„Um mein Zeitmanagement zu verbessern, habe ich keine Zeit.“ Stöhnen die vielbeschäftigten Manager. Und in der Tat ist es sehr aufwendig, seine Routinen und Verhaltensweisen auf ein neues Zeitmanagementsystem umzustellen. Viele überwinden diese Anfangsbarriere nicht. Nun verspricht der Unternehmensberater und Coach Ralph Brugger, dem abzuhelfen; mit einem ganz anderen Zeitmanagementsystem, das er in diesem Buch vorstellt.
Sehr viel Text, sehr klein gedruckt, sehr ausschweifend erzählt – da muss der Leser erst einmal viel Zeit mitbringen, um sich durch die Inhalte zu arbeiten. Immerhin gibt Brugger den Tipp, erst im dritten Teil des Buches einzusteigen, wenn man sich in akuter Zeitnot befindet. Und sein Inhaltsverzeichnis ist sprechend und anregend geschrieben, sodass sich der Leser die Kapitel herauspicken kann, die ihm interessant erscheinen. Hier ein paar Beispiele:
- Keine Macht den Zeitmanagement-Typberatern. Ich bin ich. Sie sind Sie. Und so soll es auch bleiben!
- Zeitnot ist das falsche Wort. Warum Zeitnot kein Problem ist.
- Ein wichtiges Etappenziel – Klar Schiff! Ihr physisches Deck ist geschrubbt und blankpoliert.
- Warum die „lange Weile“ eine gute Sache ist – und sich das „Zeit nehmen“ auszahlt.
Diese Beispiele machen deutlich: Brugger will ein wenig gegen den Strich bürsten. Er will Zeit-Querdenker sein und den Leser durch seine lockere, flockige Sprache aufmuntern, erheitern und optimistisch stimmen. Aber was steckt an konkreten Vorschlägen drin? Eine Fülle von Tipps und Anregungen und das altbekannte Modell, wie Aufgaben effektiv und effizient abgearbeitet werden (und beispielsweise von David Allen mit seiner Methode „Getting Things Done“ dargestellt werden).
An einigen Stellen erweitert, ergänzt oder modifiziert Brugger dieses Modell. Dann erhält der Leser praktische Tipps. Zum Beispiel zur Frage: Warum To-Do-Listen keinen Sinn machen. Sie bergen nach Bruggers Meinung zu viele Fehlerpotenziale:
- Schwierige Aufgaben verstopfen den Arbeitsfluss.
- Einträge werden nicht richtig gruppiert.
- Ideen stehen am falschen Platz.
- Manche Einträge sind unnötig.
- Nicht alles kann an einem Tag erledigt werden.
Das erläutert der Autor ausführlich und an einem konkreten Beispiel. Statt der klassischen To-Do-Liste empfiehlt Brugger das Pflichtenheft. Eines seiner Schlüsselbegriffe, den er aus dem Projektmanagement übernommen hat. Er erklärt, wie man seine Aufgaben und damit das Zeitmanagement mit einem einfachen, aber richtig gegliederten und geführten Pflichtenheft plant, im Blick behält und abarbeitet.
So ist das Buch auch ein Ratgeber, aber durch die langen, weitschweifenden Erzählungen, die häufigen Wiederholungen, die blumige Sprache eher ein Geschichtenbuch. Mal mehr, mal weniger unterhaltsam. Man muss als Leser schon sehr viel Zeit mitbringen, um sich von der Zeitmanagement-Philosophie Bruggers anstecken zu lassen.
- Ablauforganisation
- Büroorganisation
- Entscheidungsfindung
- Führungskompetenz
- Gesprächsführung
- Kommunikationskompetenz
- Konzeptentwicklung
- Kreativität
- Persönlichkeitsentwicklung
- Problemlösetechnik
- Produktivität
- Präsentation
- Rede halten
- Rhetorik
- Schlüsselqualifikation
- Stress
- Telefonieren
- Vortrag
- Work-Life-Balance
- Zielplanung
Als Premium-Mitglied haben Sie Zugriff auf das gesamte Management-Handbuch:
- über 100 praktische Lösungshilfen
- mehr als 1.000 Vorlagen zum Download:
Präsentationsvorlagen, Arbeitsvorlagen, Checklisten, Kalkulationstabellen - nur 57,-EUR pro Jahr
- Ermäßigung für Studierende



