Ist ein Unternehmen vom Erfolg verwöhnt, besteht die Gefahr, dass es sich nicht mehr anstrengt, was dann zu weniger Erfolgen führt. Die Misserfolge sind so demotivierend, dass sich erst recht keine neuen Erfolge einstellen. Das Unternehmen verpasst es, neue Ideen zu entwickeln und verharrt in alten Strukturen. So könnte die Spirale des Organizational Burnout beginnen.
Als Namensgeber des Organizational Burnout beschreibt Greve Beobachtungen aus seiner langjährigen Beraterpraxis als Berater für große und mittlere, für öffentliche und für privatwirtschaftliche Organisationen oder Institutionen. Er weiß aus Erfahrung, wie es ist, wenn Unternehmen sich in einer ausweglosen Situation befinden, ohne sich selbst daraus befreien zu können. Besonders intelligente Organisationen seien für den Organizational Burnout anfällig, da sie unter großem Druck stehen und keine stabile Unternehmenskultur entwickeln können.
Das Buch richtet sich an Führungskräfte in Unternehmen und Non-Profit-Organisationen, aber auch an Unternehmensberater sowie Mitarbeiter von betroffenen Unternehmen. Diese erfahren beim Lesen etwas über die typischen Gründe und Symptome des Organizational Burnout, die 20 Phasen der Organizational Burnout-Spirale, die fatalen Folgen eines unerkannten Burnouts, den Weg zu einer ehrlichen Diagnose, die üblichen Versuche der Selbsttherapie, die wirksame Therapie, die notwendige Rehabilitation und die nachhaltige Prävention gegen einen Rückfall.
Übersicht des Inhalts:
- Was ist Organizational Burnout?
- Voraussetzungen und Gründe für Organizational Burnout
- Erste Symptome des Organizational Burnout
- Typische Phasen der Organizational Burnout – Spirale
- Folgen des Organizational Burnout
- Diagnose nach Selbsterkenntnis
- Typische Versuche der Eigentherapie
- Therapie des Organizational Burnout
- Rehabilitation nach einem Organizational Burnout
- Prävention gegen Rückfall
Der Text ist recht verständlich geschrieben, obwohl Greve manche Sachverhalte lieber ausschweifend umschreibt, anstatt sie kurz auf den Punkt zu bringen. Das mag aber auch an dem Thema liegen, das nicht mit ein paar Stichpunkten erfassbar ist.
Der Autor, selbst Coach, nennt als beste Therapiemöglichkeit die Hilfe eines externen Coachs und betont, dass ein Unternehmen, das erst einmal unter Organizational Burnout leidet, sich nicht selbst daraus befreien kann. Die Tipps, die er im Buch zur Therapie gibt, erscheinen recht sinnvoll, sind aber letztendlich nichts anderes als die üblichen Maßnahmen, um einer Organisation aus einer Krise zu helfen und eine stabile Unternehmenskultur zu schaffen, in der die Führungskräfte und die Mitarbeiter motiviert ans Werk gehen.
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