Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Funktional Marketing / Absatzwirtschaft Finanzmarketing / Investor Relations

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Titel Investor Relations im Rahmen eines Wertsteigerungsmanagements
Untertitel
AutorIn Tino Dittmann
Seiten 106 Seiten
Hochschule Universität Regensburg Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 1996
Note 1,3
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 90001371
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Problemstellung:

"Veba hängt Viag in der Börse ab" Die Erklärung dafür ist scheinbar einfach. Die Manager der Veba AG haben sich dem Shareholder Value verschrieben und betreiben eine sehr gute Investor Relations (IR.). Shareholder Value und IR: Häufig gebrauchte Schlagwörter, die als Symbole einer Entwicklung innerhalb deutscher Unternehmen gelten, die gerade von angelsächsischer Seite gern schon einmal als Revolution betrachtet wird: Die zunehmende Fokussierung von Unternehmen auf die Interessen der Anteilseigner. Zu fragen ist, ob die Ausrichtung unternehmerischer Entscheidungen an den Eigentümern des Unternehmens nicht eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Nach der überwiegenden Meinung ausländischer institutioneller Anleger ist dies nicht der Fall. Diese halten die Aktionärsorientierung deutscher Unternehmen für äußerst schwach ausgeprägt.

Er habe einfach "keine Zeit, darüber nachzudenken, wie man den Börsenkurs sexier machen kann" teilte Edzard Reuter, Vorstandsvorsitzender der Daimler, Benz AG von September 1987 bis Mai 1995, seinen Aktionären mit. Es sei vielmehr sein Ziel, einen integrierten Technologiekonzern aufzubauen und dieses Ziel habe er erreicht. Was die Aktionäre davon hielten, war augenscheinlich nicht besonders wichtig. Diese mußten darauf vertrauen, daß die Verfolgung derartiger Ambitionen auch für sie einen Nutzen bringt. Was symbolisch an der Daimler Benz AG dargestellt werden kann, traf bzw. trifft für eine ganze Reihe deutscher Unternehmen, d.h. vielmehr für deren Manager, zu. Eine stärkere Aktionärsorientierung bedeutet hier für viele einen gewaltigen Umdenkungsprozeß. Die traditionell deutschen Unternehmen bescheinigten sichtbaren Zeichen einer mangelnden Ausrichtung an den Interessen der Anteilseigner, Kapitalmarktferne und Publizitätsscheu, lassen sich im Zuge der Globalisierung und Institutionalisierung der weltweiten Finanzmärkte nicht mehr aufrechterhalten. Der neue Vorstandsvorsitzende der Daimler Benz AG, Jürgen Schrempp, hat dies erkannt. Der Konzern wird zukünftig gemäß einem Shareholder Value-Konzept geführt. Der Kapitalmarkt begrüßte diese Entwicklung. Trotz der Verkündigung eines Rekordverlustes von DM 5,7 Milliarden im Geschäftsjahr 1995 stieg der Kurs der Daimler-Aktie. Die als ungewohnt rücksichtslos bezeichnete Trennung von unrentablen Konzernteilen war eine klare Botschaft an die Investoren, wie an einem Zitat von Richard Davidson, Investmentstratege von Morgan Stanley, sichtbar wird: ,,[Daimler] is now focusing on achieving a decent return rather than becoming the biggest company in the world." Shareholder Value - IR - Wertsteigerungsmanagement. Der Zusammenhang dieser Begriffe scheint offensichtlich. Wer den Shareholder Value als Zielgröße annimmt, benötigt ein Konzept zur Unternehmensführung, das die Maximierung dieser Zielgröße anstrebt: Das Wertsteigerungsmanagement. Und wer die Anteilseigner als diejenige Gruppe ansieht, deren Interessen im Vordergrund stehen, benötigt ein Instrument der Beziehungspflege zu diesen: Die IR.

Eine integrierte Behandlung der beiden Themengebiete erfolgt jedoch meist nur oberflächlich. So wird bei Durchsicht der Literatur zum Thema IR deutlich, daß ein konkreter Bezug zum Wertsteigerungsmanagement eine untergeordnete Rolle einnimmt. Die Betonung liegt auf einer Auflistung und Erläuterung einzelner Maßnahmen und Instrumente der IR. Die konkrete Beschreibung der Möglichkeiten eines Unternehmens zur Beziehungspflege mit den Anteilseignern steht im Vordergrund. Ebenso führen die IR in der Literatur zum Wertsteigerungsmanagement ein Schattendasein. Die Pflege guter Beziehungen zu den Aktionären wird zwar als wichtig und selbstverständlich erachtet, eine genauere Darstellung der Bedeutung der IR für ein Wertsteigerungsmanagement unterbleibt jedoch meist.

