|
Einleitung:
Im Zeitalter der Informationsgesellschaft, in einer Zeit, in der sich "Information" zum vierten Produktionsfaktor entwickelt, sollte man davon ausgehen können, daß jedem die Informationen zugänglich sind, die er zur Bewältigung seiner täglichen (Lebens-)Aufgaben benötigt. Wenn sogar von "Informationsflut" gesprochen wird, könnte man vermuten, daß dem Einzelnen sogar mehr Informationen vorliegen sollten, als er aufnehmen, verstehen und verarbeiten kann. Informationen, die dem Einzelnen vorliegen, müssen im Vorfeld transportiert, d. h. kommuniziert, bzw. zugänglich gemacht werden. Auch in dieser Hinsicht hat unsere heutige Zeit einiges an Technik zu bieten: Digitales Telefonieren, Bildtelefon, Internet, elektronische Mailsysteme, Datenbanken,
Durch fortschreitende Globalisierung und dem dadurch entstehenden internationalen Wettbewerb sind insbesondere deutsche Unternehmen gezwungen, sich effizient zu organisieren und damit Kosten zu senken. Von der Betriebswirtschaft werden immer mehr neue Management- und Organisationsprinzipien wie z. B. Lean Management, Reengineering, Total Quality Management oder Shareholder Value vorgestellt, die ausgelöst vom Wettbewerbsdruck von den Unternehmen aufgenommen und "umgesetzt" werden. In diesen Phasen der Veränderung bzw. Restrukturierung müssen die neuen Strukturen und die damit verbundenen neuen Unternehmensziele den Mitarbeitern vermittelt werden. Wird von den Unternehmen die Bedeutung von zwischenmenschlicher Kommunikation in diesen Phasen erkannt; herrscht auch hier eine Informationsflut?
Zielsetzung dieser Arbeit ist, Aussagen zur Bedeutung zwischenmenschlicher Informations- und Kommunikationsprozesse in der Restrukturierung eines Unternehmens zu treffen. Zu diesem Zweck wurde eine Untersuchung, d. h. eine mündliche und eine schriftliche Mitarbeiterbefragung, in einem Unternehmen durchgeführt, das sich in einem Restrukturierungsprozeß befindet.
Gang der Untersuchung:
Um diese Aussagen treffen zu können, werden zunächst in Kapitel 2 die Begriffe "Information" und "Kommunikation" sowie deren Funktionsweisen anhand unterschiedlicher Modelle dargestellt. Anschließend werden verschiedenste Phänomene, die bei Informations- und Kommunikationsprozesse auftreten können und zu berücksichtigen sind, erläutert.
In Kapitel 3 wird "Restrukturierung" unter wirtschaftlichen und industriesoziologischen Aspekten skizziert. Im Anschluß daran wird das in dieser Arbeit untersuchte Unternehmen eingehend vorgestellt und anschließend unter 3.3 gezeigt, daß sich dieses Unternehmen im Prozeß der Restrukturierung befindet.
Auf Grundlage der vorangehend erläuterten Theorien erfolgt in Kapitel 4 eine theoretische Herleitung der Bedeutung von Information und Kommunikation in der Restrukturierung. Dabei geht es zunächst um einen generellen Bedeutungszusammenhang, um diesen anschließend auf die spezifischen Strukturen des untersuchten Unternehmens zu übertragen.
In Kapitel 5 werden die Forschungsfragen formuliert, anhand derer die Untersuchungsergebnisse in Kapitel 7 diskutiert werden, um anschließend Aussagen zur Ausgangsfragestellung zu treffen. Inhalt von Kapitel 6 ist die Methode der durchgeführten Untersuchung. Die abschließende Schlußbetrachtung mit einem kritischen Ausblick erfolgt in Kapitel 8.
Inhaltsverzeichnis:
|
|
|
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
|
|
|
|
TABELLENVERZEICHNIS
|
V
|
|
1.
|
Einleitung
|
1
|
|
2.
|
Information und Kommunikation
|
2
|
|
2.1.
|
Grundlagen der zwischenmenschlichen Kommunikation
|
4
|
|
2.2.
|
Modelle der Information und Kommunikation und ihre Funktionsweisen
|
6
|
|
2.2.1.
|
Nachrichtentechnisches Kommunikationsmodell nachShannon & Weaver
|
6
|
|
2.2.2.
|
Erstmaligkeits-Bestätigungs-Modell nach von Weizsäcker/von Weizsäcker
|
7
|
|
2.2.3.
|
Die menschliche Kommunikation nach Watzlawick/Beavin/ Jackson
|
9
|
|
2.2.4.
|
Die vier Seiten der Kommunikation nach Schulz von Thun
|
13
|
|
2.3.
|
Informationsverhalten
|
15
|
|
2.3.1.
|
Beschränkte Informationsverarbeitungskapazität undselektives Informationsverhalten
|
15
|
|
2.3.2.
