Zu Anfang erklärt Hinz Grundsätzliches zu Projekten. Vor allem über die Führung der Projektmitarbeiter und die Verantwortungsbereiche der Projektbeteiligten informiert er. Er veranschaulicht die Zusammenhänge im Projektmanagement-Dreieck (PM-Dreieck). Darin werden die Beziehungen zwischen Auftraggeber, Projektleitung und die Spezialisierten näher erläutert. Geraten diese Beziehungen in Ungleichgewicht, entstehen also Konflikte, ist der Projekterfolg gefährdet. Damit das nicht geschieht, gibt der Autor eingängige Tipps, um das Gleichgewicht wieder herzustellen.
Das Buch appelliert daran, Projekte nicht mehr nach dem Prinzip Planwirtschaft anzugehen. Das heißt, Projektleiter sollten nicht nur Checklisten abarbeiten, Widerstände niederkämpfen und Prozesse durchführen, sondern aktiv führen. Neben dem formalen „Kapitänspatent“ ist im übertragenen Sinne eine „seemännische Gelassenheit“ Grundvoraussetzung, um das Projektschiff sicher durch den Sturm zu steuern.
Die Leser erhalten Antworten auf Fragen wie:
- Wie führen Projektkapitäne?
- Wie sehen Teamarbeit und Motivation im Sinne von „alle Mann an Deck“ aus?
- Welche Interessen seitens des Auftraggebers oder externer Partner sind zu berücksichtigen?
Lebensnah und eingängig beschreibt der Autor, wie der sichere Hafen als Ziel gelungener Projektführung anvisiert wird. Das Buch richtet sich an alle, die mehr wollen als Projektmanagement-Software und Cockpit-Charts. Durch den Bezug zur Seefahrt können sich die Leser, die das Thema interessiert, besser in ihre Projektaufgaben hinein denken. Menschen, die nichts für seemännische Vergleiche übrig haben, können aber eher weniger mit dem Buch anfangen und sollten sich traditionellere Ratgeber zum Thema Projektmanagement suchen. Insgesamt macht aber gerade der Vergleich mit Kapitänen den manchmal trockenen Stoff etwas lebendiger und erfrischender.