Dies ist der Ansatzpunkt der vorliegenden Arbeit. IR soll nicht als Mittel zum Zweck der Beziehungspflege zu den Anteilseignern dargestellt werden, sondern in Zusammenhang mit einem übergeordneten Konzept zur Unternehmensführung: Dem Wertsteigerungsmanagement. Auf der anderen Seite wird dabei deutlich werden, daß ein Wertsteigerungsmanagement sein angestrebtes Ziel überhaupt nicht ohne IR erfüllen kann. IR und Wertsteigerungsmanagement sind untrennbar miteinander verbunden. Dies wird in dieser Arbeit gezeigt.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Gang der Arbeit 3
2. Investor Relations 4
2.1 Begriff und Inhalt 4
2.2 Investor Relations und Publizität 6
2.3 Finanzwirtschaftliche Ausrichtung der Investor Relations 8
2.4 Integration der Investor Relations in ein Gesamtkonzept zur Unternehmesführung 9
3. Wertsteigerungsmanagement 12
3.1 Wertebegriffe 12
3.1.1 Wertebegriffe der Unternehmensbewertung, der Investitionsrechnung und des Wertsteigerungsmanagements 12
3.1.2 Wertebegriffe im Rahmen dieser Arbeit 15
3.2 Ziel des Wertsteigerungsmanagements 16
3.2.1 Marktwertmaximierung des Eigenkapitals als Unternehmensziel des Wertsteigerungsmanagements 16
3.2.2 Diskussion der Marktwertmaximierung als Unternehmensziel 17
3.2.2.1 Marktwertmaximierung und Eigentümernutzen 18
3.2.2.2 Marktwertmaximierung und andere Interessengruppen 19
3.2.2.3 Marktwertmaximierung und Zeithorizont 21
3.3 Notwendigkeiten für ein Wertsteigerungsmanagement 22
3.3.1 M&A-Welle der 80er Jahre als Ausgangspunkt verstärkter Wertorientierung in den USA 23
3.3.2 Entwicklung in Deutschland 26
3.3.2.1 M&As in Deutschland 27
3.3.2.2 Institutionelle und ausländische Investoren 28
3.4 Konzept des Wertsteigerungsmanagements 38
3.4.1 Grundsatz 29
3.4.2 Verwerfung herkömmlicher Erfolgsmaßstäbe 31
3.4.3 Elemente des Wertsteigerungsmanagements 33
4. Investor Relations als Teil eines Wertsteigerungsmanagements 38
4.1 Wertlücken als Ausgangspunkt der Betrachtung 38
4.1.1 Darstellung von Wertlücken 38
4.1.2 Differenz zwischen Istwert und Sollwert 40
4.1.2.1 Gründe für das Auftreten dieser Wertlücke 40
4.1.2.2 Ansätze zur Verringerung dieser Wertlücke 41
4.1.3 Differenz zwischen innerem Wert und Marktwert 43
4.1.3.1 Informationseffizienz des Kapitalmarktes als Voraussetzung dieser Wertlücke 44
4.1.3.2 Informationseffizienz in der Realität 44
4.2 Steigerung der Informationseffizienz als zentrale Aufgabe der Investor Relations 47
4.2.1 Voraussetzungen für einen perfekt informationseffizienten Kapitalmarkt 47
4.2.2 Verringerung der Renditeerwartung von Investoren alsäquivalente Betrachtungsweise zu einer Steigerung der Informationseffizienz 49
4.2.2.1 Darstellung des CAPM 50
4.2.2.2 Zusätzliche Renditeerwartungen der Investoren aufgrund von Informationseffizienzen 51
4.3.3 Ansatzpunkte für Investor-Relations-Aktivitäten 53
4.2.4 Ermittlung der für die Informationseffizienzen relevanten Kapitalmarktteilnehmer 55
4.2.4.1 Kapitalmarktteilnehmer und Kommunikationsprozeß 55
4.2.4.2 Bedeutung der Kapitalmarktteilnehmer für die Informationseffizienz 56
4.2.4.3 Stellung des individuellen Anlegers innerhalb der Investor-Relations 58
4.2.5 Ermittlung der für die Informationseffizienz relevanten Informationen 59
4.3 Homogenisierung der Erwartungen aller Marktteilnehmer als Aufgabe der Investor Relations 62
4.3.1 Homogenisierung der Erwartungen durch Angleichung des Informationsstandes von Managern und Investoren 62
4.3.2 Homogenisierung der Erwartungen durch Marktsegmentierungund Zielgruppenorientierung der Investor Relations 64
4.3.3 Homogenisierung der Erwartungen durch Glaubwürdigkeit der Investor Relations 68
4.3.4 Informationswirkung sonstiger Maßnahmen 68
4.4 Weitere Aspekte zur Informationseffizienz 71
4.4.1 Mangelnde Beachtung durch Analysten als Zeichen von Informationseffizienz 71
4.4.2 Zeitfaktor der Informationseffizienz 71
4.5 Gestaltung der Investor Relations vor dem Hintergrund eines Wertsteigerungsmanagements 73
4.5.1 Gegenwärtige Investor Relations-Bemühungen von Unternehmen 73
4.5.2 Verbesserungsansätze in der Praxis 75
5. Schlußbetrachtung und Ausblick 77
Literaturverzeichnis 79
Eidesstattliche Erklärung 95

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