Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Branche Industrie / Produktion Industrie / Produktion allgemein

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Titel Kundenfindung - Kundenbindung
Untertitel Anhand von praktischen Beispielen aus dem Industrie-, Handels- und Dienstleistungssektor
AutorIn Thomas Wingen
Seiten 152 Seiten
Hochschule Fachhochschule Köln Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 1997
Note 2
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 91001387
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Einleitung:

Die deutsche Wirtschaft sieht sich seit Jahren einer immer stärker werdenden Internationalisierung des Wettbewerbs bei gleichzeitiger weltweiter Globalisierung der Märkte gegenüber. Nachdem in den vergangenen Jahren bei vielen Unternehmen einschneidende Verbesserungen der Kostenstrukturen, z. B. durch Lean-Management, erreicht wurden, ist jetzt das Kriterium "Kundenorientierung" ein Wettbewerbsfaktor von hoher Bedeutung.

Waren die sechziger und siebziger Jahre vom Massenmarketing der Verkäufermärkte geprägt, wird seit den achtziger Jahren die Gruppe der Nachfrager in den Käufermärkten zunehmend in heterogene Zielgruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen eingeteilt, die mit Hilfe von klassischen und modernen Marketinginstrumenten betreut werden.

Gegen Ende des letzten Jahrzehnts des zwanzigsten Jahrhunderts stehen die Unternehmen des Industrie-, Handels- und Dienstleistungssektors vor neuen Herausforderungen. Durch neue Mitgliedstaaten vergrößert sich der gemeinsame europäische Markt weiter und die europaweite Deregulierung von nationalen Märkten bringt zusätzlichen Wettbewerb. Der technologische Wandel vollzieht sich in immer kürzeren Zeitabschnitten und neue Kunden können häufig nur noch mit Hilfe der Abwerbung von der Konkurrenz hinzugewonnen werden, welches mit hohen Akquisitionskosten verbunden ist.

Güter und Dienstleistungen werden austauschbarer und sollen hohen Qualitätsanforderungen entsprechen (ISO 9000 u. f.). Produzierte Leistungen müssen schneller als in früheren Zeiten verfügbar sein und die Spontanität der Konsumenten verkürzt die Produktlebenszyklen. Der gesellschaftliche Wertewandel mit einer steigenden Geschwindigkeit in der Änderung von Wertestrukturen hat zu einer Individualisierung und einer Abnahme des Gruppendrucks geführt. Heute dient der Konsum überwiegend der individuellen Bedürfnisbefriedigung bei schrumpfenden Bevölkerungszahlen. Das Informationsbedürfnis der zunehmend kritischeren Verbraucher vergrößert sich kontinuierlich bei gleichzeitig herrschendem Drang nach ökologischer Sicherheit. Der alleinige Einsatz der klassischen absatzpolitischen Instrumente zur Steuerung der grob segmentierten Käuferschichten erreicht die Zielgruppen immer weniger und führt zu großen Streuverlusten. Das ist, wie die Standortdebatte zeigt, nicht ohne Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft geblieben.

Die Unternehmen sehen sich derzeitig mit der notwendigen Problematik konfrontiert, alte Erfolgsrezepte in Frage zu stellen und neue Strategien zu entwickeln, wie die individuellen Prioritäten von Einzelpersonen erkannt und dauerhaft im Wettbewerb berücksichtigt werden können.