|
Subjektiver und objektiver Informationsbedarf
|
17
|
|
2.4.
|
Informationswert
|
18
|
|
2.5.
|
Kommunikationsstrukturen/-beziehungen und Aufgabenstellung
|
19
|
|
2.6.
|
Kommunikationsform und Aufgabenstellung
|
23
|
|
2.7.
|
Informationspathologien
|
23
|
|
2.7.1.
|
Intrapersonelle bzw. aktorbezogene Informationspathologien
|
24
|
|
2.7.2.
|
Interpersonelle bzw. interaktionsbezogene Informations-pathologien
|
27
|
|
2.7.3.
|
Wissensbasierte Informationspathologien
|
28
|
|
2.7.4.
|
Kommunikationsprozeß und Informationspathologien
|
28
|
|
3.
|
Das Unternehmen in der Restrukturierung
|
29
|
|
3.1.
|
Restrukturierung
|
30
|
|
3.1.1.
|
Restrukturierung unter wirtschaftswissenschaftlichenAspekten
|
31
|
|
3.1.2.
|
Restrukturierung unter industriesoziologischen Aspekten
|
37
|
|
3.2.
|
Das Unternehmen
|
44
|
|
3.2.1.
|
Der Konzern
|
44
|
|
3.2.2.
|
Der Teilkonzern
|
45
|
|
3.2.3.
|
Entwicklung am Befragungsstandort
|
47
|
|
3.3.
|
Restrukturierung im Fallbeispiel
|
48
|
|
3.3.1.
|
Der Krisenverlauf
|
49
|
|
3.3.2.
|
Das Crash-Programm
|
50
|
|
3.3.3.
|
Die Restrukturierung
|
50
|
|
3.3.4.
|
Die strategische Neupositionierung
|
58
|
|
4.
|
Die Bedeutung von Information und Kommunikation in der Phase der Restrukturierung
|
59
|
|
4.1.
|
Die Bedeutung von Information und Kommunikation für die Transparenz im Unternehmen
|
65
|
|
4.2.
|
Die Bedeutung von Information und Kommunikation für die Koordination im Unternehmen
|
66
|
|
5.
|
Forschungsfragen
|
68
|
|
5.1.
|
Information und Kommunikation
|
68
|
|
5.2.
|
Transparenz
|
69
|
|
5.3.
|
Führung
|
70
|
|
6.
|
Methode der Untersuchung
|
71
|
|
6.1.
|
Mündliche Befragung
|
71
|
|
6.1.1.
|
Interviewleitfaden
|
73
|
|
6.1.2.
|
Durchführung der mündlichen Befragung
|
73
|
|
6.2.
|
Schriftliche Mitarbeiterbefragung
|
74
|
|
6.2.1.
|
Pretest
|
74
|
|
6.2.2.
|
Stichprobe
|
75
|
|
6.2.3.
|
Stichprobenmerkmale
|
76
|
|
6.2.4.
|
Statistik
|
76
|
|
7.
|
Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung
|
77
|
|
7.1.
|
Information und Kommunikation
|
78
|
|
7.2.
|
Transparenz
|
90
|
|
7.3.
|
Führung
|
97
|
|
8.
|
Zusammenfassung und kritischer Ausblick
|
104
|
|
9.
|
LITERATURVERZEICHNIS
|
110
|
|
10.
|
Anhang
|
116
|
|
10.1.
|
Interviewleitfaden (anonymisiert)
|
116
|
|
10.2.
|
Fragebogen (anonymisiert)
|
120
|
|
10.3.
|
Statistische Daten
|
125
|
|
10.3.1.
|
Alter der schriftlich Befragten
|
125
|
|
10.3.2.
|
Arbeitsverhältnisse der schriftlich Befragten
|
126
|
|
10.3.3.
|
Abteilungsgröße der schriftlich Befragten
|
127
|
|
10.3.4.
|
Betriebszugehörigkeit der schriftlich Befragten
|
128
|
|
10.4.
|
Ergebnisse der schriftlichen Befragung
|
129
|
|
10.4.1.
|
Zufriedenheit mit der Informationsqualität
|
129
|
|
10.4.2.
|
Kritik an der Informationsqualität
|
131
|
|
10.4.3.
|
Informationsdefizite
|
132
|
|
10.4.4.
|
Informationsquellen im Unternehmen
|
133
|
|
10.4.5.
|
Kommunikations-/Informationsaktivitäten zwischen den Mitarbeitern
|
135
|
|
10.4.6.
|
Transparenz, Offenheit, Führungskräfte
|
136
|
|
10.4.7.
|
Einstellung gegenüber Information
|
142
|
|
10.4.8.
|
Beurteilung des eigenen Vorgesetzten
|
144
|
|
10.4.9.
|
Die abteilungsübergreifende Besprechung
|
145
|