Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Funktional Organisation Gruppen / Teamarbeit

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Titel Evaluation der Wirkung integrativ-partizipativer Verkehrssicherheitsarbeit auf die Einstellung
Untertitel
AutorIn Andreas Bobby Kalveram
Seiten 206 Seiten
Hochschule Ruhr-Universität Bochum Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 1998
Note 1
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 90001281
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Einleitung:

Verkehrsunfälle und die damit verbundenen Folgen stellen für viele Unternehmen ein Problem mit großer Bedeutung dar. Allerdings verfügen derzeit nur wenige Unternehmen über ein ausgereiftes organisatorisches System zur Förderung der betrieblichen Verkehrssicherheit. Vielmehr wird Verkehrssicherheitsarbeit in vielen Betrieben noch immer als ein notwendiger Annex der allgemeinen Sicherheitsarbeit verstanden. Verkehrssicherheitsarbeit beschränkt sich dabei zumeist auf vereinzelte Sicherheitsaktionen (z.B. Plakataktionen, Verkehrssicherheitstrainings). Dies sind erste Ansatzpunkte, doch umfassende Konzepte zur betrieblichen Verkehrssicherheitsarbeit unter aktiver Einbeziehung der Beschäftigten werden bisher nur äußerst selten verwirklicht.

Außerdem werden betriebliche Verkehrssicherheitsmaßnahmen zumeist nur mit Beschäftigten durchgeführt, die bereits in besonderem Maße mit diesem Thema in ihrem Berufsalltag konfrontiert werden (z.B. Berufskraftfahrer). Integrativer und partizipativer (Verkehrs-) Sicherheitsarbeit kommt deshalb heutzutage eine immer entscheidendere Bedeutung zu, denn neben rein quantitativen Gründen (hohe Unfallzahlen, hohe wirtschaftliche Folgekosten, etc.) sind es vor allem auch qualitative Gründe (Wandel der Organisationsstrukturen, stärkere Bedeutung von Gruppenarbeitskonzepten, Wertewandel der Mitarbeiter, etc.) die dafür sprechen, neue Wege in der betrieblichen Sicherheitsarbeit zu beschreiten, um einen höheres Niveau in der Sicherheitsarbeit zu erreichen.

In der vorliegenden Arbeit wird deshalb skizziert, wie neue Ansätze für eine integrativ-partizipative (Verkehrs-) Sicherheitsarbeit aussehen. Das Konzept unterscheidet sich von bisherigen Ansätzen betrieblicher Sicherheitsarbeit, die vor allem auf sicherheitliches Verhalten i.S. absoluter Norm- und Regelerfüllung durch extrinsische Motivatoren wie beispielsweise Prämiensystemen oder Belohnungen und Bestrafung verschiedenster Art setzen.

Im Gegensatz zu beispielsweise partizipativen Qualitätsmaßnahmen liegen hinsichtlich integrativ-partizipativer Verkehrssicherheitsmaßnahmen derzeit jedoch kaum Evaluationen vor, die über die Wirkfaktoren derartiger Interventionsmaßnahmen Aufschluß geben. In der vorliegenden Arbeit wird ein Konzept ganzheitlich-partizipativer Verkehrssicherheitsarbeit und dessen Umsetzung im Rahmen eines betrieblichen Pilotprojektes vorgestellt, das erstens versucht, durch ein partizipatives und ganzheitliches Vorgehen Verbesserungen in den Bereichen Arbeits- und Verkehrssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz (AVGU) zu erzielen und zweitens auch für verschiedenste Gruppen von Mitarbeitern geeignet ist.

Zusammenfassung:

Dem empirischen Untersuchungsteil geht ein ausführlicher theoretischer Teil voraus, in dem ein weiter Bogen von der Gesetzgebung, über integrative Organisationsentwicklungen bis hin zu Motivations- und Einstellungsprozessen geschlagen wird. Im methodischen Teil wird zunächst die Durchführung der Interventionsmaßnahme hinsichtlich Organisation und Rahmenbedingungen, Stichprobe und dem Untersuchungsdesign beschrieben. Die eingesetzten Untersuchungsinstrumente werden einer Reliabilitätsanalyse unterzogen, um zu überprüfen, ob sie als zuverlässige Diagnostika für AVGU-relevante Einstellungen verwendbar sind. Ferner werden die Validität der verwendeten Instrumente und weitere methodische Phänomene (z.B. Störeffekte) diskutiert.

Die Untersuchung ergibt, daß sich in allen Stichproben sowohl in den Einstellungen als auch im Verhalten Veränderungen in die intendierte Richtung konstatieren lassen. Die Anzahl und auch die Stärke der zu beobachtenden Effekte variieren jedoch zum Teil nicht unerheblich. Die signifikanten Veränderungen stehen meist in einem engem Zusammenhang mit den in den IPW´s behandelten Themen.

Darüber hinausgehend legen die Resultate der Langzeitmessung den Schluß nahe, daß integrativ-partizipativen Verkehrssicherheitszirkel hinsichtlich AVGU-relevanter Fragestellungen bezüglich des Verhaltens und der Einstellung unter Umständen auch eine langfristig geeignete Interventionsmaßnahme im Bereich betrieblicher Verkehrssicherheitsarbeit darstellen.

