Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Funktional Existenzgründung

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Titel Erfolgsfaktoren einer Existenzgründung in der Sportmarketingbranche
Untertitel Eine empirische Analyse personen- und strategiebezogener Merkmale
AutorIn Johannes Schuchardt
Seiten 241 Seiten
Hochschule Deutsche Sporthochschule Köln Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 2009
Note 1,5
Preis 68,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 90012739
Sprache Deutsch
Medien
Inhaltsangabe
Einleitung:

Existenzgründungen haben für jeden Wirtschaftstandort einen hohen Stellenwert, da sie Wachstums- und Innovationsprozesse auslösen und zu mehr Beschäftigung beitragen. Besonders Fachhochschul- und Universitätsabsolventen werden als potenzielle Existenzgründer von wirtschaftspolitischer Seite verstärkt umworben. Durch deren hochqualifizierte fachliche Ausbildung steigen die Erfolgsaussichten ihrer Unternehmensgründungen und sind im Allgemeinen expansiver und wachstumsorientierter.

Der Arbeitsmarkt für Akademiker hat sich in den letzten Jahrzehnten gravierend verändert. Während Hochschulabsolventen früher ohne Weiteres eine adäquate Festanstellung erhalten haben, gibt es heutzutage keine Garantie mehr dafür, diese unmittelbar und ohne Schwierigkeiten zu finden. Da inzwischen die Absolventenzahlen höher sind als das Berufsangebot, kommt es zu einem durch vertikale und horizontale Substitution gekennzeichneten, 'Verdrängungswettbewerb'.

Auf Grund des mangelnden Stellenangebotes müssen z.T. hoch qualifizierte Akademiker nicht ausbildungsadäquate Anstellungen mit ggf. schlechterer Bezahlung in Kauf nehmen.

Der Arbeitsmarkt Sport stellt jedoch vor diesem Hintergrund eine berufliche Chance mit Zukunftsperspektiven dar. Da in den letzten Jahrzehnten die Nachfrage nach aktivem und passivem Sport gestiegenen ist, hat sich dieser Bereich immer weiter zu einer relevanten wirtschaftlichen Größe in Deutschland entwickelt. Diese erhöhte Bedeutung sowie Professionalisierung und Kommerzialisierung des Sports bietet zahlreiche mögliche Beschäftigungsfelder.

Dabei stellen Sportmarketingbetriebe das Bindeglied zwischen Wirtschaft und Sport dar, deren Anliegen es ist, die kommunikativen Werte des Sports mit den ökonomischen Gegebenheiten der Wirtschaft zu verbinden.

Vor diesem Hintergrund gewinnen Existenzgründungen in der Sportbranche als Arbeitsmarktperspektive von Diplomsportwissenschaftlern zunehmend an Bedeutung. Während im Zeitraum von 1986 bis 1990 die Zahl der selbstständigen und freiberuflich tätigen Sportwissenschaftler noch bei 14% lag, ist sie in den Jahren 1995 bis 1997 auf 23% und in den Jahren 2003 bis 2005 bereits auf 27% angestiegen. Gut ein Viertel der Diplomwissenschaftler findet ihre berufliche Existenz dementsprechend heute in der Selbstständigkeit bzw. in freiberuflicher Tätigkeit.

Als institutioneller Rahmen, in dem Absolventen der DSHS mit der Studienrichtung Sportökonomie arbeiten wollen, wird an erster Stelle mit 63,6% die Sportmarketingbranche genannt.

Zwar gelingt es 75% der Absolventen nach ihrem Studium eine Festanstellung zu bekommen, allerdings gibt etwa die Hälfte von ihnen an, auf Grund des Mangels an qualifikationsgerechten Stellen eine Verlegenheitslösung in Kauf genommen zu haben, um überhaupt eine Anstellung zu bekommen.

Die Untersuchung des Verbleibs der Absolventen ergibt schließlich, dass die eigene Existenzgründung immer mehr zur gefragten Alternative wird. Insbesondere für den Wunsch im Berufsfeld Sportmarketing zu arbeiten, spielt die Option der eigenen Existenzgründung eine wichtige Rolle.

Was gilt es jedoch bei einer solchen Existenzgründung speziell in der Sportmarketingbranche zu beachten?

Hier setzt die vorliegende Untersuchung an, die mit folgender Ausgangsfrage befasst ist:

Worauf kommt es bei einer Existenzgründung in der Sportmarketingbranche an, um sich mit dieser Gründung erfolgreich am Markt zu etablieren und welche Fehler können dabei vermieden werden?

