Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Branche Finanzen Finanzen allgemein

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Titel Rohstoffe und ihre Korrelation mit traditionellen Anlagemärkten
Untertitel Eine kritische Analyse
AutorIn Christopher Bauer
Seiten 52 Seiten
Hochschule Duale Hochschule Baden-Württemberg Heidenheim Deutschland
Art der Arbeit Studienarbeit
Abgabe 2008
Note 1,6
Preis 28,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 91013652
Sprache Deutsch
Medien
Inhaltsangabe
Einleitung:

'Öl, Lebensmittel, Gold: Experten stimmen auf weltweit steigende Rohstoffpreise ein'. So kündigte eine Schlagzeile im Spiegel Online vom 07.08.2008 die Entwicklung an den Rohstoffmärkten an. Beinahe unbeachtet des negativen Einflusses, den die Finanzmarktkrise auf alle Märkte ausübte, verzeichnete der Rohstoffmarkt seit Anfang 2007 einen rasanten Anstieg bei allen Komponenten. Der Rohstoffmarkt war wieder stark im Fokus und schien eine geeignete Investition in Krisenzeiten zu sein. Gerade Zertifikate die einen Rohstoffindex nachbilden erfreuten sich hoher Nachfrage. Dennoch waren Investments in den Rohstoffmarkt bis ca. 2000 alles andere als attraktiv und einfach, was darauf zurückführen ist, dass Commodities ihre Höchststände zuletzt um das Jahr 1980 verzeichneten. Die darauf folgenden rückläufigen Preise ließen das Gewinnmomentum unter 1 sinken und waren somit auch ein Grund dafür, dass das Interesse der Großinvestoren an jener Anlageklasse für einige Zeit abebbte. Ausschlaggebend für die geringe Nachfrage der privaten Anleger waren die komplexen Einstiegsbarrieren die ein Rohstoffinvestment mit sich brachte.

Der folgende Chart zeigt den Kursverlauf des REUTERS/ Jefferies Commodity Research Bureau Preisindex, welcher die Entwicklung von 19 verschiedenen Rohstoffen in einem Index zusammenfasst.

Nachdem in der ersten Jahreshälfte 2008 Höchstpreise für einzelne Rohstoffkomponenten erzielt wurden, befinden wir uns seit Jahresmitte in einem massiven Abwärtstrend. So erreichte der Index seinen Höhepunkt mit einem Kurs von 473,97 am 03. Juli 2008. Die Abhängigkeit zur allgemeinen Marktstimmung erschien im ersten Halbjahr ungetrübt und nahe 0. Doch im zweiten Halbjahr erfasste die Finanzkrise auch den Rohstoffmarkt und riss diesen mit in die Tiefe.

Dennoch verlieren die Rohstoffe dadurch nicht an Bedeutung. Gerade in Krisenzeiten oder Zeiten verstärkter Inflation greifen viele Anleger auf Investments in Realgüter zurück, wodurch Rohstoffe mehr an Beachtung gewinnen. Diese Tatsache machten sich viele Banken zu Nutze und warben verstärkt mit verschiedenen Investitionsideen in den Rohstoffmarkt. Rohstoffe als Beimischung im Portfolio würden dieses diversifizieren, die Volatilität senken und somit bei geringerem Risiko gleiche oder höhere Renditen erzielen. Besonders wird hierbei die Korrelation von Rohstoffen mit anderen wichtigen Finanzmärkten, vor allem traditionellen Märkten wie Renten oder Aktien, erwähnt. Mit der Einführung von börsengehandelten Indexfonds (ETF's) und Schuldverschreibungen auf Rohstoffe (ETC's) sind die Eintrittsbarrieren in den Rohstoffbereich für den Privatanleger deutlich erleichtert worden und die Nachfrage analog immens gewachsen. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung des Rohstoffmarktes ist es das Ziel der vorliegenden Arbeit im ersten Schritt den Rohstoffmarkt mit seinen Komponenten, Indizes und Investitionsmöglichkeiten vorzustellen und im anschließend kritisch zu analysieren, ob Rohstoffe mit traditionellen Märkten korrelieren. Des Weiteren werden die Effekte einer Rohstoffbeimischung portfoliotheoretisch anhand historischer Daten untersucht und dabei eruiert, ob und in welchem Ausmaß sich eine Beimischung von Rohstoffen in einem Beispielportfolio als sinnvoll erwiesen hätte.

Vor dem Hintergrund der Zielsetzung ist die Arbeit wie folgt gegliedert: Das zweite Kapitel definiert zentrale Begriffe und erklärt Bestandteile sowie Abgrenzungen im Bereich der Rohstoffe. Hier wird insbesondere auf einzelne Rohstoffkomponenten, gängige Indizes und den historischen Wandel der Investitionsmöglichkeiten in Rohstoffe näher eingegangen. Der dritte Gliederungspunkt beschreibt zunächst das Thema Korrelation in seinen wichtigsten Zügen und geht auf dessen Bedeutung in der modernen Portfoliotheorie ein. Anschließend wird die Assetklasse Rohstoffe in der Wechselwirkung mit anderen traditionellen Anlageklassen dargestellt. Bei der Korrelationsberechnung wird der Schwerpunkt auf den Aktien- und Rentenmarkt gelegt und im Anschluss die Auswirkung einer Beimischung von Rohstoffen in einem gegebenen Portfolio durch eine Beispielrechnung simuliert. Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse aller Berechnungen und Analysen zusammen und gibt einen möglichen Ausblick über die weitere Entwicklung am Rohstoffmarkt.

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