Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Branche Finanzen Bankwirtschaft / Kreditwirtschaft

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Titel Die Bankenpolitik der mittelständischen Unternehmen
Untertitel
AutorIn Till Kleinlein
Seiten 127 Seiten
Hochschule Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt-Aschaffenburg Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 1997
Note 1
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 91001262
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Gang der Untersuchung:

In der vorliegenden Arbeit wurde zu Beginn auf die Charakteristika einer Unternehmen-Bank-Beziehung mit ihren unterschiedlichen Ausgestaltungen eingegangen. Diese Vielfältigkeit und die Entwicklung der Unternehmen-Bank-Beziehungen machen die Existenz einer Bankenpolitik notwendig.

Anschließend folgte die Untersuchung der überwiegend von mittelständischen Unternehmen nachgefragten Bankleistungen, die als Grundlage für die in Teil D aufgeführten geschäfts- bzw. produktspezifischen Auswahlkriterien dient. Zusammen mit den allgemeinen bankspezifischen Kriterien ergibt sich das Anforderungsprofil, welches die Bank mit ihren Fähigkeiten zu erfüllen hat.

Um nun die für das Unternehmen geeignetsten Banken zu selektieren, muß das Anforderungsprofil dem Fähigkeitsprofil der Banken gegenübergestellt werden. Mögliche Hilfsmittel sind dabei Bewertungssysteme, wobei in dieser Arbeit näher auf die Scoring-Methode eingegangen wurde. Diese ermöglicht, im Gegensatz zu rein subjektiven Bewertungsmethoden, die einer Bankenpolitik widersprechen, die Einbeziehung von quantitativen und qualitativen Merkmalen in die Bewertung. Die Ergebnisse des Bewertungsvorganges, welche in Ranglisten zu ersehen sind, unterstützen die Auswahlentscheidung.

Durch die so erzielte Systematisierung der Auswahlentscheidung ist dieser Vorgang transparent und überprüfbar geworden und entspricht den Richtlinien einer aktiven Bankenpolitik. Regelmäßige Kontrollen dienen der Anpassung der Geschäftsverteilung auf bestehende und potentielle Bankverbindungen und sind somit Instrument der Steuerung von Bankverbindungen. Damit wird die Wahrscheinlichkeit, daß nachgefragte Bankleistungen den Fähigkeiten der Banken entsprechen, erhöht.

Eine derart aktiv geführte Bankenpolitik ermöglicht es den Unternehmen bei entsprechender Vorgehensweise, die Zusammenarbeit mit Banken zu optimieren und als Folge einen Wettbewerbsvorteil daraus zu ziehen. Da dies auch die Finanzziele des Unternehmens und damit auch das übergeordnete Unternehmensziel positiv beeinflußt, wird die Notwendigkeit einer Bankenpoltik augenscheinlich.

Der Markt für Finanzdienstleistungen unterliegt einem rasanten Wachstum. Grund hierfür ist die Globalisierung, Deregulation, Desintermediation, Securitisation und die Computerisierung.

Die traditionellen Bankgeschäfte werden durch Kapitalmarktdienstleistungen und Allfinanzprodukte erweitert. Dies führt neben dem rasanten Wachstum zu einem verschärften Wettbewerb auf der Anbieterseite von Finanzdienstleistungen. Um die Gunst der Nachfrager bemühen sich neben den traditionellen Anbietern wie Universalbanken, Geschäftsbanken und Wertpapierhäusern verstärkt Near-Banks wie Versicherungen, Kapitalanlagegesellschaften und Kartenunternehmen. Weitere Konkurrenten der Kreditinstitute sind neuerdings multinationale Konzerne, Handelsketten und Versandhäuser, sogenannte Non-Banks.

Die Kreditinstitute reagieren auf diese Wettbewerbsveränderungen durch strategische Allianzen und Fusionen sowie durch die Anwendung des Lean-Bankings. Als Folge ist eine intensivere Kunden- und Serviceorientierung festzustellen, welche eine after sale- Betreuung miteinschließt. Kreditinstitute errichten Service-Center und ermöglichen den Privat- und Firmenkunden durch moderne Kommunikationsmittel, wie z. B. dem Internet, Geldgeschäfte effizienter zu erledigen. Auch können so Informationen, deren Stellenwert als Wettbewerbsfaktor künftig noch zunehmen wird, zur Verfügung gestellt werden. Einige Kritiker sehen in dieser Zuwendung zum unpersönlichen Kontakt eine weiter sinkende Bankentreue der Kunden. Doch steht diese Entwicklung erst am Anfang und gerade deshalb können sich bestimmte Kreditinstitute durch besondere Leistungen, wie z. B. die Bereitstellung von Ad-hoc-Mitteilungen, von ihrer Konkurrenz abheben.