Zielsetzung und Aufbau der Arbeit:

Da im Bereich der Erforschung von Erfolgsfaktoren einer Existenzgründung in der Sportmarketingbrache bis dato noch keine spezifischen Untersuchungen angestellt wurden, versucht die vorliegende Studie, diese Lücke zu schließen und die Voraussetzungen und Anforderungen der Branche für einen Gründer zu klären.

Insbesondere stehen im Rahmen dieser Studie die Vorbereitung und Startphase der Gründung sowie die ersten Jahre des Aufbaus der eigenen Existenz im Vordergrund.

Als Forschungsergebnis der Arbeit sollen anwendbare Erkenntnisse dargestellt werden, die geeignet sind, Gründer in der Sportmarketingbranche darin zu unterstützen, eine gut geplante und erfolgversprechende Existenz aufzubauen. Es soll einem potentiellen Gründer möglich gemacht werden, seine Startvoraussetzungen, persönliche Eignung und die Chancen und Risiken der Gründung richtig einzuschätzen. Außerdem soll diese Arbeit dem Existenzgründer dabei behilflich sein, seine Strategie in dieser wettbewerbsintensiven Branche von vorneherein auf die entscheidenden Aspekte zu fokussieren.

Aufbau der Arbeit:

Die vorliegende Arbeit lässt sich grob in die fünf zentralen Teilbereiche Einleitung, theoretische Fundierung, methodische Vorgehensweise, Ergebnisdarstellung der empirischen Untersuchung und Zusammenfassung bzw. Fazit untergliedern.

In diesem einleitenden ersten Kapitel wird neben der 'Zielsetzung und dem Aufbau der Arbeit' (1.1) auch der aktuelle 'Forschungsstand' (1.2) aufbereitet. Resultierende Forschungslücken werden dort aufgedeckt und münden in die 'Fragestellung der Arbeit' (1.3).

Der 'theoretische Bezugsrahmen' der Studie wird im zweiten Kapitel erarbeitet, wobei zur Untersuchung der personenbezogenen Aspekte die ausführlich thematisierte 'Humankapitaltheorie' (2.1) eine breite Basis bietet. Die strategiebezogenen Aspekte werden durch die 'Perspektive sozialer Netzwerke' (2.2) theoretisch fundiert. Des Weiteren tragen zu dem Fundament der Arbeit die 'theoretischen Grundlagen einer Existenzgründung' (2.3) und die 'theoretischen Grundlagen des Sportmarketings' (2.4) bei.

Im nachfolgenden dritten Kapitel - dem 'Methodikteil'- kann die gewählte 'Untersuchungsmethode' (3.1), die Konstruktion des 'Kurzfragebogens und des Interviewleitfadens' (3.2) und die 'Auswahl der Interviewpartner' (3.3) nachvollzogen werden. Nachdem Angaben zur 'Datenerhebung und Untersuchungsgruppe' (3.4) gemacht werden schließt der Methodikteil' mit Informationen zur 'Datenaufbereitung und -auswertung' (3.5).

Kapitel vier stellt den sog. 'Ergebnisteil' der Studie dar und beinhaltet die Darstellung, Analyse und Interpretation der Untersuchungsergebnisse. Zuerst wird das 'Agenturprofil' (4.1) und das 'Personenprofil' (4.2) der befragten Gründer untersucht. Im Anschluss findet dann eine differenzierende Untergliederung der untersuchten Erfolgsfaktoren einer Existenzgründung in der Sportmarketingbranche in personen- und strategiebezogenen Aspekten statt.

Die 'personenbezogenen Aspekte' (4.3) beinhalten das benötigte 'Bildungsniveau' (4.3.1) ebenso wie die 'außerfachlichen Kompetenzen' des Gründers (4.3.2), seine 'Fachkompetenzen' (4.3.3) und die für eine erfolgreiche Gründung in der Branche erforderliche 'Berufserfahrung' (4.3.4). Auf der Grundlage dieser Ergebnisse wird anschließend die im Rahmen der Humankapitaltheorie aufgestellte Hypothese überprüft (4.3.5).

Danach werden die angesprochenen 'strategiebezogenen Aspekte' (4.4) aufgegriffen und dargestellt. Ihnen ist auch der Aspekt der 'Gründung mit einem bzw. mehreren Geschäftspartner/n' (4.4.9) zuzuordnen.

Zum Abschluss des 'Ergebnisteils' werden die von den befragten Existenzgründern genannten 'Anfangsschwierigkeiten und Tipps' (4.6) aufbereitet.

Im fünften Kapitel werden die zentralen Ergebnisse der Studie zusammengefasst und Schlussfolgerungen abgeleitet, die aufgestellten Forschungsfragen (1.3) beantwortet und auf Basis der gewonnen Erkenntnisse finale Thesen generiert.

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