„Innovation fängt bei mir selbst an.“ Das ist der neue Ansatz der Unternehmensberater Burkard Wördenweber, Marco Eggert und Markus Schmitt. Das heißt: Organisationen sind innovativ, wenn sie entscheidende Prinzipien verstehen. Und die orientieren sich am Verhalten der Mitarbeiter. Wie erleben Individuen, Gruppen und Organisationen die Innovation? Wie prägt individuelles Verhalten die Durchsetzung von Innovation?
Perspektivenwechsel im Innovationsmanagement
Einige Aspekte werden dem Leser bekannt sein. Ein Aha-Effekt tritt trotzdem ein, und zwar wenn sich neue Zusammenhänge erschließen. Zum Beispiel beim Perspektivenwechsel von Objektorientierten (OIM) zum Verhaltensorientierten Innovationsmanagement (VIM). OIM versteht den Menschen als Arbeitskraft, Wissensträger und Ideenquelle. Daraus entstehen Defizite, wie zentralisierte Innovationsvorgänge, reduzierte Flexibilität und Anpassungsfähigkeit sowie geringe Motivation. Durch Einbezug der Mitarbeiter können die Defizite der OIM behoben werden, wodurch sich beispielsweise das moderne Qualitätsmanagement innerhalb von 20 Jahren erfolgreich etablierte. VIM sieht den Menschen als Person und Subjekt mit Leidenschaft für Innovation. Dieses Konzept bietet Vorteile für den Innovationserfolg in Organisationen.
Aus Erfahrung ist bekannt, was die Anwendung von VIM bewirkt:
- Eine Leistungssteigerung bis auf das 8-fache,
- Verkürzung der Entwicklungszeit um mehr als 50 Prozent und
- Verdopplung der Trefferquote bei Innovationen.
Daraus leiten sich die grundlegenden fünf Prinzipien für Innovation ab:
- Rhythmus: Grundlage schaffen, um Innovation und Veränderung zur Gewohnheit zu machen.
- Stellhebel: persönliche Erfolgsfaktoren identifizieren und aktiv das Geschehen beeinflussen.
- Innerer Kompass: Zeichen erkennen, die den richtigen Weg anzeigen.
- Reframing: neue Perspektiven einnehmen, die das Ziel näher kommen lassen.
- Impuls: Motivation schaffen und Teil der Aufgabe werden.
Wer VIM anwenden kann
Das VIM-Konzept lässt sich auf verschiedene Managementebenen und in allen Phasen des Managementprozesses anwenden: in der Zielsetzung, Planung, Organisation und Steuerung. Dafür gibt es im Buch viele Fallbeispiele, die das überblicksartig veranschaulichen. Der Vorteil des Konzepts ist, dass einzelne Prinzipien umgesetzt und später kombiniert werden können. In Verbindung mit OIM entsteht so ein ganzheitliches Innovationsmanagement. Wer VIM nutzt, muss nicht die Gesamtverantwortung haben, sondern kann es auch in seinem Teilbereich anwenden. Daher ist VIM für verschiedene Zielgruppen interessant: Unternehmer und Führungskräfte, Verantwortliche in einzelnen Funktionsbereichen und aus dem Personalbereich, Mitarbeiter, Controller oder Querdenker.
Insgesamt bietet der kompakte Ratgeber mit praxisnahen Fallbeispielen, Erklärungen, Tipps und Zusammenfassungen einen guten Überblick zum Innovationsmanagement. Zusätzlich widmen sich zwei Kapitel je einem komplexen Anwendungsgebiet: Taktisches Management und Entstehung von Flow-Teams.
- Arbeitsgestaltung
- Change Management
- Führungsstil
- Gesundheitsmanagement
- Ideenmanagement
- Innovationskultur
- Innovationsprozess
- Kreativität
- Mitarbeiterbindung
- Mitarbeiterstruktur
- Mitarbeiterzufriedenheit
- Motivation
- Personalentwicklung
- Projektmanagement
- Unternehmenskultur
- Weiterbildung
- Wettbewerb
- Zukunftsmanagement
- Zusammenarbeit
- demografischer Wandel
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