George, Michael L.; Rowlands, David; Price, Mark; Maxey, JohnThe Lean Six Sigma Pocket Toolbook A Quick Reference Guide to Nearly 100 Tools for Improving Process Quality, Speed, and Complexity

Fehler und Verschwendung im Unternehmen beseitigen – darum geht es, wenn Methoden und Werkzeuge aus Six Sigma und Lean Management eingesetzt werden. Die Autoren haben in diesem Ratgeber eine Fülle davon zusammengestellt und erläutert. Kurz, knapp und auf den Punkt gebracht erklären Sie, wofür das jeweilige Werkzeug gut ist, wie es eingesetzt wird und worauf zu achten ist. Experten dürften die meisten kennen, alle anderen gewinnen einen guten Überblick.

New York: McGraw-Hill, 2005, 282 + VI Seiten
ISBN-10: 0071441190
ISBN-13: 9780071441193
Rezensiert von: Redaktion business-wissen.de

 mit 5 von 5 Punkten bewertet

Six Sigma ist ein Schlüsselbegriff, wenn es in den Unternehmen um Qualitätsmanagement geht. Dahinter verbergen sich eine Vision (das fehlerfreie Unternehmen) und viele Methoden und Werkzeuge, um diese Vision zu erreichen. Diese sind nicht nur hilfreich, wenn es um die Qualität von Produkten und Prozessen geht, sondern auch, wenn die Schnelligkeit oder Kosteneffizienz im Unternehmen verbessert werden sollen. Das ist die Schnittstelle zum Lean Management; der Begriff, wenn es darum geht, Verschwendung von Zeit und Kosten zu beseitigen. Beides wurde unter dem Begriff „Lean Six Sigma“ miteinander verknüpft.

Die erfahrenen Six Sigma-Berater um Michael L. George stellen in diesem hilfreichen Ratgeber eine Fülle von Werkzeugen für Lean Six Sigma vor und erklären, wofür und wie diese eingesetzt werden. Im ersten Kapitel erläutern die Autoren, wie das Konzept „Lean“ im Six-Sigma-Ablaufmodell „Define, Measure, Analyze, Improve, Control“ eingebunden werden kann. Hier geht es vor allem darum, bestehende Prozesse zu verbessern und zu optimieren (in Bezug auf Zeit, Kosten und Qualität). Kurz und bündig erklären die Autoren, wie die einzelnen Prozessschritte ablaufen und worauf es ankommt.

In den weiteren Kapiteln stellen Sie dann eine Fülle von Werkzeugen für diese einzelnen Prozessschritte vor. Sie untergliedern diese in folgende Themenfelder:

  • Ideenentwicklung
  • Prozessvisualisierung
  • Kundenanforderungen
  • Datenerhebung
  • Statistik und Visualisierung von Daten
  • Abweichungen analysieren
  • Ursachenanalyse
  • Zeitverschwendung und unnötige Kosten verringern
  • Visualisierung und Analyse von Komplexität
  • Lösungen auswählen und überprüfen

Knapp und ohne lange Ausführungen stellen die Autoren die jeweilige Methode vor. Sie sagen, wofür sie gut ist, was ihr Kerngedanke ist und worauf es ankommt, wie sie funktioniert und worauf man achten sollte. Das meiste davon packen sie in einfache Punktaufzählungen, vieles wird visualisiert, so dass der Leser sehr schnell erfassen und verstehen kann, was gemeint ist. Für manchen mag das zu kompakt sein. Nur wer schon einige Methodenerfahrung mitbringt, findet sich in den hier vorgestellten Werkzeugen zurecht. Dann erhält der Leser aber eine Fülle von Anregungen und konkreten Hinweisen, welche Methoden ihn bei seinen Zielen und Aufgaben weiterbringen. Die Umsetzung erfordert viel Übung. Insbesondere die statistischen Methoden verlangen vom Anwender einiges Know-how in diesem Themenfeld, das er sich über weitere Literatur oder Six-Sigma-Seminare erschließen muss.


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