In vielen Unternehmen beklagen die Mitarbeiter, dass sie viel Zeit in nutzlosen Besprechungen verbringen. Oft liegt das daran, dass diese Besprechungen schlecht vorbereitet und schlecht moderiert werden. Damit die Effektivität und die Effizienz von Besprechungen (aber auch von anderen Gruppensitzungen und Workshops) gesteigert wird, braucht es eine professionelle und erfahrene Moderation. Insofern gehört das Moderieren schon zu den Schlüsselqualifikationen für viele Mitarbeiter.
Zu den Aufgaben des Moderators gehören dabei:
- Arbeitsprozesse voranbringen,
- Teilnehmer motivieren,
- Diskussionsbeiträge visualisieren und
- Ergebnisse festhalten.
Die beiden erfahrenen Trainerinnen und Beraterinnen Amelie Funcke und Eva Havenith haben in diesem Buch einen praktikablen Werkzeugkasten für Moderatoren zusammengestellt, der genau bei diesen Aufgaben unterstützt. Er umfasst über 80 Methodenvorschläge. Sie richten sich an Mitarbeiter und Führungskräfte in Unternehmen, die Besprechungen und Workshops moderieren wollen, aber auch an Trainer, die als Multiplikatoren diese Kompetenzen an andere vermitteln wollen.
In einem ersten Teil des Buches stellen die Autorinnen ein Ablaufschema für die Moderation vor und die Werkzeuge die helfen, um
- in ein Thema aktiv einzusteigen,
- einzelne Themen zu bearbeiten,
- anschaulich zu informieren,
- Gedanken und Meinungen konstruktiv auszutauschen,
- den Ist-Stand zu erheben,
- Ziele zu vereinbaren,
- Ideen, Lösungen und Strategien zu entwickeln,
- Ergebnisse zu diskutieren, zu bewerten und auszuwählen,
- Entscheidungen herbeizuführen,
- den Transfer zu planen und
- ein Besprechung oder einen Workshop erfolgreich abzuschließen.
Um den Prozess in Gang zu halten, die Teilnehmer zu aktivieren und sie richtig mit einzubinden, braucht ein Moderator auch sogenannte Soft Skills. Funcke und Havenith erläutern dazu im zweiten Teil des Buches Methoden und Werkzeuge, die sie als Schmiermittel in der Moderation bezeichnen. Sie zeigen, wie man ermuntert und ermutigt, wie man Menschen beteiligt, Beziehungen klärt und Konflikte bewältigt.
Im dritten und letzten Teil des Buches helfen sie Trainern, die Moderationstechniken an andere weiter geben wollen. Sie erläutern, wie man Moderieren lehrt und lernt. Auch hier findet der Leser eine Fülle von praktischen Werkzeugen, vielen Beispielen und Tipps.
Das Buch ist als Ratgeber und Lehrbuch aufgebaut. Neben den Erläuterungen und Erklärungen zu den einzelnen Werkzeugen und Methoden gibt es viele Übungen und Checklisten, um das, was Funcke und Havenith vermitteln, gleich selbst auszuprobieren. Alle Inhalte sind hervorragend aufbereitet und dargestellt. Nicht nur das Lesen macht Spaß, es regt auch gleich zum umsetzen und einsetzen an. Man kann allen Lesern nur wünschen, dass sie viele Gelegenheiten haben, um das umfassende und vor allem nützliche Wissen, das sie hier vermittelt bekommen, auch möglichst oft einzusetzen.