Stand in früherer Zeit das Problem der Nachfragergewinnung im Vordergrund, so nimmt zunehmend die Kundenbindung eine bedeutende Stellung im aktuellen Verdrängungswettbewerb der Branchen ein. Um langfristig am heutigen Markt existieren zu können reichen einmalige Austauschvorgänge nicht mehr aus. Grundlage ist vielmehr der Aufbau und die Sicherung eines stabilen Kundenstamms als Basis für wirtschaftlichen Erfolg und unternehmerisches Wachstum. Um die Bedürfnisse von heterogenen Zielgruppen mit differenzierten Konsumpräferenzen dauerhaft zu befriedigen, dienen effiziente Kundenbindungsprogramme als Unterstützung des klassischen absatzpolitischen Instrumentariums. Über Erfolg oder Mißerfolg am Absatzmarkt entscheidet letztlich jedoch nur der Kunde.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis VI
Abbildungsverzeichnis IX
Tabellenverzeichnis X
A. Einleitung 1
1. Problemstellung 1
2. Zielsetzung und Abgrenzung der Ausführungen 3
3. Aufbau der Arbeit 4
B. Kundenfindung im Rahmen der Informationsgewinnung bei der Marketingforschung 6
1. Begriff und Abgrenzung 6
2. Bedeutung von Informationen im Marketingentscheidungsprozeß 8
3. Organisatorische Voraussetzung der Informationsgewinnung 11
4. Erhebungsarten der Informationsbeschaffung 13
4.1 Sekundärforschung 13
4.2 Primärforschung 16
5. Bewertungskriterien für Informationen 18
C. Theoretische Grundlagen des Käuferverhaltens 20
1. Bedeutung von Erkenntnissen zum Käuferverhalten 20
2. Determinanten des Konsumentenverhaltens 21
2.1 Kulturelle Faktoren 21
2.2 Soziale Faktoren 21
2.3 Persönliche Faktoren 22
2.4 Psychologische Faktoren 23
3. Typologisierung von Erklärungsmodellen des Konsumentenverhaltens 24
3.1 Strukturansätze 24
3.1.1 Begriff und Abgrenzung 24
3.1.2 Systemansätze 26
3.1.2.1 Partialmodelle 26
3.1.2.2 Totalmodelle 27
D. Kundenzufriedenheit als Brücke zwischen Kundenerwartung und Kundenbindung 29
1. Begriff und Bedeutung 29
2. Erklärungsansätze der Kundenzufriedenheit 33
2.1 Bedürfnistheoretische Konzeptionen 33
2.2 Anreiztheoretische Konzeptionen 34
2.3 Kognitive Konzeptionen 35
2.4 Humanistische Konzeptionen 36
3. Die Komponenten der Kundenzufriedenheit 39
3.1 Die Soll-Komponente 39
3.2 Die Ist-Komponente 42
3.3 Die Ergebniskomponente 43
4. Kundenzufriedenheit im Total Quality Management 45
5. Die besondere Bedeutung der Kundenzufriedenheit im Dienstleistungsbereich 49
E. Meßtheoretische Ebene der Kundenzufriedenheit 56
1. Meßmethoden 56
1.1 Objektive Verfahren 59
1.2 Subjektive Verfahren 61
1.2.1 Merkmalsgeschütze Verfahren 61
1.2.1.1 Implizite Methoden 61
1.2.1.2 Explizite Methoden 62
1.2.2 Ereignisorientierte Verfahren 65
2. Das "Deutsche Kundenbarometer" - Qualität und Zufriedenheit - 70
F. Effiziente Kundenbindungsprogramme im Rahmen der Nachkaufkommunikation 75
1. Das Beschwerdemanagement als Instrument des After-Sales-Marketing 83
1.1 Grundlagen und Ziele eines aktiven Beschwerdemanagements 83
1.2 Aufgaben des Beschwerdemanagements 87
1.2.1 Beschwerdestimulierung 87
1.2.2 Beschwerdeannahme 87
1.2.3 Beschwerdereaktion und Beschwerdebearbeitung 88
1.2.4 Beschwerdeauswertung 89
1.2.4.1 Quantitative Beschwerdeauswertung 89
1.2.4.2 Qualitative Beschwerdeauswertung 90
2. Kunden binden mit Kundenkarten 91
3. Der Kundenclub als Instrument der Nachkaufkommunikation 96
4. Service-Marketing für erfolgreiche Kundenbindung 104
5. Database-Marketing als Entscheidungsunterstützungssystem im Direkt-Marketing 110
5.1 Begriff und Abgrenzung 110
5.2 Aufbau einer Kundendatenbank 111
5.3 Einsatzmöglichkeiten für Database-Marketing 112
5.4 Beispiele für effiziente Kundenbindung im Direkt-Marketing 113
G. Zusammenfassung, Kritik und Ausblick 120
Anhang XI
Literaturverzeichnis XII

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