Das Erstellen von Stellenbeschreibungen ist für viele Führungskräfte nur eine lästige Pflichtübung. Und in der Tat braucht es dafür viel Zeit und Know-how. Doch dieses Führungs- und Organisationsinstrument „Stellenbeschreibung“ ist auch von großem Nutzen. Etwa für die Personalbeschaffung, bei Zielvereinbarungen und beim Prozessmanagement. Die erfahrene Personalleiterin Sandra Hofstetter erläutert in diesem Ratgeber, wofür Stellenbeschreibungen genutzt werden können.
Sie zeigt aber vor allem und sehr ausführlich auf, wie Stellenbeschreibungen entwickelt und erstellt werden. Zunächst beschreibt sie die allgemeinen Anforderungen an Stellenbeschreibungen. Sie nennt die wichtigen Inhalte und erläutert, worauf sie sich beziehen, was in eine einfache Stellenbeschreibung gehört und was in ausführliche. In vielen Checklisten gibt sie dafür auch immer wieder eine klare und anschauliche Übersicht.
Besonders hilfreich sind ihre Ausführungen dazu, wie man an die notwendigen Informationen kommt, die dann in eine Stellenbeschreibung einfließen sollen. Gerade das ist (bei der erstmaligen Erstellung) mit großem Aufwand verbunden. Genauso hilfreich sind ihre Beschreibungen zum Prozess und zu den Aufgaben, die erfüllt werden müssen, wenn ein Unternehmen das Instrument Stellenbeschreibung einführen und nutzen will. Sie erklärt ausführlich die einzelnen Schritte und macht Vorschläge, welche Bereiche im Unternehmen dies in die Hand nehmen sollten.
Im zweiten Teil hat Hofstetter zahlreiche Arbeitsblätter, Checklisten und Analysehilfen zusammengestellt, die bei der Erstellung von Stellenbeschreibungen helfen. Sie geht dabei an vielen Stellen ins Detail: So führt sie eine lange Liste mit Verben an, die bei der Tätigkeitsbeschreibung für eine Stelle hilfreich sind. So kann sich der Leser Schritt für Schritt eigene Textbausteine für seine Stellenbeschreibungen schreiben und zusammenstellen.
Den größten Teil des Buches nehmen dann konkrete Beispiele für Stellenbeschreibungen ein. Hofstetter unterscheidet dabei kurze, formularbasierte Beschreibungen von ausführlichen und längeren Beschreibungen. Sie greift unterschiedliche, typische Arbeitsplätze heraus, wie etwa:
- Kundendienst-Mitarbeiterin,
- Kundendienst-Leiter
- Assistentin der Geschäftsführung,
- Personalreferent,
- Leiter Fertigung
- und viele mehr.
Ob man dabei eine Vorlage eins zu eins übernehmen will, muss der Leser selbst entscheiden. Manche Angaben scheinen sehr spezifisch und machen das Instrument unflexibel oder erhöhen den regelmäßigen Anpassungsaufwand – etwa wenn genau angegeben wird, welche Tätigkeit welchen Anteil an der Arbeitszeit einnehmen soll. Immerhin: So hat der Leser eine Reihe von Möglichkeiten, wie er seinen Standard von Stellenbeschreibungen entwickelt.
Ein Fachglossar, Tipps für den Einsatz der Textverarbeitung Word und eine beiliegende CD mit allen Arbeitsvorlagen und Mustern runden diesen nützlichen Ratgeber ab.