Einen ähnlichen Prozeß durchlaufen mittelständische Unternehmen. Sie bewegen sich ebenfalls in einem Umfeld ständiger Veränderungen und Anpassungen. Der zunehmende Wettbewerb zwingt kleine und mittlere Unternehmen Joint-Ventures, Kooperationen und Fusionen einzugehen. Zusätzlich betreiben große Konzerne vermehrt Outsourcing-Aktivitäten, um eine stärkere Wettbewerbsposition zu erlangen. Dadurch werden die Unternehmen als Nachfrager von Bankleistungen immer anspruchsvoller, wenn es um die Befriedigung ihrer Bedürfnisse geht. Zum einen sind sie bzw. werden sie besser informiert und zum anderen hat der gestiegene Wettbewerb unter den Kreditinstituten zu einem selbstbewußteren Auftreten der Unternehmen gegenüber ihren Haus- und Hauptbanken geführt. Diese Entwicklung hat eine abnehmende Bankloyalität zur Folge, die sich in Zukunft weiter fortsetzen wird.

Die aufgezeigten Strukturveränderungen werden vermehrt auch mittelständische Unternehmen dazu bewegen, Kreditinstitute nach bestimmten Kriterien zu bewerten und mit Hilfe der daraus gewonnenen Erkenntnisse Bankverbindungen einzugehen bzw. zu lösen. Der Einsatz von standardisierten Bewertungsmethoden vereinfacht die Anwendung einer Bankbewertung. Dies wird zu einer hohen Akzeptanz und einer schnellen Umsetzung unter den Mittelständlern führen. Da eine Bankenpolitik die Richtlinien einer Bankbewertung beinhalten sollte, wird die Existenz einer solchen für derartige Unternehmen unverzichtbar.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 1
Abbildungsverzeichnis 5
Abkürzungsverzeichnis 6
A. Einleitung 8
I. Einordnung und Zielsetzung der Arbeit 8
II. Vorgehensweise 10
III. Definitionen 10
B. Charakterisierung der Unternehmen-Bank-Beziehung 14
I. Finanzintermediation als Basis einer Unternehmen-Bank-Beziehung 14
II. Finanzwirtschaftliche Zielkonflikte zwischen Unternehmen und Banken 15
1. Ziele der Unternehmen 15
2. Ziele der Banken 16
3. Zielkonflikte zwischen Unternehmen und Banken 17
III. Bankenpolitik der Unternehmen 18
IV. Arten der Unternehmen-Bank-Beziehung 19
V. Entwicklung der Unternehmen-Bank-Beziehung 22
C. Anforderungsprofil von Unternehmen 24
I. Cash-Management 24
1. Definition 24
2. Instrumente 26
a. Netting 26
b. Cash Pooling 27
c. Leading und Lagging 29
d. Instrumente zur Float-Steuerung 29
II. Datenübertragungsformate 31
1. Definition 31
2. Arten 31
a. DTA 31
b. S.W.I.F.T 31
c. EDIFACT 32
III. Währungs- und Zinsmanagement 33
1. Definition und Charakteristika 33
a. Währungsmanagement 33
b. Zinsmanagement 36
2. Instrumente 39
a. Forwards und Financial Futures 39
aa. Devisentermingeschäfte 40
bb. Forward Rate Agreements 41
cc. Devisen-Futures 41
dd. Zins-Futures 42
b. Optionen 42
aa. Devisenoptionen 43
bb. Zinsoptionen 43
c. Swaps 44
aa. Devisenswaps 44
bb. Zinsswaps 45
d. Zinsbegrenzungsverträge 45
aa. Caps 45
bb. Floors 46
cc. Collars 46
IV. Corporate Finance 47
1. Definition 47
2. Arten 48
a. Mergers & Acquisitions 48
b. Projektfinanzierung 50
c. Leasing 55
D. Anforderungskriterien für die Auswahl von Banken 59
I. Abgrenzung der bankspezifischen Kriterien 59
1. Beratungsleistung 59
2. Technischer Standard 60
3. Geographische Präsenz 60
4. Innovationskraft 61
5. Finanzielle Stabilität und Größe 61
6. Preis 61
7. Standing 62
8. Geschäftliche und persönliche Beziehungen 62
9. Flexibilität 63
II. Geschäftsspezifische Kriterien 63
1. Cash-Management und Datenübertragungsformate 63
a. Beratung 63
aa. Allgemeine Beratungsanforderungen 64
bb. Instrumentspezifische Beratungsanforderungen 65
b. Technik 69
aa. Allgemeine technologische Anforderungen 70
bb. Instrumentspezifische technologische Anforderungen 74
c. Preis 76
aa. Beratungsspezifische Preisanforderungen 77
bb. Technologische Preisanforderungen 79
2. Währungs- und Zinsmanagement 81
a. Allgemeine Beratungsanforderungen 81
b. Produktspezifische Beratungsanforderungen 84
c. Innovationskraft 85
d. Finanzielle Stabilität 86
3. Coporate Finance 87
a. Allgemeine Anforderungen 87
b. Produktspezifische Anforderungen 89
aa. Mergers & Acquisitions 89
bb. Projektfinanzierungen 92
cc. Leasing 97
E. Die Bewertung von Bankverbindungen 99
I. Entstehungsgründe 99
II. Ermittlung des optimalen Eignungsprofils 100
1. Bewertung der Kosten und Erlöse von Bankverbindungen. 102
2. Bewertungsproblematik der qualitativen Anforderungskriterien 104
3. Die Scoring-Methode 106
III. Kontrolle und zukünftige Steuerung der Bankverbindungen 108
F. Fazit 112
Literaturverzeichnis 115

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