Einem Kind einen Namen zu geben ist schwierig. Denn er muss allerhand Kriterien erfüllen: Die Herkunft und Bedeutung des Namens muss beachtet werden, er soll zur Persönlichkeit des Kindes passen und den Eltern gefallen. Genauso geht es Firmengründern, Produktentwicklern und Werbetextern. Zwar sind hier der Fantasie keine Grenzen gesetzt, doch genau darin liegt oftmals das Problem. Der Autor dieses Buches nennt viele Negativbeispiele, in denen er beschreibt, welche negativen Assoziationen mit manchen Namen verknüpft sind.
So trägt beispielsweise das Programm zur Steuererklärung den Namen „Elster“. Der Vogel mit dem selben Namen wird im Volksmund als diebisch charakterisiert. Die Elektronische Steuererklärung so zu nennen, ist daher nicht gerade vertrauenserweckend für den Steuerzahler.
Im Gegensatz dazu gibt es aber auch viele Beispiele für eine gute Wahl des Namens. Besitzt man zum Beispiel einen Familiennamen, der auch gleichzeitig zum Produkt passt, ist das erfreulich, weil man nicht länger nach anderen Fantasienamen suchen muss. Die Biermarke Veltins hat dies umgesetzt. Der Name stammt etymologisch von Valentin ab, was kräftig, stark, gesund und mächtig bedeutet. Männlichkeit wird damit assoziiert und dies drückt „Trinken als Männerdomäne“ aus.
Anhand folgender acht Erfolgsprinzipien werden wirkungsvolle Namen identifiziert:
- Das Gesetz der Resonanz
- Der Hintergrund bestimmt den Vordergrund
- Das Gesetz der Präsenz
- Das Gesetz der Komplettierung
- Synergien erzeugen
- Das Gesetz der Polarität
- Das Gesetz der Entsprechung
- „Im Anfang war das Wort“
Ausführlich ist im Nachschlag die Qualität und Bedeutung von Buchstaben beschrieben. Auch welche Symbolik diese haben wird erklärt. Dazu passend sind Werbenamen aufgeführt, die mit den jeweiligen Buchstaben beginnen. So symbolisiert beispielsweise der Buchstabe „R“ Energie, Raum und Ruhe. Er bringt Dinge ins Rollen und gibt dabei die Richtung vor. Die Automarken Renault und Rolls-Royce bedienen sich dieser Symbolik. Die Kraft der Buchstabenkombinationen enthüllt der Autor in einem weiteren Abschnitt.
Am Ende helfen viele Beispiele und Tipps dem Leser, zu erfahren, welche Fehler bei der Namensgebung gemacht werden können und welche Werbenamen die richtige Aussage haben. Anhand von 13 Schritten wird der Weg zum perfekt klingenden Werbenamen erklärt. Dabei wird sogar auf den Klang eingegangen, welcher mit einer Tonleiter der Vokale bildlich dargestellt wird.
Das einzige, was dem Buch fehlt, ist eine Differenzierung der Namensgebung für Produkte, Unternehmen und Websites und ob es Besonderheiten bei diesen verschiedenen Arten zu beachten gibt. Auf Websites wird, obwohl im Titel angekündigt, gar nicht eingegangen. Das ist etwas schade, wo doch annähernd jedes Unternehmen eine Internetpräsenz aufweist.
Fazit: Werbe- und Markennamen tragen erheblich zum Erfolg oder Misserfolg eines Produkts oder Unternehmens bei. Klang- und bedeutungsvolle Namen prägen sich besser ein und überzeugen sowohl Kunden als auch Geschäftspartner. Die Abschlussworte des Autors zum Thema Ethik und Werte sind gut gewählt: Der Appell von Schaffer ist, nicht nur das Produkt, sondern auch den Kunden bei der Wahl des Namens im Auge zu behalten.
- Corporate Identity
- Design
- Geschäftsplan
- Internet
- Kundenanalyse
- Kundengewinnung
- Kundensegmentierung
- Marketing-Controlling
- Marketing-Instrument
- Mittelstand
- Onlinemarketing
- Preispolitik
- Produktplanung
- Produktpolitik
- Public Relations
- Unternehmensethik
- Unternehmensform
- Unternehmensimage
- Werbemittel
- Werbung
Als Premium-Mitglied haben Sie Zugriff auf das gesamte Management-Handbuch:
- über 100 praktische Lösungshilfen
- mehr als 1.000 Vorlagen zum Download:
Präsentationsvorlagen, Arbeitsvorlagen, Checklisten, Kalkulationstabellen - nur 57,-EUR pro Jahr
- Ermäßigung für Studierende



