Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Branche Finanzen Versicherungswirtschaft

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Titel Die Liechtensteinische Lebensversicherung in der individuellen Vermögensberatung
Untertitel Bedeutung und Berechtigung
AutorIn Wilfried Nocker
Seiten 99 Seiten
Hochschule Hochschule Liechtenstein Liechtenstein
Art der Arbeit Bachelorarbeit
Abgabe 2007
Note 1,7
Preis 48,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 91010712
Sprache Deutsch
Medien CD
Inhaltsangabe
Einleitung:

Diese Thesis befasst sich mit den Vorteilen der liechtensteinischen Lebensversicherungslösung, ihrer Berechtigung sowie ihrer aktuellen und auch zukünftigen Bedeutung innerhalb der individuellen Vermögensverwaltung. Eigentlich steckt im Ausdruck "Lebensversicherung" (LV) schon ein Widerspruch, denn die heutige Lebensversicherung und insbesondere die liechtensteinische, dienen nicht mehr dem klassischen Versicherungsgedanken sondern, wie schon erwähnt, eher dem Vermögensaufbau bzw. der Vermögensverwaltung. Mit "Versicherung" ist nämlich generell die kollektive Risikoübernahme in Verbindung zu bringen, aber technisch gesehen wird in einer privaten Lebensversicherung mit dem Kapitaldeckungsverfahren gearbeitet. Das bedeutet, dass jeder Versicherungsnehmer mit seinem Sparanteil (veranlagt am Kapitalmarkt) ein persönliches Deckungskapital bildet, welches schlussendlich nur seinen eigenen Leistungsbezug abdecken wird. Im Verlauf dieser Ausarbeitung wird noch im Allgemeinen auf die verschiedenen Lebensversicherungsprodukte und deren Gestaltungsmöglichkeiten eingegangen sowie im Speziellen auf die für Investoren sehr interessante Variante der liechtensteinischen Lebensversicherung (LLV).

Die Lebensversicherung war schon immer ein wichtiger Teil des individuellen Vermögensaufbaus privater Personen. Wurde sie noch im 19. Jahrhundert als "Glücksspiel" in Gesetzestexten bezeichnet, änderte sich ihr Status von einer Absicherungsform (für Kredite bzw. den Todesfall) hin zu einer sicheren Vermögensanlage für jedermann, vom Wohlhabenden bis zum Kleinverdiener. Seit ca. 10 Jahren wird die klassische Lebensversicherung aber immer mehr von der damals neu entwickelten fondsgebundenen Lebensversicherung bedrängt. Der Zugang zu den Kapitalmärkten wurde nun auch dem kleinen und mittleren Anleger ermöglicht, mit all seinen Chancen und Risiken.

Die neueste Entwicklung im Lebensversicherungsbereich erlaubt es sogar, dass Kunden ihre bereits bei Banken bestehenden Portfolios in einen Lebensversicherungsmantel einbringen können. Somit wird die individuelle Vermögensverwaltung mit den nicht zu unterschätzenden Vorteilen einer Lebensversicherung kombiniert. Diese Ausarbeitung versucht auch die Frage zu beantworten, für welche Gruppe von Anlegern diese Form des Vermögensaufbaus am Interessantesten ist. Eine generelle Aussage darüber kann allerdings nicht getroffen werden, da jede Person unterschiedliche Ansichten über die Veranlagung seines Vermögens hegt. Es wird deshalb versucht die Vorteile einer Lebensversicherung, welche die rechtliche und steuerliche Basis der liechtensteinischen Lebensversicherung bildet, gegen die Vorteile eines herkömmlichen Wertpapierdepots abzuwägen. Dabei spielen nicht nur steuerliche Aspekte eine große Rolle, sondern vor allem auch die flexiblen Vertragsgestaltungsmöglichkeiten einer Lebensversicherung. Dadurch ist sogar ein Vergleich mit einer Stiftung sinnvoll.

Gang der Untersuchung:

Die Arbeit beginnt mit einer kurzen Einführung in allgemein rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen einer Vermögensanlage. Unter anderem wird die EU-Zinsbesteuerung sowie das Bankgeheimnis thematisiert. Das ist deshalb wichtig, da die liechtensteinische Lebensversicherung als Vergleichsobjekt dient und somit ausschließlich grenzüberschreitendes Kapitalvermögen betrachtet wird. In weiterer Folge wird vor allem die Besteuerung von Kapitalerträgen, aber auch die Vermögensnachfolgeplanung thematisiert. Gerade im Bereich der Erbschaftssteuer spielt die Art der Vermögensverwaltung eine große Rolle, deshalb folgt auch ein Vergleich der liechtensteinischen Lebensversicherung mit der Familienstiftung und der österreichischen Stiftung nach dem Privatstiftungsgesetz. Dieses im Jahre 1993 eingeführte Stiftungsrecht kann als äußerst liberal eingestuft werden und muss keinen Vergleich mit dem liechtensteinischen scheuen. Abschließend wird noch auf die Marktchancen aber auch -risiken der liechtensteinischen Lebensversicherung eingegangen.

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