Limbeck, MartinNicht gekauft hat er schon So denken Top-Verkäufer

Beim Verkaufen kommt es vor allem auf die eigene Einstellung, Haltung und die richtige Denke an. Was damit gemeint ist, schildert der Top-Verkäufer und Verkaufstrainer Martin Limbeck in seiner Fachbiografie und seinem Erlebnisbericht. Das Buch der vielen Verkaufsgeschichten ist voll mit Regeln, Tipps und Anleitungen zur richtigen Herangehensweise an den Verkauf.

München: Redline Verlag, 2011, 204 Seiten
ISBN-10: 3868812881
ISBN-13: 9783868812886
Rezensiert von: Redaktion business-wissen.de

 mit 5 von 5 Punkten bewertet

Verkaufen können. Das wollen viele. Doch scheinbar ist diese Gabe nicht jedem in die Wiege gelegt. Manche meinen: Man kann es oder man kann es nicht. Es sei eine gegebene Begabung. Das kann sein. Aber es lässt sich auch lernen in den unzähligen Vertriebsseminaren, die es gibt oder eben in diesem Buch des Top-Verkäufers Martin Limbeck.

Einer der besten Verkaufsprofis, der heute als Trainer und Redner unterwegs ist, berichtet von seinem persönlichen Weg an die Spitze dieser Gilde. Er erzählt von seinen ersten Verkaufserfolgen als Grünschnabel, von seinem Mut, seiner Disziplin, seiner Cleverness und vor allem von seiner Einstellung zum Verkaufen, zum Kunden und zu sich selbst. Und beim Erzählen vermittelt er eine Fülle von Weisheiten und Einsichten, aber auch von Tipps und Tricks für alle, die im Verkauf aktiv sind. Lernen können davon nicht nur die Jungspunde, sondern auch die Alten Hasen im Verkauf, die noch die eine oder andere Anregung ihrem eigenen großen Erfahrungsschatz hinzufügen können.

In diesem Buch geht es nach Limbecks eigenem Bekunden um Selbstbewusstsein, Haltung und Einstellung des Verkäufers, um die richtige Denke, die er hier dem Leser vermitteln will. Da ist an erster Stelle das Bekenntnis: „Ich bin Verkäufer und ich will Ihnen etwas verkaufen!“ Das muss jeder Verkäufer absolut verinnerlicht haben. Er darf sich nicht dafür schämen, dass er diesem Berufsstand angehört. Daraus kann sich das nötige Selbstbewusstsein entwickeln.

Limbeck erläutert dann in diesem Buch, in welchen Bereichen sich diese Denke konkret äußert und anwenden lässt beziehungsweise in denen sie angewendet werden muss. Das sind vor allem:

  • die Sichtweise zum Kunden (er ist unberechenbar und man muss viel über ihn wissen)
  • die Haltung gegenüber Menschen generell (man muss sie mögen)
  • die Einstellung zum eigenen Produkt (Preis und Leistung stimmen)

Martin Limbeck sagt oder besser schreibt, was er denkt und was er für richtig hält. Direkt. Unverblümt. Er legt nicht nahe, sondern sagt: So ist es! Das untermauert er mit vielen Beispielen aus seinem eigenen Verkäuferleben. Das schildert er in solchen Worten, die keinen (kaum) Zweifel zulassen. Denn es liest sich sehr plausibel. und jeder Verkäufer wird (fast?) alles unterstreichen und bestätigen können.

Was Selbstbewusstsein heißt, das zeigt Limbeck als Autor dieses Buches auch gleich auf. Er ist der Beste. Er ist erfolgreich. Daran will er keinen Zweifel lassen. Das betont er immer wieder. Und so bricht er einige Gedanken mit einem Appell an den Leser ab: „Glaub es!“

In weiteren Kapiteln des Buches geht es dann auch noch um die wichtigsten Aspekte des Verkaufens. Dazu zählen beispielsweise:

  • Fokussieren
  • Kundenanalyse vor dem Erstgespräch
  • die eigentlichen Kundenwünsche erkennen
  • kritische Gesprächssituationen

Wer in dem Buch anfängt zu stöbern oder wer es brav von vorne liest, der wird es mit Lesegenuss und vielen Aha-Erlebnissen tun. Das kommt von den vielen Ich-Botschaften, dem Gefühlsechten und natürlich von der vielen Erfahrung Limbecks. Da übersieht man, dass seine Argumentationslinien auch schon mal abbrechen, unvollständig sind oder zurecht gebogen werden. Und wer es gerne strukturiert hätte, der wird verzweifeln.

Ein wenig verstört hat auch, dass er im Vorwort behauptet: Über den eigenen Erfolg solle man nicht berichten. Mit dieser Behauptung will er sich gleich zu Beginn für dieses Buch entschuldigen beziehungsweise seinen Mut beweisen, weil er es trotzdem tut. Etwas eigenartig für Martin Limbeck. Das wäre nicht notwendig gewesen, denn weder das Buch noch der Autor brauchen eine solche Anmache nicht. Es ist auch so lesenswert.


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