Trotz oder gerade wegen Internet immer neuen Medien, Tausenden von Büchern und Fachpublikationen jedes Jahr noch immer stellt sich die Frage: Wie kommt man möglichst rationell an jene Informationen, die für die eigene Arbeit oder für das eigene Interessensgebiet wirklich von Bedeutung sind. Genau diese stellt der Wissenschaftsjournalist Joscha Remus an den Anfang seines Buches und darauf will er Antworten geben. Dabei führt er den Leser über acht Wissenswege zu seinen Lösungen. Er will dem Leser damit helfen, seine eigenen Wissenswege zu finden und sein privater Wissensmanager zu werden. Die Wissenswege sind:
- Erkennen
- Überblicken
- Befreien
- Staunen
- Fragen
- Einlassen
- Hören
- Erweitern
Was sich jeweils dahinter verbirgt, beschreibt Remus sehr ausführlich in einem eher journalistischen Stil. Er erzählt Geschichten, führt in die Gedankenwelt und Theorien von Forschern ein, die sich mit der Informationsverarbeitung in unserem Gehirn, mit kognitiven Prozesse und neurobiologischen Fragestellungen (ein besonderes Wissensgebiet des Autors) befassen, die IT-Experten sind oder Science Fiction Bücher schreiben. Mit diesen Personen hat Remus Interviews geführt, die er im Buch als Einstieg in die einzelnen Kapitel abdruckt.
Dazwischen werden Definitionen geliefert und Philosophen oder andere Wissens-Weise zitiert. Außerdem gibt es Zahlen, Daten und Fakten als Belege, konkrete Tipps und Checklisten sowie Übungen zum Selbermachen. Wer das Buch liest, erhält eine Fülle von Informationen; charmant aufbereitet und in einem eingängigen Stil geschrieben. Trotzdem fragt man sich als Leser immer wieder: Und nun? Was soll ich tun? Wie soll ich es tun? Konkrete Hilfestellungen sind eher selten, sehr selektiv oder doch allgemein.
Dabei erfreut sich der Autor gerne an neuen Methoden des Wissensmanagements. Wikis und Weblogs werden als ganz neue Form des persönlichen und organisationalen Wissensmanagements gelobt. Leider wird nicht reflektiert, ob diese Formen der Wissensorganisation und darstellung für den Normal-Wissenden-Menschen wirklich hilfreich sind und nicht nur für Info-Freaks. So ist das Buch eher eine lange und ausführliche Erzählung darüber, was Wissen und eine Wissensgesellschaft heute ist, was sie sein kann und was sie sein sollte. Es ist aber kaum ein Ratgeber für konkrete Such- und Findestrategien Ausnahme sind zwei Workshops, in denen der Autor aufzeigt, wie man sich mit seinem Browser eine persönliche Linksammlung anlegt.
Gleichwohl ist es für alle an diesem Thema Interessierte eine anregende, erweiternde und oft auch spannende Lektüre, die den Blick für neues Denken und Umgehen mit Informationen und Wissen eröffnet.
- Audit
- Change Management
- Corporate Identity
- Erfahrungsaustausch
- Gehirntraining
- Ideenmanagement
- Informationstechnik
- Innovationskultur
- Innovationsstrategie
- Intranet
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- Mittelstand
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- Weiterbildung
- Zusammenarbeit
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