Obwohl seit Jahren bekundet wird, wie wichtig Wissensmanagement für Unternehmen und ihre Mitarbeiter ist, passiert dort noch relativ wenig. Für viele ist der Begriff zum Unwort geworden. Vielleicht aus dem Grund, dass das Augenmerk viel zu sehr auf technische Lösungen wie Datenbanken oder Suchmechanismen gelegt wurde und zu wenig beachtet wurde, dass es vor allem um das Zusammenwirken der Menschen geht. Genau das wollen das Buch und seine Autoren ins rechte Licht rücken.
Denn der Wissenserwerb, der Wissensaustausch und die Wissensnutzung erfolgen vor allem in der Interaktion zwischen Menschen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass diese richtig miteinander vernetzt sind. Die Herausgeber und ihre Autoren zeigen, wie das funktionieren kann. Dazu vermitteln sie zum einen konzeptionelle Grundlagen und zeigen zum anderen praktische Anwendungen in konkreten organisatorischen Umfeldern.
Einige Beispiele für die konzeptionellen Grundlagen sind:
- Ronald Billen beschreibt, wie Wissensaustausch und Wissensprozesse in Communities funktionieren.
- Martin Müller und Uwe Schneidewind erläutern, welche Bedeutung Vertrauen und Flexibilität dabei haben.
- Bettina Pardon erklärt, warum die Kommunikationskompetenz der Akteure dabei so wichtig ist.
- Jochen Robes zeigt, wie das Internet als Read-Write-Web dafür genutzt werden kann.
- Ingo Jurk schließlich macht deutlich, warum die Kultur eine entscheidende Basis für die Wissensarbeit in virtuellen Unternehmen ist.
Im praktischen Teil des Buches werden Lösungen vorgestellt, unter anderem von einem Automobilzulieferer, einer privaten Hochschule, einem Dienstleistungsunternehmen, einem Baustoff-Unternehmen. Diese Einzelbeispiele werden ergänzt um die Ergebnisse, die sich aus empirischen Studien zur Bildung und zum Betrieb von Wissensnetzwerken ergeben haben.
Gerald Lembke, einer der Herausgeber fasst die Erkenntnisse aller Beiträge des Buches in seinen Reflexionen zusammen. Er zeigt auf, welche Implikationen sich ergeben und macht deutlich, wie wichtig die Analyse von Wissensprozessen und Wissensnetzwerken ist. Aus theoretischen Einsichten lassen sich praktische Schlussfolgerungen ziehen.
Darüber hinaus beschreibt er die praktischen Implikationen und die Voraussetzungen für erfolgreiche Wissensnetzwerke. Schließlich nennt er die drei entscheidenden Erfolgsfaktoren für Wissensnetzwerke:
- Vertrauen,
- Führung und
- Kultur.
Das Buch gibt insgesamt einen umfassenden Einblick in die Thematik der Wissensnetzwerke und zeigt viele Facetten auf, die in Theorie und Praxis von Bedeutung sind. Die Autoren erläutern in ihren jeweiligen Beiträgen einzelne Sachverhalte in differenzierter und systematischer Form. Sie verweisen dabei auf eine Vielzahl weiterführender Literatur. So ist das Buch ein Beitrag in die Weiterentwicklung des Wissensmanagements insgesamt.
- Change Management
- Erfahrungsaustausch
- Forschung
- Ideenmanagement
- Informationstechnik
- Innovationskultur
- Innovationsprozess
- Innovationsstrategie
- Intranet
- Lernen
- Messe
- Mitarbeiterorientierung
- Mittelstand
- Personalentwicklung
- Problemlösetechnik
- Projektmanagement
- Unternehmenskultur
- Web 2.0
- Wettbewerb
- Zusammenarbeit
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