Füting, Ulrich ChristianTroubleshooting im Projektmanagement mit Checklisten und Formblättern auf CD-Rom

Überlastung vermeiden, Risiken erkennen, Krisen bewältigen, Widerstand abfangen - so lautet das Credo des Projekt-Ratgebers mit praktischen Checklisten und Formblättern.

2003, Frankfurt / Wien: Wirtschaftsverlag Carl Ueberreuter, 296 Seiten
ISBN-10: 383231038X
ISBN-13: 9783832310387
Rezensiert von: Redaktion business-wissen.de

 mit 5 von 5 Punkten bewertet

Schlagwort: Projektmanagement

Projekte managen ist für viele Mitarbeiter in einem Unternehmen schon längst zu einer selbstverständlichen Aufgabe geworden – sei es als verantwortlicher Projektleiter oder als engagierter Projektmitarbeiter. Gerade weil jedes Projekt einzigartig ist, tauchen dennoch immer wieder neue Unwägbarkeiten und Ärgernisse auf. Nachdem die allgemeinen Regeln des Projektmanagements vielen bekannt sind, geht es dem Autor Ulrich Füting nun darum, mit diesen Unwägbarkeiten und Ärgernissen richtig umzugehen.

Die mangelnde Qualifikation der Projektmanager kann heute kaum noch der Grund dafür sein, wenn Projekte schief laufen, meint Füting. Seine grundlegende These für das Buch lautet deshalb: „Es sind Außenstehende, Führungskräfte oder andere, mehr oder weniger Beteiligte, die einem Projekt ein Bein stellen.“ Manchmal ungewollt, manchmal in böser Absicht.

In seinem Buch beschreibt der Autor also Abwehrstrategien für den Projektmanager, der sein Projekt gegen alle Widerstände zum Erfolg führen möchte. Zunächst geht es um die Diagnose: Wann und aus welchen Gründen läuft ein Projekt schief? Sind es einfach zu viele Projekte? Ist der Projektleiter überfordert? Sind es Intrigen oder Lügen, die das Projekt belasten? In seinem ersten Kapitel geht Füting einigen Ursachen nach, die Projekte scheitern lassen.

Dann werden in vier Kapiteln die typischen Fallen und natürlich Wege, wie man ihnen entgeht, ausführlich beschrieben:

  1. Wenn der Start schon schief läuft: Unklare Projektziele, falsche Berater, komplizierte Projektstruktur, unklare Verantwortlichkeiten und zu wenige Ressourcen – und schon kommt das Projekt mit schweren Mängeln auf die Welt.
  2. Wenn das Projekt auf das tote Gleis geschoben wird: Mit zusätzlichen Anforderungen, Verharmlosung von Risiken, mangelhafter Projektsteuerung und fehlendem Projektimage landet ein Projekt schnell auf dem toten Gleis. Die Projektmanager können sich noch so viel Mühe geben, es wird sie niemand mehr (er-)hören.
  3. Wenn das Wasser abgegraben wird: Mittel werden nicht freigegeben, das Projektteam erhält die notwendigen Informationen nicht, Probleme werden auf die lange Bank geschoben und Arbeiten werden nicht richtig delegiert. Schon geht es nicht voran und Zeitpläne werden Makulatur.
  4. Wenn das Projekt auf der Zielgeraden abgefangen wird: Plötzlich scheint das Projekt doch ein Erfolg zu werden – schon regt sich Widerstand. Die Betroffenen stellen sich dagegen, Investitionsmittel sind nun doch nicht verfügbar, notwendige Tests und Pilotanwendungen wurden nicht gemacht, Konflikte kommen ans Tageslicht.

Füting beschreibt in seinen Kapiteln, wie man mit diesen Fallen umgeht und wie man ihnen vorbeugt. Er bezieht sich dabei natürlich immer wieder auf die Regeln guten Projektmanagements: Klare Ziele definieren, alles Wichtige schriftlich fixieren, gute Entscheidungsgrundlagen vorbereiten und vieles mehr. Es geht ihm also vor allem darum, die Regeln des guten Projektmanagements auch an der richtigen Stelle passend einzusetzen.

Mit praktischen und sehr anschaulichen Beispielen, guten Abbildungen und vielen Checklisten gelingt dies dem Autor sehr gut. Außerdem ist auf einer beiliegenden CD-ROM noch einmal alles für den direkten Praxiseinsatz aufbereitet. So ist dieses Buch auch für den erfahrenen Projektmanager eine gute Hilfestellung.


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