwischen Berater und Klient so zwiegespalten? Welche Rahmenbedingungen spielen dabei eine Rolle? Wie lässt sich ein konstruktives und produktives Verhältnis entwickeln und worauf sollte ein Auftraggeber bei der Auswahl seiner Beratung achten? Solchen Fragen geht Martin Stellmacher nach, der selbst seit vielen Jahren als Unternehmensberater aktiv ist. Sein Ziel ist: Er will Unternehmen darüber aufklären, was sie beachten sollten, wenn sie einen Berater engagieren wollen.
Dazu beschreibt er zunächst die möglichen Konstellationen für ein Beratungsprojekt. Er erläutert, wann eine externe Beratung Sinn ergeben kann und unterscheidet vier typische Fälle:
- Es wird spezifisches Know-how gebraucht.
- Die Ressourcen des eigenen Unternehmens reichen nicht aus (zu wenige Mitarbeiterkapazitäten).
- Es kommt auf eine neutrale Sichtweise an oder es sollen Maßnahmen durch Externe legitimiert werden.
- Im Projekt braucht es eine neutrale Moderation oder sogar Mediation.
Doch oft sind die Erwartungen unklar, nicht deutlich formuliert, missverständlich oder sie ändern sich im Laufe des Projekts. Es sind also nicht nur schlechte Berater, die für Missstimmung sorgen, sondern auch schlechte Klienten. Welche Konstellationen sich daraus ergeben können und worin die besonderen Probleme liegen, das erläutert Stellmacher an einigen Beispielen. Er leitet daraus immer auch konkrete Regeln oder Vorschläge ab, worauf der Berater und der Klient jeweils achten sollten.
Haben sich beide Partner gefunden, dann kommt es darauf an, dass
- sie wertschätzend miteinander umgehen,
- das Beratungsprojekt in gegenseitiger Verantwortung für ihre jeweilige Aufgabe bearbeiten.
Der wertschätzende Umgang zeigt sich darin, dass viel miteinander und wenig übereinander gesprochen wird, dass man respektvoll miteinander umgeht. Bei der Durchführung des Projekts sollten immer die zentralen Schritte eines jeden Beratungsprojekts begangen werden:
- klare Zielsetzung
- ehrlicher Pitch
- ausführliche Auftragsklärung
- verbindliche Planung
- effiziente Durchführung
- Kick-off mit Signalwirkung
- Diagnose, Empfehlung und Implementierung
- Reflexion der Ergebnisse und Erkenntnisse
- Follow-up
Stellmacher weiß, wovon er spricht und schreibt. Aus allen seinen Ausführungen, erkennt der Leser, wo die Fallen liegen, was Probleme schaffen und wie Lösungen aussehen können. Er beschönigt nichts und steht als Berater nicht auf der Beraterseite. Er will vor allem beim Klienten Sicherheit schaffen und deutlich machen, was beide Parteien einbringen müssen, wenn ein Beratungsprojekt erfolgreich sein soll.
Alle seine Erfahrungen fasst er am Ende in 13 goldenen Regeln zusammen – jeweils für Berater und für den Klienten. Wer sie berücksichtigt, reduziert das Risiko, viel Geld für wenig Leistung zum Unternehmensfenster rauszuschmeißen.
Als Premium-Mitglied haben Sie Zugriff auf das gesamte Management-Handbuch:
- über 100 praktische Lösungshilfen
- mehr als 1.000 Vorlagen zum Download:
Präsentationsvorlagen, Arbeitsvorlagen, Checklisten, Kalkulationstabellen - nur 57,-EUR pro Jahr
- Ermäßigung für Studierende



