Führungskräfte und Vorgesetzte sprechen zuwenig mit ihren Mitarbeitern. Es wird kaum über Ziele gesprochen, die der Mitarbeiter erreichen soll und noch weniger werden Leistungen beurteilt. Denn es besteht keine Lobkultur und Missstände werden nicht richtig an- und ausgesprochen, um Konflikte zu vermeiden. Eine solche pauschale Behauptung wird die Realität in den Betrieben nicht immer treffen, aber Defizite bei Zielvereinbarungen und Leistungsbeurteilungen gibt es fast in jedem Unternehmen. Dieses Buch zeigt Auswege und Lösungen.
Die beiden Autoren, Robert Müller und Doris Brenner, sind seit vielen Jahren als Personalentwickler in Unternehmen oder als Berater aktiv und haben in diesem Buch ihre Erfahrungen zusammengestellt. Wichtigstes Thema ihres Buches ist die Mitarbeiterbeurteilung. Im ersten Kapitel erläutern sie, was damit gemeint ist. Sie beschreiben Ziele und Aufgaben dieses Management-Instruments. Außerdem stellen sie gängige Methoden vor. Das sind beispielsweise:
- freie Beurteilung,
- Einstufungsverfahren,
- Rangreihenverfahren,
- zielorientierte Beurteilung,
- Kennzeichnungsverfahren,
- 360-Grad-Rückmeldung,
- Feedbackgespräche,
- Projektabschlussgespräche,
- Selbstbeurteilungen.
Kurz und knapp werden diese Methoden benannt und vorgestellt. Keine Beurteilung ohne Ziele, die den Maßstab der Beurteilung abgeben. Deshalb erläutern die Autoren im dritten Kapitel ausführlich die Methode der Zielvereinbarung. Insbesondere geben sie konkrete Beispiele, wie Zielvereinbarungsgespräche durchgeführt werden. Besondere Stärke des Buches sind die vielen Muster- und Arbeitsvorlagen, die der Leser direkt nutzen kann.
Solche findet er auch zur Entwicklung seiner Beurteilungskriterien, um die es im vierten Kapitel geht. Merkmale können sein: Arbeitsqualität, Arbeitsquantität, Innovationsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit, Selbständigkeit, Zusammenarbeit und Mitarbeiterführung. Müller und Brenner leiten her, wie eine Beurteilungsverfahren aussehen kann und worauf man in der Praxis achten soll. In den nächsten Kapiteln beschreiben sie, wie die Beurteilung abläuft. Die wichtigsten Phasen sind:
- Planung
- Vorbereitung
- Umsetzung
- Durchführung
In weiteren vier Kapiteln liefern die Autoren für diese Schritte konkrete Mustervorlagen, Bausteine für Beurteilungsformulierungen, fertige Gesprächsbausteine für Mitarbeitergespräche und sie beantworten Fragen aus der Praxis. So ist das Buch ein hervorragender Leitfaden für die Mitarbeiterbeurteilung. Der Leser kann sich damit umfassend und sehr praxisnah vorbereiten. Gleichwohl bleibt es seine Aufgabe, dies dann auch in seinem Arbeitsbereich umzusetzen. Das ist im Einzelfall nicht immer so leicht. Denn dann sitzt man live seinem Mitarbeiter gegenüber und soll nun Auge in Auge das Erlernte umsetzen.
- Arbeitsrecht
- Arbeitszeugnis
- Assessment-Center
- Ausbildung
- Bewerbung
- Bewerbungsgespräch
- Internet
- Leistungsbeurteilung
- Mitarbeitergespräch
- Mitarbeiterorientierung
- Motivation
- Networking
- Personalauswahl
- Personalbeschaffung
- Personalentwicklung
- Personalverwaltung
- Persönlichkeitstyp
- Rückmeldung
- Talentmanagement
- Zielgespräch
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