Die Kapitäne und Lenker großer Unternehmen brauchen eine Steuerungszentrale, in der sie alle Informationen sehen und bewerten können, die sichtbar machen, ob ihr Konzern noch auf Kurs ist – die angestrebten Ziele also erreicht. Alexander Zimmermann von der Solyp Informatik hat mit seinen Kollegen ein System entwickelt, das es Managern erlauben soll, auch ein komplexes Gebilde aus vielen einzelnen Unternehmen, Profit Centern und anderen Organisationseinheiten zu steuern.
Ihr System soll sicherstellen, dass die wichtigen Daten gesammelt und zu wertvollen Informationen (im Allgemeinen Kennzahlen) aufbereitet werden. Das Ziel: Was sich die Manager strategisch vornehmen, soll in der Praxis auch entsprechend umgesetzt werden. Dazu geht Zimmermann mit seinen Ko-Autoren in diesem Buch folgenden Fragen nach:
- Wie lässt sich ein komplexes, sehr großes Unternehmen mit vielen Geschäftseinheiten und mehreren strategischen Ebenen angemessen abbilden?
- Wie lässt sich die Informationsflut aus allen Geschäftsbereichen bändigen und kanalisieren, so dass die Strategen die wirklich wichtigen Informationen in der richtigen Form erhalten?
- Wie lassen sich dabei auch weiche Faktoren berücksichtigen?
- Wie lassen sich daraus solche strategischen Entscheidungen ableiten, die im Unternehmen auch umgesetzt werden und das Unternehmen zum Erfolg führen.
- Wie kann der gesamte Strategieprozess effektiver und effizienter gestaltet werden?
Im ersten Kapitel stellen die Autoren die Ergebnisse einer eigenen empirischen Befragung sowie die Erkenntnisse anderer Studien vor, die sichtbar machen, wie große Unternehmen Strategien planen, wie ihr Strategieprozess aussieht und wo die Defizite sind. Dabei stellen die Autoren Strategieentwicklung als Modell und als Prozess vor. Zahlreiche Zitate von Strategieplanern aus großen Unternehmen sollen die Aussagen unterstreichen und illustrieren. Sie werden ergänzt um zwei Interviews mit Strategieplanern der Deutschen Bahn.
Im den folgenden Kapiteln stellt Zimmermann sein strategisches Führungssystem vor. Es ist so aufgebaut, dass es in Informationstechnik gegossen werden kann. Letztlich geht es dabei darum, aus der Fülle von Daten diejenigen herauszupicken und als Information für Entscheider aufzubereiten, die maßgeblich sind. Das sind unter anderem:
- Finanzdaten und Kennzahlen der einzelnen Geschäftsbereiche,
- Markt- und Wettbewerbsinformationen,
- Informationen, die die Attraktivität eines Marktes, sein Potenzial beschreiben,
- Stärken und Schwächen,
- Informationen über Kunden und Kundensegmente,
- Informationen zum Umfeld des Unternehmens und zu Trends,
- technologische Informationen,
- strategische Zielvorgaben und Maßnahmen.
Neben diesen allgemeinen Beschreibungen, auf was Strategieplaner alles achten sollten und was in ihr „strategisches Cockpit“ als Anzeigetafel gehört, heben die Autoren die Funktionen und Möglichkeiten ihrer Software hervor (Verbindung mit Excel-Dateien).
Interessant sind die Erläuterungen, wie immaterielle Werte und sogenannte weiche Daten zu fassbaren Informationen verdichtet werden können. Hier zeigen die Autoren einige Lösungsansätze auf. Auch aus den Erläuterungen der Autoren, wie strategische Informationen aufbereitet und dargestellt werden sollten, kann der Leser einige wichtige Erkenntnisse mitnehmen – unter anderem zur Problematik von Powerpoint. So arbeiten die Autoren heraus, was ihr System von Powerpoint und Excel unterscheidet. Auch hier sollen Beispiele und ein Interview die Ausführungen illustrieren.
Schließlich wird der Lösungsbeschreibung noch ein zweiter Teil angehängt, in dem Strategieexperten erklären, was die Grundsätze strategischer Führung sind. Der Leser erfährt das, was er in einem gängigen Strategielehrbuch auch erfährt.
So ist dieses Buch eine Mischung aus allgemeinen Ausführungen zur Strategieplanung und der Vorstellung des „strategischen Führungssystems“ der Solyp Informatik. Dazwischen finden sich einige interessante Ergebnisse und Botschaften von Strategieplanern aus großen Unternehmen, die sichtbar machen, warum Strategieplanung so aufwendig ist und so oft scheitert.
- Banken
- Einkauf
- Geschäftsmodell
- Geschäftsplan
- Innovationskultur
- Innovationsstrategie
- Internet
- Krisenmanagement
- Kundenorientierung
- Marktpotenzial
- Organisationsentwicklung
- Risikomanagement
- Stakeholder
- Strategieumsetzung
- Stärken-Schwächenanalyse
- Unternehmensvision
- Unternehmensziel
- Wettbewerb
- Zielplanung
- Zukunftsmanagement
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