Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Das bekannte Sprichwort hat nach den modernen Erkenntnissen der Hirnforschung ausgedient. Das zu beweisen, verstehen die beiden Autorinnen Sarah-Jayne Blakemore und Uta Frith als ihre zentrale Aufgabe, der sie in diesem Buch nachgehen. Sie führen dafür eine Vielzahl von Studien an, die das belegen sollen, und sie erläutern die Zusammenhänge und Hintergründe.
Das Buch ist eine spannende und anregende Beschreibung für alle, die wissen wollen, wie Lernen funktioniert. Der größte Teil des Buches befasst sich dabei mit der Gehirnentwicklung von Babys und Kindern. Aber auch für das Lernen der Erwachsenen sind interessante Ergebnisse dabei. Der hintere Hypocampus der Londoner Taxifahrer ist viel größer als der von Vergleichspersonen. Sie müssen sich im Netz von 29.000 Straßen auskennen und trainieren so tagtäglich ihren Orientierungssinn. Wie sich bei regelmäßiger körperlicher Anstrengung Muskeln aufbauen, so werden auch Gehirnzellen gebildet, wenn die entsprechenden Areale gefordert sind. Entscheidend ist: Das funktioniert auch bei erwachsenen Menschen.
Immer wieder betonen die Autorinnen, dass die Studien nicht immer eindeutige Beweise liefern. Dafür müsste mehr geforscht und Messtechnik für Gehirne eingesetzt werden, die es bislang noch nicht gibt. Doch in den letzten Jahren wurden zahlreiche Fortschritte erzielt. Die Ergebnisse lassen weitreichende Interpretationen und Hypothesen zu, denen die Forscherinnen nachgehen, ohne sich auf das Eis wilder Spekulation zu begeben.
Einige praktische Einsichten für den Leser sind:
- Menschen lernen auf unterschiedliche Art und Weise.
- Eine wichtige Rolle spielt die Visualisierung. Sie sollte beim Lernen aktiviert werden.
- Beim Lernen sollten Gesehenes und Gehörtes miteinander verbunden werden.
- Nachahmung ist ein wesentlicher Bestandteil des Lernens.
- Mentale Gymnastik kann die Muskelkraft stärken.
- Emotionen spielen beim Lernen eine zentrale Rolle.
- Wer etwas lernen will, sollte ausreichend schlafen. Dadurch festigt sich das Erlernte im Gehirn.
- Schlafentzug beeinträchtigt die Lernfähigkeit und die Entscheidungskompetenz.
- Arbeitsgestaltung
- Aufgabendelegierung
- Entscheidungsfindung
- Führungskompetenz
- Informationstechnik
- Internet
- Lean Management
- Moderation
- Organigramm
- Outsourcing
- Personalcontrolling
- Produktion
- Produktivität
- Prozessmanagement
- Schlüsselqualifikation
- Selbstmanagement
- Teamarbeit
- Telefonieren
- Zeitmanagement
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