Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Funktional Personalwirtschaft / Personalwesen Personalmarketing / Personalbeschaffung

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Titel Corporate Social Responsibility und Personalmanagement
Untertitel Strategische und funktionelle Interdependenzen
AutorIn Stefanie Zuck
Seiten 84 Seiten
Hochschule Universität Potsdam Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 2007
Note 1,7
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 90010806
Sprache Deutsch
Medien
Inhaltsangabe
Einleitung:

In Deutschland werden durchschnittlich nur 1,4 Kinder pro Frau geboren, was bedeutet, dass nicht einmal die Müttergeneration ersetzt wird und es demzufolge immer weniger Kinder geben wird. Zuwanderung kann das Geburtendefizit langfristig nicht ausgleichen. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden im Jahr 2050 in Deutschland 12 Millionen Menschen weniger leben, die Zahl der neugeborenen Kinder wird dann nur noch halb so hoch sein wie die der dann 60-jährigen. Dies hat auch Auswirkungen auf die zukünftige Personalarbeit, denn in der Folge werden weniger junge Menschen in das Erwerbsleben eintreten, als Ältere dieses verlassen. Die verbleibende Masse wird durchschnittlich immer älter und das verfügbare Arbeitskräftepotenzial sinken. Aus diesem Grund wird die Bedeutung von älteren Arbeitnehmern, Frauen und Zuwanderern als Zielgruppe der Personalarbeit zunehmen.

Die Ursachen für den gegenwärtigen und zukünftigen Fachkräftemangel sind jedoch nicht allein demografischer Art. So lautet eine Schlagzeile aus dem Juni 2007 "Viele Ausbildungsplätze, zu wenig geeignete Bewerber". Während an dieser Stelle bildungspolitische Versäumnisse in den Schulen deutlich werden, ist der Mangel an qualifizierten Universitätsabsolventen, z. B. im IT- und Ingenieursbereich, auch auf nicht bedarfsgerechtes Studienauswahlverhalten zurückzuführen.

Die weit reichende Entwicklung des Wohlfahrtsstaates hat in unserem Land dazu geführt, dass die gesellschaftliche Verantwortung in starkem Maße staatlichen Institutionen zugewiesen wird. In Deutschland besaßen die sozialen Sicherungssysteme und das gut funktionierende staatliche Institutionensystem bisher eine Entlastungsfunktion für Unternehmen, so dass diese sich auf die Verbesserung ihrer technologischen und organisatorischen Wettbewerbsfähigkeit konzentrieren konnten. Da jedoch gegenwärtig und zukünftig soziale Leistungen und Standards finanziell nicht mehr haltbar sind, soll die Verantwortung für nicht-hoheitliche Aufgaben zunehmend vom Staat auf die gesamte Gesellschaft übertragen werden. Der Staat wirkt nun verstärkt aktivierend, indem er an die Eigenverantwortung appelliert und den Ausbau der Bürgergesellschaft fördert. Der Begriff der Bürgergesellschaft versteht dabei auch Unternehmen als Bürger, welche als good corporate citizen ihren Teil zu einer positiven Entwicklung der Gesellschaft beitragen sollen. Das komplizierte gesellschaftliche Gefüge der Gegenwart hat Bürgerbeteiligung und Partizipation zu einer Notwendigkeit gemacht, denn die Informationen und Potenziale liegen bei den Betroffenen selbst - und somit auch in Unternehmen und Nonprofit-Organisationen. Durch Kooperationen zwischen Profit- und Nonprofit-Organisationen kann dieses Potenzial ausgeschöpft und zu beiderseitigem Vorteil genutzt werden.

Doch gesellschaftliche Probleme sind nicht nur hierzulande sichtbar, sondern betreffen vor dem Hintergrund einer globalisierten Wirtschaft die ganze Welt. Als Beispiel sei hier die Auslagerung von Produktionsstätten ins Ausland angeführt, welche zum einen für deutsche Arbeitnehmer oftmals mit dem Verlust des Arbeitsplatzes einhergeht bzw. die Angst der Erwerbstätigen um ihre Arbeitsplätze verstärkt und zum anderen die Verantwortung für die im Ausland beschäftigten Arbeiter mit sich bringt. Umweltzerstörung, Stellenabbau trotz hoher Gewinne und Betrugsskandale im Top-Management großer Unternehmen führen zu Image-, Reputations- und Vertrauensverlusten, beeinflussen Kaufentscheidungen von Konsumenten und zwingen Unternehmen zunehmend, ethische Grundsätze in ihre Philosophie und Strategie einzubeziehen.

Die demografische Entwicklung, der Abbau sozialstaatlicher Leistungen und Globalisierung beeinflussen sowohl die Gesellschaft, als auch die Personalarbeit in den Unternehmen. Nicht nur für international tätige Unternehmen bietet gesellschaftliches Engagement eine Strategie zur sozialen Verankerung an den Betriebsstandorten und darüber hinaus in den Gesellschaften, in denen sie produzieren und verkaufen. Für die Unternehmen ist es ebenso existenziell, den Aufbau sozialen Kapitals zu unterstützen, um eine spätere Personalbedarfsdeckung sicherzustellen, wie auch notwendig, vorhandene und potenzielle Fach- und Führungskräfte für das Unternehmen zu gewinnen und zu binden. Die unternehmerische Verantwortung, sowohl in der Mitarbeiterdimension, als auch in der Gesellschaftsdimension wird im Konzept von Corporate Social Responsibility (CSR) zusammengeführt.

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem aktuellen Thema Corporate Social Responsibility (CSR), wobei vordergründig die Entwicklungen in Deutschland betrachtet werden. Das Ziel ist die Darstellung von Interdependenzen, also gegenseitiger Abhängigkeiten, zwischen CSR und dem Personalmanagement. Die Grundlage dieser Arbeit ist das Literaturstudium.

Ausgehend von den skizzierten Problemen wird im folgenden Kapitel die Entwicklung und Situation von CSR in Deutschland vorgestellt. Die Begriffsvielfalt in Theorie und Praxis erfordert eine Abgrenzung der Definitionen sowie eine Darstellung der Arbeitsgrundlage. Daran anschließend werden die Ziele und Vorteile von CSR für die Unternehmen zusammengefasst. Des Weiteren werden im zweiten Kapitel verschiedene CSR-Instrumente vorgestellt.

Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf der Beschreibung von Interdependenzen zwischen CSR und dem Personalmanagement. Methodisch erfolgt hierbei eine Orientierung an der Funktionssystematik von Thom und Zaugg.

Die Verbindung zwischen CSR und dem Personalmanagement wird über die Unternehmensstrategie hergestellt, welche gemeinsam mit der Metafunktion des strategischen Personalmanagements im dritten Kapitel erläutert wird.

Im vierten Kapitel wird auf die Prozessfunktionen Personalplanung, -beschaffung, -entwicklung, -einsatz, -erhaltung und -abbau und im fünften Kapitel auf die Querschnittsfunktionen Personalmarketing, -controlling und -information, sowie Organisation des Personalmanagements eingegangen. Da die Funktionen im Rahmen dieser Arbeit nicht detailliert beschrieben werden können, soll sich ihre Darstellung auf eine überblicksartige Begriffsbestimmung beschränken und in erster Linie diese Aspekte beleuchten, die Interdependenzen mit CSR aufweisen.

Im sechsten Kapitel erfolgt eine kritische Würdigung ausgewählter Inhalte. Eine Zusammenfassung und ein Ausblick werden die vorliegende Arbeit beschließen.

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