Nicht nur Fußball-Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele sind Plattformen für Unternehmen, um sich selbst und die eigene Marke prominent zur Schau zu stellen. Die Gelder, die Unternehmen dafür inzwischen bezahlen drücken deutlich aus, wie viel es ihnen Wert ist, mit berühmten und erfolgreichen Sportlern gemeinsam aufzutreten.
Markenbildung und Sport haben nach Meinung der beiden Autoren dieses Buchs eine Menge gemeinsam. Nicholas Adjouri und Petr Stastny sind erfahrene Markenprofis und Unternehmensberater. Hier erläutern sie, warum Sport-Sponsoring für die Markenbildung so hilfreich sein kann und wie dies am praktischen Beispiel funktioniert. Dem entsprechend haben sie das Buch in drei Teile gegliedert:
- Zunächst erklären sie, was sie unter Sport-Sponsoring verstehen, was die Grundlagen des Markenmanagements sind und wie beide im Sport-Branding zusammenkommen.
- Dann zeigen sie an praktischen Beispielen aus unterschiedlichen Sportarten, Sport-Veranstaltungen und Unternehmen, wie dies bislang konkret funktioniert.
- Schließlich erläutern sie im dritten Teil einen Leitfaden zur Umsetzung von Sport-Branding.
Schon vor über einhundert Jahren entdeckten einzelne Unternehmen den Sport für ihre Werbung. Insbesondere Automobil-Firmen wie Opel nutzten den Autorennsport für ihre Werbezwecke oder unterstützten diesen dann als Sponsor. Auch Coca-Cola nutzte schon vor genau einhundert Jahren den Baseball als Motiv für Anzeigen. An zahlreichen Beispielen zeigen Nicholas Adjouri und Petr Stastny, wie sich das Sport-Sponsoring entwickelt hat, welche unterschiedlichen Formen es dafür gibt und wie der Planungsprozess aussieht.
Wie im Sport, so ist auch im Markenmanagement der Erfolg das prägende Merkmal. Das verbindet die Markenbildung unmittelbar mit dem Sport. Am Beispiel von Sportlern, Sportvereinen und Sport-Veranstaltungen zeigen die Autoren, inwiefern diese selbst bereits eine Marke sind. Konstitutive Elemente sind dabei:
- Name
- Logo
- Differenzierung
- Bekanntheit
- Leistung
- Alter
- langfristiger Erfolg
- kontinuierliche Entwicklung
- klare Botschaft
- positive Assoziationen
Anhand der vielen Beispiele des zweiten Teils erläutern die Autoren insbesondere vor dem Hintergrund dieser Faktoren, was die Marke jeweils ausmacht, was sie stark macht, wo sie Schwächen hat, wie sie sich entwickelt hat und wo ihre Potenziale liegen.
Das greifen sie im dritten Teil für ihren Leitfaden wieder auf. Hier entwickeln sie ein idealtypisches Modell zur Vorgehensweise beim Sport-Branding. Hierbei sind wichtig: Briefing, Analyse des Marktes, der Zielgruppe und der Marke. Für die Planung wichtig sind: Positionierung, Festlegung von Zielen, Definition von Zielgruppen und die Planung von strategischen und operativen Maßnahmen.
Leider ist der Fahrplan für die Planung und Umsetzung nicht ganz so konkret und hilfreich, wie man es sich bei einem Leitfaden sonst wünscht. Gleichwohl ist das Buch mit seinen vielen Beispielen und den sehr fundierten Hintergründen und Analysen ein wertvoller Ratgeber für alle Unternehmen und Marketing-Experten, die ins Sport-Sponsoring zur Markenbildung einsteigen wollen.
- Alleinstellungsmerkmal
- Arbeitgebermarke
- Corporate Identity
- Design
- Internet
- Kernkompetenz
- Kommunikationspolitik
- Kundenanalyse
- Kundengewinnung
- Marketing-Controlling
- Marketing-Instrument
- Mittelstand
- Networking
- Onlinemarketing
- Preispolitik
- Produktplanung
- Unternehmensimage
- Unternehmenswettbewerb
- Werbung
- Wettbewerb
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