Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Branche Tourismus / Fremdenverkehr

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Titel Das Reisebüro der Sinne
Untertitel Multisensorisches Marketing in stationären österreichischen Vollreisebüros im Zeitalter der Erlebnisökonomie
AutorIn Sophie Lankmaier
Seiten 229 Seiten
Hochschule Fachhochschule Salzburg Österreich
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 2008
Note 1
Preis 68,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 91012676
Sprache Deutsch
Medien
Inhaltsangabe
Einleitung:

Kaum eine andere Branche war in den letzten Jahren solchen Veränderungen unterworfen wie der touristische Reisemarkt. Terroranschläge, Epidemien und politische Krisen hatten maßgebliche Auswirkungen auf die Reiseintensität. Doch nicht nur das Reisen an sich hat sich verändert; auch der Weg zur Information und zur Reisebuchung ist heutzutage bereits für viele Menschen ein anderer. Immer mehr Menschen werden in Zukunft das Internet zur Reisebuchung nutzen und somit wird Disintermediation bald für viele klassische Reisemittler Realität sein.

Welche Möglichkeiten können standortbasierte Reisebüros finden, um auch in Zukunft gegen die übermächtige Konkurrenz der Online-Reisebüros bestehen zu können? Was bietet ein klassisches Reisebüro, was das Internet dem Kunden nicht bieten kann?

Unbestreitbar wird sich ein standortbasiertes Reisebüro in Zukunft nur über einen maßgeblichen USP differenzieren können: das Erlebnis bei der Buchung selbst. Dem Reisebüro muss es gelingen, die Urlaubsemotionen bereits beim Betreten des Büros auszulösen und dem Kunden somit ein unersetzbares Erlebnis zu bieten. Zum Erlebnis gehört untrennbar auch die Qualität der Beratung und somit die Qualifikation der Mitarbeiter.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der veränderten Situation der klassischen Reisemittler und soll Möglichkeiten aufzeigen, wie sich Reisebüros mithilfe von multisensorischem Marketing auf Basis der Erlebnisökonomie von der Konkurrenz abheben können.

Relevanz der Thematik und Problemstellung:

Seit Bestehen der Reisebüros hatten diese eine unangefochtene Stellung im Vertrieb von Reisen. Durch die rapide Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKTs) in den letzten Jahrzehnten haben sich für die Kunden jedoch neue Möglichkeiten zur Informationsbeschaffung und Reisebuchung ergeben. Seit einigen Jahren wird den klassischen Reisebüros nun bereits das bevorstehende Ende vorhergesagt: Reisen, die über das Internet gebucht werden nehmen stetig zu. Online-Reisebüros und die Billigfluglinien stellen derzeit die größte Konkurrenz für das klassische, stationäre Reisebüro dar. Im Jahr 2007 wurden in Deutschland erstmals mehr Reisen über das Internet (33,6%) als im Reisebüro (29,3%) gebucht (vgl. ADAC Reisemonitor 2008, [onl.]). Die Kunden bleiben im Reisebüro zwar nicht vollkommen aus, es ist jedoch bereits ein starker Rückgang der Buchungen zu verzeichnen.

Die Tatsache, dass diese Entwicklung - wenn auch langsamer als erwartet - zur Existenzbedrohung für klassische Reisebüros heranwachsen wird, ist in der Reisebürobranche allgegenwärtig. Standortbasierte Reisebüros werden in Zukunft ihre traditionelle Rolle als reiner Vermittler von Reisen überdenken und den Kunden einen Mehrwert bieten müssen.

Zielsetzung der Arbeit:

In erster Linie soll untersucht werden wie klassische, standortbasierte Reisebüros ihren Kunden mithilfe von multisensorischen Maßnahmen ein 'Buchungserlebnis' bieten können.

Ziel dieser Arbeit ist es, mithilfe der Ergebnisse der empirischen Untersuchung, Handlungsempfehlungen für die Praxis zu geben. Das bedeutet, dass mithilfe der gewählten Forschungsmethode und auf Basis der theoretischen Abhandlung konkrete multisensorische Maßnahmen entwickelt werden sollen, die es einem stationären österreichischen Vollreisebüro ermöglichen, sich innerhalb des Marktes zu differenzieren und sich vor allem von der Konkurrenz des Internets abzugrenzen.

In dieser Arbeit soll nur auf die Beratungsprozesse und den Verkauf speziell von Urlaubsreisen eingegangen werden, da bei der Buchung von z.B. Geschäftsreisen Emotionen und somit auch eine Einbeziehung der Sinne eine untergeordnete Rolle spielen. Des Weiteren wird das Forschungsobjekt auf stationäre österreichische Vollreisebüros begrenzt.

In der vorliegenden Arbeit sollen die Probleme, die die Disintermediation für klassische Vollreisebüros mit sich bringen, nicht eingehend beschrieben, sondern Lösungswege mithilfe von multisensorischem Marketing aufgezeigt werden. Es wird in dieser Arbeit deshalb nur kurz, im Rahmen der allgemeinen Situation der Reisemittler, auf dieses Problem eingegangen. Einige Diplomarbeiten, die in den letzten Jahren verfasst wurden, haben sich hinlänglich mit diesem Phänomen beschäftigt und sollen dieser Arbeit als Grundlage dienen.

Diese Arbeit soll sich weiters nicht mit den Tiefen des Neuromarketings beschäftigen, da eine detaillierte Einbeziehung aller Faktoren des Neuromarketings den Rahmen der Arbeit überschreiten würde. Vielmehr sollen die Grundlagen des Neuromarketings für die Ansprache der fünf Sinne heran gezogen werden.

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