Softwareauswahl

Von Annemike Meyer

Informationstechnologie ist in den meisten Unternehmen inzwischen das lebenswichtige Rückgrat zur effizienten Abwicklung ihrer Geschäftsprozesse geworden. Ohne Informationstechnologie müssen im besten Fall Produktivitätsnachteile in Kauf genommen werden; im schlimmsten Fall kommt das Geschäft innerhalb kurzer Zeit vollständig zum Erliegen.

Software ist das Herz der betrieblichen Informationstechnologie, da mit ihr die Hardware- und Netzinfrastruktur gesteuert und Daten erst lesbar gemacht und ausgewertet werden können. Software steuert alle anderen IT-Komponenten und definiert die maschinelle Lösung von Problemen.

Der Auswahl einer individuell passenden Software kommt nicht nur aus diesem Grund eine besondere Bedeutung zu. Weitere Gründe, sich mit diesem Thema intensiv auseinander zu setzen, ergeben sich aus folgenden Überlegungen:

  • Die Auswahlentscheidung für Software hat langfristigen Charakter, denn die Einsatzdauer von Anwendungssoftware liegt bei durchschnittlich 15 (!) Jahren
  • Die Kosten der Softwareauswahl, -einführung und —wartung können je nach abzubildender Aufgabe sehr hoch sein.
  • Viele Mitarbeiter in Organisationen haben kaum noch andere Aufgaben als die Bedienung von Software. Die Qualität der Software hat entscheidenden Einfluss auf Zufriedenheit und Produktivität der Menschen, die mit ihr arbeiten sollen.

Software kann hinsichtlich ihres Einsatzzweckes in zwei wesentliche Kategorien eingeteilt werden: Anwendungssoftware und Systemsoftware. Beide können individuell für bestimmte Problemstellungen erstellt werden (Individualsoftware) oder als Standardsoftware von einem Lieferanten bezogen und direkt eingesetzt bzw. auf eigene Anforderungen hin angepasst werden.

Fokus dieses Praxisleitfadens ist die Auswahl von Standardsoftware als Teilprozess der Softwareeinführung. Dieser Prozess ist jedoch auch Basis für eine fundierte Entscheidung für oder gegen den Einsatz von Individualsoftware. Sie eignet sich immer dann, wenn im Rahmen des Auswahlprozesses keine passende Standardsoftware identifiziert werden kann.

Ziel des vorliegenden Leitfadens ist es, den Leser bei der Entscheidung für oder gegen eine Softwarelösung an die Hand zu nehmen. Dabei wird die Softwareauswahl im Überblick dargestellt und die wichtigsten Fragen aufgegriffen. Ziel- und Projektdefinition, Anforderungsanalysen, Vorauswahl und Nutzwertanalyse runden das Werk ab. Fazit: Hoher Nutzwert, kompakte Infos und gut zu lesen!

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