Nicht jeder, der regelmäßig den Wirtschaftsteil seiner Zeitung liest, versteht, was die Hintergründe und Zusammenhänge sind dessen, worüber da berichtet wird. Die moderne Wirtschaftswissenschaft hilft dem Laien kaum weiter, mehr zu verstehen. Denn sie wimmelt von Formeln und abstrakten Gedankengebäuden. So ist es ein besonderes Verdienst der beiden Volkswirte und Journalisten, genau dieses Defizit zu beheben. Sie wollen unterhalten und den Horizont erweitern. Und in der Tat schaffen sie die schwierige Herausforderung, komplexe Sachverhalte verständlich darzustellen.
Ihre Methode: Sie greifen einige der aktuellen Fragen und Probleme, die die Wirtschaft und ihre Akteure bewegt heraus und erklären sie anhand einiger ausgewählter Studien und Forschungsergebnisse, die besondere – zur herrschenden Meinung oft konträre – Ergebnisse liefern. Den Autoren gelingt dabei in besonderer Weise, die zentralen Aussagen klar und verständlich herauszustellen. Diese helfen dann bei der Erklärung und Lösung mancher Fragen wie:
- Warum sich Menschen so gar nicht rational und als homo oeconomicus verhalten.
- Was die Arbeitsmärkte prägt und warum es Arbeitslosigkeit gibt.
- Welche Rolle die Frauen in der Wirtschaftsgeschichte spielen und wie sie sich emanzipieren.
- Wie bedeutsam das Schulsystem und die frühe Förderung von Kindern für das Wohlergehen einer Volkswirtschaft sind.
- Warum Kultur der wahre Motor des Wohlstands ist.
- Was die Logik der Globalisierung ist.
- Warum Finanzmärkte so zwiespältig sind.
- Warum Manager auch nur Menschen sind.
Am Ende weisen sie noch auf ein paar methodische Fallen der ökonomischen Statistik und die Subjektivität der Wirtschaftsberater hin. Nicht nur damit klären sie den interessierten Laien auf. Sie plädieren dafür, sich nicht allzu sehr von Experten blenden zu lassen. Oft vermitteln sie nicht Fakten oder den neuesten Stand der Forschung, sondern Interessen. Da hilft nur, sich selbst einen Überblick zu verschaffen – etwa mit dem Buch von Häring und Storbeck. Doch letztlich verfolgen auch sie ein subjektives Interesse: Sie wollen die herrschende Meinung vieler Ökonomen und Politiker nicht als gegeben hinnehmen und verweisen auch selbst selektiv auf Studien, die zu ihrer Botschaft passen. Ob das nun der neueste Stand der Wissenschaft (light) ist, kann der Laie auch nicht so recht nachvollziehen. So bleibt am Ende die Erkenntnis: Alles bleibt schwierig und viel Genaues weiß man auch nicht.
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