Die Resultate der vorliegenden Studie ergeben Implikationen für die betriebliche Praxis, die im Abschluß der Arbeit diskutiert werden.

IPW erscheinen als ein adäquates Mittel, um betriebliche Verkehrssicherheits- und Arbeitssicherheitsprobleme zu lösen bzw. um bei den Mitarbeitern Veränderungen in Einstellungen und Verhalten hervorzurufen. Dabei sollten jedoch die Führungskräfte in die Maßnahme (z.B. in Lenkungskreisen) integriert werden. Außerdem erscheint es sinnvoll, betriebliche Verkehrssicherheitsarbeit in einem ganzheitlichen Rahmen zu integrieren (z.B. in einen KVP-Prozeß oder in ein TQM-System). Wesentlich ist, daß auch in partizipativen Maßnahmen eine hohe Zielorientierung gewährleistet werden muß.

Inhaltsverzeichnis:

A. Einleitung 1
1. Problemstellung und Ziel der Untersuchung 1
2. Gründe für eine integrativ-partizipative Sicherheitsarbeit 4
2.1 Unfallstatistiken 4
2.2 Kosten und betriebliche Sicherheitsarbeit 7
2.3 Der Wertewandel 10
B. Theoretischer Teil 12
1. Theoretische Vorüberlegungen 12
2. Makroebene 13
2.1 Die rechtlichen Rahmenbedingungen des Arbeitsschutzes in der Bundesrepublik Deutschland und der EU 13
2.2 Die WHO-Definition von Gesundheit 16
2.3 Die Bedeutung von Sicherheitskultur 17
2.4 Technologisch-strukturelle, sowie branchen- und unternehmensspezifische Rahmenbedingungen der DTAG 20
3. Mesoebene 21
3.1 Gruppenarbeitskonzepte 21
3.2 Grundgedanken integrativ-partizipativer Organisationsentwicklung am Beispiel von Zirkelkonzepten 26
3.3 Betriebliche Sicherheits- und Gesundheitsarbeit 29
3.3.1 Merkmale integrativ-partizipativer AVGU-Arbeit 29
3.3.2 Integrierte und partizipative Managementkonzepte im AVGU 33
4. Individuumsebene 35
4.1 Motivationsprozesse 35
4.2 Einstellungs- und Verhaltensbeeinflussung durch Verkehrssicherheitsarbeit 37
C. Methodischer Teil 42
1. Konzept, Ablauf und Ziele der Interventionsmaßnahme 42
1.1 Ansatz und Ziele des Beratungskonzeptes Fuhrpark des DVR 42
1.2 Allgemeiner Ablauf integrativ-partizipativer Workshops zur Verkehrssicherheit 44
2. Untersuchungsdurchführung 47
2.1 Stichproben 47
2.2 Inhalte der integrativ-partizipativen Workshops zur Verkehrssicherheit 49
2.2.1 Workshopinhalte der NL Frankfurt/M. 49
2.2.2 Workshopinhalte NL Rosenheim 50
2.2.3 Workshopinhalte NL Oschatz 50
3. Untersuchungsdesign 50
4. Meßinstrumente 51
4.1 Fragebogen zum integrativ-partizipativen AVG 523
4.2 Der AVGU-Verhaltensbeobachtungsbogen (AVGU-VB) 53
5. Gütekriterien 54
5.1 Reliabilität 54
5.2 Validität 55
5.3 Testnormierung 56
6. Hypothesen 56
7. Methoden der statistischen Auswertung 57
D. Ergebnisse 59
1. Reliabilitätsanalysen 59
2. Ergebnisse NL Frankfurt/M 62
3. Ergebnisse NL Rosenheim 65
4. Ergebnisse NL Oschatz (Langzeitmessung) 68
4.1 Resultate der Einstellungsmessung 68
4.2 Resultate der Verhaltensbeobachtung 71
4.2.1 Verkehrssicherheit 72
4.2.2 Arbeitssicherheit 73
4.2.3 Gesundheitsschutz 74
5. Vergleich der Umsetzungseffizienz in den drei Niederlassungen 74
E. Diskussion 75
1. Diskussion der Ergebnisse 75
2. Probleme, Störeffekte 82
3. Kritik 84
4. Verbesserungsvorschläge 86
5. Ausblick 89
F. Literaturverzeichnis 91
G. Anhang
1. Protokolle der Workshops
1.1 Niederlassung Frankfurt/M.
1.2 Niederlassung Rosenheim
1.3 Niederlassung Oschatz
2. Der Fragebogen zum integrativ-partizipativen AVG (FB-IP-AVG)
3. Codierplan und Itemzuordnung des Fragebogens zum integrativ-partizipativen AVG (FB-IP-AVG)
4. Skalen des (FB-IP-AVG)
5. Das Arbeitssicherheits-, Verkehrssicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutz-Verhaltensbeobachtungsinstrument (AVGU-VB)
6. Resultate der Reliabilitätsanalysen des FB-IP-AVG

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