Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Funktional Marketing / Absatzwirtschaft Zielgruppenanalysen / Marktforschung

BESTELLEN

Titel Die Snowboardfahrer: Erlebens- und Verhaltensweisen sowie Subkultur junger Menschen
Untertitel
AutorIn Markus Sander
Seiten 135 Seiten
Hochschule Westfälische Wilhelms-Universität Münster Deutschland
Art der Arbeit Staatsexamensarbeit
Abgabe 1998
Note 1
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 90001031
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Einleitung:

Snowboarding boomt. Kaum eine andere Freizeitsportart hat in den letzten Jahren solch eine Entwicklung erlebt und kann auf so Zuwachsraten zurückblicken. Aus der einstmals von sogenannten "Freaks" oder "Verrückten" betriebenen Sportart ist eine Bewegung geworden, die Thilo Bohatsch, Generalsekretär des Snowboard-Weltverbandes ISF, so beschreibt: "Wie auch immer " Snowboarden ist nicht nur Sport, Snowboarden ist mehr: Revolution, Subkultur, Lebenseinstellung, Jugendbewegung, Mode, Party, Freundschaft, Liebe und all das, was jeder, der diesen Sport ausübt oder erst noch ausüben wird, impliziert und selber mit einbringt.

Mit dieser Arbeit möchte ich einen Einblick in die Welt des Snowboardens geben. Ausgangspunkt meiner Überlegungen ist die Behauptung und ich unterstreiche damit die Äußerung von Thilo Bohatsch, daß es sich beim Snowboarden nicht nur um eine neue Funsportart handelt, die in diversen Wintersportgebieten betrieben wird. Man kann von einer jugendlichen Trendsportszene mit eigenem Lebensstil sprechen, die auf der einen Seite immer mehr Anhänger findet, auf der anderen Seite aber auch auf Ablehnung stößt, gerade in den Reihen der passionierten Skifahrer.

Das Phänomen "Snowboarding" ist relativ neu und diese Arbeit zählt so zu einer der ersten ihrer Art. Daraus ergaben sich eine Reihe von Schwierigkeiten bei der Suche nach entsprechender Fachliteratur. So besteht die Literatur meiner Arbeit bis auf die verwendete in Kapitel 2 "Jugend heute" und Kapitel 3 "Freizeit und Freizeitsport", in denen ich den gesellschaftlichen Kontext zur Snowboardszene herstelle, zum großen Teil aus Fachzeitungen, allgemeinen Sportzeitschriften sowie aus Informationen seitens des Snowboard-Weltverbandes ISF.

Das diese Sportart wie keine andere in den letzten Jahren die Begeisterung der Jugendlichen geweckt hat und welche finanziellen und motivationalen Aspekte eine Rolle spielen, soll der Vergleich von drei empirischen Untersuchungen, von denen keine von mir selber durchgeführt wurden belegen. Das es sich bei den `Boarding people´ nicht um eine homogene Gruppe handelt, sondern das es statt dessen innerhalb dieser Subkultur Differenzierungen gibt, soll ebenfalls Gegenstand dieser Arbeit sein. Des weiteren werden szenetypische Merkmale, die man als ausgesprochen bezeichnend für diese sehen kann, beschrieben.

