Wenn Unternehmen global agieren, wollen Anleger und Geschäftspartner weltweit verlässliche Kennzahlen über das Unternehmen haben. Damit diese vergleichbar sind, braucht es einheitliche Regeln für die Rechnungslegung. In diesem Buch werden die International Financial Reporting Standards (IFRS) ausführlich beschrieben und erläutert. Es ist deshalb ein ausgezeichneter Einstieg und ein Lehrbuch für alle, die sich beruflich oder im Rahmen ihrer Aus- und Weiterbildung mit diesem Thema befassen wollen.
Bernhard Pellens, Rolf Uwe Fülbier und Joachim Gassen, alle drei Hochschulprofessoren, haben die 1000 Seiten des Buches in 29 Kapitel unterteilt. Diese lassen sich drei großen Blöcken zuordnen:
- Zunächst erläutern sie die Hintergründe der Rechnungslegung, ihre Theorie, die Bemühungen um ihre Internationalisierung und insbesondere die Unterschiede zwischen dem alten deutschen Recht der Rechnungslegung (HGB und Steuerrecht), den US-amerikanischen Regelungen (GAAP) und dem des International Accounting Standards Board (IASB), das die IFRS entwickelt und festlegt.
- Im Hauptteil des Buches werden die einzelnen Regelungen systematisch vorgestellt und erläutert.
- Im letzten Kapitel gehen die Autoren auf die Zukunft der internationalen Rechnungslegung ein.
Im Hauptteil wird die Regelwelt des IFRS ausführlich erläutert. Die Autoren arbeiten sich dabei durch die einzelnen Bilanzpositionen durch. Es werden vor allem Bilanzansatz-, Bilanzbewertungs-, Ausweis- und Konsolidierungsfragen behandelt. Besonders interessant sind die jeweiligen Vergleiche des IFRS mit den US-amerikanischen GAAP und den deutschen Bestimmungen des HGB. Hier wird deutlich, worin die wesentlichen Unterschiede liegen und woher sie rühren; während beim HGB das Vorsichtsprinzip und der Gläubigerschutz eine zentrale Rolle spielen, geht es im IFRS vor allem um die Informationsfunktion und den Anlegerschutz. Beispiele für die im Hauptteil behandelten Positionen (Kapitel) sind:
- immaterielle Anlagevermögen
- Sachanlagevermögen
- Immobilien als Finanzinvestition
- Pensionsverpflichtungen
- Eigenkapital
- Aktienoptionen
- Finanzinstrumente
- Leasing
- Unternehmenszusammenschlüsse und Konsolidierungen
Vor jedem Kapitel nennen die Autoren die jeweiligen Lernziele. Wie in Lehrbüchern zur Rechnungslegung üblich werden die Ausführungen mit konkreten, aber fiktiven Rechenbeispielen veranschaulicht. Beispielrechnungen und Fragen zur Reflexion sollen die Ausführungen und die komplexe Materie beim Leser verankern. Am Ende eines jeden Kapitels bieten die Autoren Übungen an, anhand derer der Leser sein erworbenes Wissen überprüfen und festigen kann. Am Ende zeigt eine Umsetzungsfallstudie, wie IFRS in einem Unternehmen eingeführt werden kann.
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