„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“ Ein Vorurteil. Tatsächlich hat die Gehirnforschung nachgewiesen, dass Menschen bis ins hohe Alter lernen – wenn sie aktiv bleiben und ihren Geist fordern. Die Journalistin Monica Fauss hat in diesem Buch viele Beispiele zusammengestellt, die zeigen, wie Menschen in ihrer „zweiten Lebenshälfte“ aktiv sind und lernen. Doch sie zeigt auch auf, welche Vorurteile dabei noch immer wirksam sind und welche Hürden es zu überwinden gilt. Denn:
- Ältere Menschen haben Bildung meistens als etwas Zwanghaftes erfahren.
- Sie stehen Bildungseinrichtungen deshalb skeptisch gegenüber.
- Sie trauen sich selbst zuwenig zu.
- Sie haben oft nicht die finanziellen Mittel, um selbst teure Kurse zu bezahlen.
Monica Fauss zeigt in diesem Buch, wie Bildung zu einem erfüllten Lebensabend beitragen kann und welche Ansätze und Angebote für Ältere es bereits gibt. Sie beschreibt dazu im ersten Teil des Buches einige Forschungsergebnisse, die zeigen, dass Lernen auch im Alter funktioniert und dass es ausreichende Lernpotenziale gibt. Voraussetzung ist, dass die Lernangebote, Methodik und Didaktik auf die spezifischen Bedürfnisse dieser Menschen eingeht.
- Sie brauchen ausreichend Zeit, um Neues zu erfassen und selbst auszuprobieren.
- Sie wollen sich mit anderen austauschen.
- Sie brauchen sehr gut strukturiertes Lernmaterial.
- Sie müssen einen engen Praxisbezug erkennen und erfahren.
- Auf ihren Gesundheitszustand muss geachtet werden.
Auch im Beruf kann das Lernen der Älteren noch eine große Rolle spielen. Hier geht es vor allem um das Weitergeben von Erfahrungen. In Lerntandems können Jüngere vom Wissen ihrer älteren Kollegen profitieren. Fauss zeigt auf, welche Faktoren dabei hilfreich sind und welche Rahmenbedingungen geschaffen werden sollten, damit altersgerechtes Lernen funktioniert.
Im dritten Teil beschreibt sie ausführlich viele Beispiele und Projekte, wie das im Einzelfall funktionieren kann. Das reicht von Seniorenakademien über spezifische Angebote von etablierten Bildungseinrichtungen. Ausführlich nennt sie Beispiele, wie Unternehmen für ihre Belegschaft jenseits der 50er aktiv sind und spezifische Lernangebote machen. Fauss macht deutlich, dass davon die Unternehmen und die Mitarbeiter gleichermaßen profitieren.
Sie erklärt, wie Lernangebot konzipiert sein sollen und erläutert einen Lernleitfaden für ältere Menschen. Die wichtigsten Elemente und Lernhelfer dabei sind:
- Motivation
- Emotion
- körperliche Bewegung
- Aufmerksamkeit
- Belohnung
Die zahlreichen Beispiele und Geschichten von Betroffenen machen das Buch anschaulich und sehr lesenswert. In erster Linie zeigt Fauss den Menschen um die 50 und älter, wie sie mehr Lebenslust aus dem Lernen ziehen können. Sie entwickelt aber auch für Lernanbieter – Bildungseinrichtungen und Unternehmen – konkrete Lösungen, die diese aufgreifen können.
- Assistenz
- Berufsausbildung
- Bewerbung
- Cheffassistenz
- Coaching
- Empowerment
- Führungskompetenz
- Jobwechsel
- Lernen
- Mitarbeiterorientierung
- Personalbeschaffung
- Personalentwicklung
- Persönlichkeitstyp
- Potenzialentwicklung
- Projektmanagement
- Schlüsselqualifikation
- Servicequalität
- Soziale Kompetenz
- Weiterbildung
- demografischer Wandel
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