Einen weiteren Schwerpunkt legt diese Arbeit auf das Verhältnis zwischen Snowboardern und Skifahrern. Der Konflikt, den man auch als Generationskonflikt betrachten kann, besteht, seit dem die Board-Generation massenhaft die Pisten bevölkert und den angestammten Skifahrern ihr Terrain streitig macht. So stellt das Magazin "SKI" des Deutschen Skiverbandes (DSV) die Frage: "Klassenkampf auf der Piste: Machen die >>langhaarigen Bombenleger<< mit ihren >>Schalttafeln<< Front gegen biedere >>Zweibrettfahrer<< ?" Das Snowboarding hat in Europa eine Entwicklung erfahren, die von Anfang an durch Medien und Industrie beeinflußt wurde und auch weiterhin beeinflußt wird. Fest steht, daß die Entwicklung fortschreiten wird, neue Trends geboren werden und alte Erlebens- und Verhaltensweisen, die als nicht mehr zeitgemäß gelten, wegfallen. Das aber der Snowboardsport an sich auch in der Zukunft aus den Wintersportgebieten nicht mehr wegzudenken sein wird, steht außer Frage. Dazu noch einmal Thilo Bohatsch: "Snowboard, Snowboarding, Snowboarden. Wie immer man dazu sagt - was zählt, ist ein neues Lebensgefühl, daß den "Ausübenden" beim Snowboarden bis in die letzte Faser des Körpers fährt. (...) Die >>Droge<< beginnt unaufhörlich zu wirken und zieht den Ausübenden in seinen Bann. Sucht ist die Folge jeder Droge, und - ja ich bekenne -wir sind alle süchtig." Anzumerken zu dieser Arbeit bleibt, daß der Sprachstil den Eindruck erwecken könnte, sich im Rahmen einer Examensarbeit nicht wissenschaftlich genug auszudrücken. Dazu muß gesagt werden, daß sich viele spezifische Ausdrücke der Szene, die zum überwiegendem Teil aus dem anglo-amerikanischen Raum stammen, nicht durch deutsche, hochsprachliche Begriffe ersetzen oder übersetzen lassen. Wo dies möglich war, findet sich ein entsprechender Verweis in den Fußnoten.

Inhaltsverzeichnis:

1. Vorbemerkung 1
2. Die Geschichte des Snowboardens 4
2.1 Anfänge und Entwicklung 4
2.2 Entstehung der Snowboardszene in Europa 7
2.3 Entstehung und Entwicklung der Snowboard-Organisationen 9
3. Jugend heute 12
3.1 Was versteht man unter dem Begriff "Jugend" ? - Definition nach Hurrelmann 12
3.2 Die Jugend gibt es nicht mehr 13
3.3 Die jugendlichen Subkulturen/Szenen 16
3.4 Merkmale dieser Subkulturen 19
3.4.1 Kleidung/Mode/Outfit 19
3.4.2 Musik 21
3.4.3 Sprache 23
4. Freizeit und Freizeitsport 26
4.1 Was versteht man unter dem Begriff "Freizeit" ? - Definition nach Hurrelmann 26
4.2 Motivationale Aspekte des Freizeitsports 27
4.3 Freizeitsporttrends der Jugendlichen 28
4.3.1 Jugendliche Sportkulturen 28
4.3.2 Der Individualisierungsprozeß 30
4.3.3 Sporttrends in den 90er Jahren 32
4.4 Skateboarding - Beispiel für eine jugendliche Trendsportszene, die mit dem Snowboarding verwandt ist 35
5. Die Subkultur der Snowboarder 38
5.1 Vergleich empirischer Untersuchungen zur Snowboardszene 38
5.1.1 Demographische Struktur 39
5.1.2 Finanzielle und gesellschaftliche Situation 46
5.1.3 Motivationale Aspekte des Snowboardings 49
5.1.3.1 Das Spaßmotiv 49
5.1.3.2 Das Risikomotiv 50
5.1.3.3 Die sozialen Motive 51
5.1.3.4 Das Naturmotiv 51
5.2 Die unterschiedlichen Snowboardtypen 52
5.2.1 Die Freerider 52
5.2.2 Die Freestyler 55
5.2.3 Die Alpinen/Carver 59
5.3 Die Stars der Szene 61
5.3.1 Peter Bauer 61
5.3.2 Shaun Palmer 63
5.3.3 Terje Haakonsen 64
5.3.4 Petra Müssig 66
5.4 Die Disziplinen 68
5.5 Die szenetypischen Erlebens- und Verhaltensweisen sowie das äußere Erscheinungsbild 73
5.5.1 Kleidung/Outfit 73
5.5.2 Sprache 77
5.5.3 Musik 81
5.5.4 Das "Feeling" 84
5.5.5 Veranstaltungen 87
5.5.6 Magazine/Fanzines 95
5.5.7 Vereine 97
5.6 Snowboardende Mädchen/Frauen 99
5.7 Das Verhältnis Snowboarder - Skifahrer 100
5.7.1 Die Entstehung des Konflikts 101
5.7.2 Der Generationskonflikt 102
5.7.3 Das Bild der Snowboardfahrer bei den Skifahrern 105
5.7.4 Das Bild der Skifahrer bei den Snowboardfahrern 107
5.7.5 Konfliktforschung 108
6. Schlußwort und pädagogischer Ausblick 112
7. Literaturverzeichnis 117

BESTELLEN