Reynolds, GarrZen oder die Kunst der Präsentation Mit einfachen Ideen gestalten und präsentieren

Viele Präsentationen sind langweilig und hässlich. Dem will Garr Reynolds, eine Koryphäe auf dem Gebiet der Gestaltung von Präsentationen entgegenwirken. In diesem Buch zeigt er allen, die wichtige Powerpoint-Präsentationen erstellen und vortragen wollen, worauf sie achten müssen, damit sie bei ihrem Publikum Eindruck hinterlassen.

München: Addison-Wesley Verlag, 2008, 229 Seiten
ISBN-10: 3827327083
ISBN-13: 9783827327086
Rezensiert von: Redaktion business-wissen.de

 mit 5 von 5 Punkten bewertet

Das Buch von Garr Reynolds ist nicht nur ein einfaches Buch, sondern auch eine Präsentation seiner Kunst. Es wirkt durch die vielen konkreten Beispiele guter und schlechter Folien. Wobei er deutlich macht, dass die Entwicklung und Gestaltung von Powerpoint-Folien auch ein Handwerk mit (wenigen) Regeln ist, die allgemein gültig sind und die jeder lernen kann. Für die Foliengestaltung ist seiner Meinung nach wichtig:

  • Zeichen vs. Unschärfe: Viele Folien sind mit Informationen überfrachtet, die eigentlich gar nicht wichtig sind.
  • Überlegenheit des Bildes: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Denn sie machen Argumente kräftiger und Geschichten anschaulicher. Das können Fotos, Zeichnungen oder Grafiken sein.
  • Leerraum: Er spielt bei der Gestaltung eine sehr wichtige Rolle. Leerraum wirkt. Doch viele versuchen, den Platz ihrer Folie bis auf den letzten Quadratzentimeter auszunutzen.
  • Gegensatz: Mit diesem Prinzip können einzelne Objekte besonders hervorgehoben werden.
  • Wiederholung: In einer Powerpoint-Präsentation sollte ein Element in identischer oder ähnlicher Form immer wieder wiederholt werden.
  • Ausrichtung: Alle Elemente einer Folie sollten so positioniert sein, dass sie durch eine unsichtbare Linie miteinander verbunden und aneinander ausgerichtet sind.
  • Nähe: Was auf einer Folie zusammengehört, muss auch beieinanderstehen.

Solche Erläuterungen mit vielen visuellen Beispielen machen den Kern des Buches aus. Daneben gibt Reynolds praktische Antworten auf konkrete Fragen wie etwa: Soll das Logo auf jede Folie? (Nein!) Darf man Punktaufzählungen verwenden? (Im Ausnahmefall ja.) Für den Leser, der seine Powerpoint-Präsentationen wirksamer gestalten will – eine Fundgrube. Aber die Umsetzung ist nicht so einfach. Man braucht Geduld und auch Mut. Den der visuelle Stil passt nicht zu jeder Powerpoint-Kultur, wie sie in Unternehmen gepflegt wird.

Reynolds führt auch aus, dass es nicht nur auf die Gestaltung der Folien selbst ankommt, sondern auch

  • auf die Vorbereitung der Präsentation mit Zielgruppenanalyse, Situationsanalyse, kreativen Ideen für Inhalte, Planung der Geschichte und des „Roten Fadens“ und
  • auf die Präsentation selbst, bei der wichtig ist, sich voll und ganz auf seinen Vortrag zu konzentrieren, ihn mit Leidenschaft und Glaubwürdigkeit rüberbringen und eine Verbindung mit dem Publikum herstellen.

Wer das Buch liest und die Ratschläge auf seine letzte Präsentation anwendet, wird einen großen Nutzen für die Zukunft und seinen Erfolg bei seinem Publikum davon tragen. Wer sich die Mühe macht, und im Internet nach den zitierten guten Beispielen sucht, wird noch mehr Gewinn aus diesem Buch ziehen.

Mehr unter:

http://www.presentationzen.com/

http://www.slideshare.net

Und in unserem Dossier zum Thema: Präsentation: Alternativen zur Punktaufzählung in Powerpoint


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