Die Autoren dieses Buches verknüpfen zwei Themenbereiche, die für sich sehr umfangreich sind und gleichzeitig sehr viel miteinander zu tun haben: Wissensmanagement und Innovationsmanagement. Genauer gesagt geht es um die Rolle des Wissensmanagements in der Phase der Produktentwicklung. In diesem Buch fassen 23 Autorinnen und Autoren die Ergebnisse eines Forschungsprojekts zusammen, das aufzeigen wollte, wie praktikable Lösungen und Methoden für das Wissensmanagement im Rahmen der Produktentwicklung gefunden werden können.
Im Mittelpunkt steht das Bild der Hypertext-Organisation. Es soll deutlich machen, dass Organisationen aus mehreren Perspektiven beschrieben werden können und mehrere Schichten haben:
- die Primär-Organisation beschreibt das formale Organisations-Modell, wie es in Organigrammen und Stellenbeschreibungen abgebildet ist;
- die Sekundär-Organisation stellt ins Blickfeld, dass Projekte inzwischen eine so große Rolle in Unternehmen spielen, dass sie in der Summe eine eigene Organisationsstruktur darstellen;
- die Tertiär-Organisation umfasst alle informellen Regeln oder Beziehungen zwischen Mitarbeitern und repräsentiert so einen wichtigen Teil des Wissens-Netzwerks einer Organisation.
Auf dieser Grundlage entfalten die Autoren dann zwei umfassende Ansätze für das Wissensmanagement:
- Das kommunizierende Lernen für den Wissenstransfer als Methode zur Wissensgenerierung und zum Wissenstransfer.
- Der Wissenspromotor als Antreiber der Wissensgenerierung und Wissensweitergabe.
In fünf Fallbeispielen aus mittelständischen Unternehmen beschreiben die Autoren, wie sie diese Konzepte in der Praxis umgesetzt, erprobt und angewendet haben. Grundlage dafür waren so genannte Gestaltungsleitlinien wie:
- Unterscheide repetitive und nicht-repetitive Wissens- und Lernprozesse.
- Gestalte und integriere Primär-, Sekundär- und Tertiär-Organisation.
- Fördere den Aufbau von Metawissen.
- Trenne übergreifende wissensintensive von Projekt-Aufgaben.
- Nutze implizites Wissen.
- Nutze unterschiedliche Sichtweisen.
- Fördere die direkte Kommunikation.
Damit haben die Autoren ein anspruchsvolles Modell für Wissensmanagement vorgelegt. Sie beschreiben ausführlich theoretische und wissenschaftliche Hintergründe und stellen hohe Anforderungen an den Leser. Wer sich aber aufmerksam damit befasst, wird zahlreiche neue und spannende Anregungen gewinnen, wie diese in die Praxis umgesetzt werden können. Dazu tragen auch die ausführlichen Fallbeispiele bei, die jeweils spezifische Anwendungssituationen und Anwendungsmöglichkeiten beschreiben. besonders hilfreich sind dabei die konkreten Beispiele dafür, wie die Gestaltungsleitlinien im Einzelfall umgesetzt wurden.
- Audit
- Change Management
- Corporate Identity
- Erfahrungsaustausch
- Gehirntraining
- Ideenmanagement
- Informationstechnik
- Innovationskultur
- Innovationsstrategie
- Intranet
- Lernen
- Mitarbeiterorientierung
- Mittelstand
- Personalentwicklung
- Projektmanagement
- Studie
- Unternehmenskultur
- Web 2.0
- Weiterbildung
- Zusammenarbeit
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