Manche Trainer wollen oder sollen ihre Seminare mit elektronischen Angeboten (via Internet) begleiten, unterstützen oder sogar ersetzen. Nicht immer stehen dann teure Lern-Management-Werkzeuge oder Autorensysteme zur Verfügung. Wie in anderen Anwendungsbereichen auch hat die Open-Source-Gemeinde dafür inzwischen kostengünstige Alternativen geschaffen. Kornelia Maier-Häfele und Hartmut Häfele stellen sie in diesem Buch vor.
Sie beschreiben sehr ausführlich und praxisorientiert, welche Systeme es zur Unterstützung des elektronischen Lernens es gibt und wie diese von Trainern genutzt werden können. Dies erfordert zum einen technische Kenntnisse, um die entsprechenden Werkzeuge zu installieren und einzurichten; zum anderen ist Didaktik gefragt, um die vielen Funktionen zielgerichtet für das Lernen einzusetzen. Dabei profitieren die Autoren von ihrem Know-how als Psychologe und Wirtschaftspädagogin und von den umfassenden Erfahrungen aus der EDV-Branche und der Weiterbildung.
Nach einer Einführung zum Thema Open-Source-Software und E-Learning geben die Autoren eine Übersicht über entsprechende e-Learning-Werkzeuge. Sie orientieren sich dabei an unterschiedlichen Anwendungsbereichen:
- Chat-Werkzeuge für die synchrone virtuelle Kommunikation;
- Content Management Systeme für das Verwalten und Pflegen von Inhalten im Internet;
- Foren für die asynchrone Kommunikation;
- Fotogalerie-Werkzeuge zum Bearbeiten von Bildern und Grafiken;
- Groupware für das kollaborative Arbeiten;
- Lernplattformen und Lern-Management-Systeme zur Verwaltung und Durchführung von e-Learning-Kursen;
- News-Aggregatoren für die Verteilung spezifischer Lerninhalte;
- Weblog-Werkzeuge für die Erstellung von Blogs;
- Whiteboard-Werkzeuge und virtuelle Klassenzimmer für das synchrone Lernen und das gemeinsame Bearbeiten von Dokumenten;
- Wiki-Werkzeuge für das gemeinsame Erstellen von Dokumenten.
Im dritten Teil erläutern die Autoren Kriterien für die Entscheidung und Auswahl, wann welche Werkzeuge zum Einsatz kommen können. Auf dieser Grundlage beschreiben sie Kriterien für die Auswahl für die genannten Anwendungsbereiche vom Chat-Werkzeug bis zum Wiki. Dabe geben sie auch konkrete Empfehlungen für Open-Source-Produkte.
Am interessantesten für den e-Trainer dürfte der fünfte Teil des Buches sein. Hier beschreiben und erläutern die Autoren konkrete Anwendungsbeispiele für das Lehren und Lernen im Internet. Sie zeigen anhand der empfohlenen Werkzeuge, wie diese beim e-Learning eingesetzt werden können. Dabei zeigen sie auch auf, wie Kombinationen mit Präsenzseminaren (Blended Learning) möglich und sinnvoll sind. Sie betonen dabei immer das didaktische Konzept, das sich mit den Werkzeugen realisieren lässt.
So wird das Buch zu einem besonders wertvollen Instrument für alle, die ihre Trainings in den virtuellen Raum des Internets zumindest teilweise verlegen wollen. Wer dabei Open-Source-Werkzeuge einsetzt spart hohe Anfangsinvestitionen, ohne unbedingt auf Qualität verzichten zu müssen. Die konkreten Anwendungsbeispiele verleihen dem Buch den Charakter eines Leitfadens. Auch Glossar und Stichwortverzeichnis am Ende tragen zur praktischen Nutzung bei. So wird das Buch bei allen e-Trainern und denen, die es werden wollen zu einem täglichen Begleiter werden.
- Coaching
- Empowerment
- Fachkompetenz
- Fachkräftemangel
- Führungskompetenz
- Führungsstil
- Interkulturelles Management
- Internet
- Lernen
- Mitarbeiterorientierung
- Mitarbeiterstruktur
- Mittelstand
- Motivation
- Personalbeschaffung
- Personalentwicklung
- Persönlichkeitsentwicklung
- Präsentation
- Soziale Kompetenz
- Steuer
- demografischer Wandel
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